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Gedichte über die Liebe
 
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Gedichte über die Liebe (Taschenbuch)

von Bertolt Brecht (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 239 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 11 (30. Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518375016
  • ISBN-13: 978-3518375013
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,9 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Klappentext

An jenem Tag im blauen Mond September Still unter einem jungen Pflaumenbaum Da hielt ish sie, die stille bleiche Liebe In meinen Arm wie einen holden Traum -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


Autorenportrait

Bertolt Brecht lebte von 1898 bis 1956. Mit seiner Lyrik und seiner Theaterarbeit nimmt er eine herausragende Stellung in der deutschen Literaturgeschichte ein. Wie bei kaum einem anderen finden sich in seiner Person der Theatertheoretiker, -autor und -macher vereinigt.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ganzes Spektrum der "Liebe", 10. Juli 2001
"Morgens und abends zu lesen

Der, den ich liebe/ Hat mir gesagt/ Dass er mich braucht.

Darum/ Gebe ich auf mich acht/ Sehe auf meinen Weg und/ Fürchte von jedem Regentropfen/ Dass er mich erschlagen könnte."

Dieses Gedicht ist sicher eine der "Perlen", die man in dem Band finden kann und die nicht nur Literaturwissenschaftlern Freude bereiten! Ich kann mich nur der folgenden Umschreibung anschließen: "Zarte Gebilde [...] stehen neben Gedichten, denen das Vulgäre und Obszöne, das Sexuelle und Grobe nicht fremd ist." Der Band ist unterhaltsam für alle, die selbst schon unterschiedliche Facetten der Liebe erlebt haben und die ihre eigenen Gedanken und Gefühle in den Gedichten zum Teil wiederfinden. Einige Werke erschrecken in ihrer frauenverachtenden Art, (leider für manche auch eine Art der "Liebe"). Dafür und für das leichte Übergewicht an Derbheit habe ich einen Stern abgezogen. Dennoch kann ich den Band allen "Perlensuchern" zum Schmökern empfehlen, wobei das für allzu sensible Romantiker jedoch nur sehr eingeschränkt gilt!

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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Er liebt nicht so romantisch! (Oder vielleicht doch?), 15. August 2009
Von weiser111 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Bertolt Brecht und Liebesgedichte? Mit der einen Hand am Barrikadenbau, mit der anderen der Liebsten artig Blumen überreichend? -- Nein, das wohl doch nicht. Immer diese unverwüstlichen dummen Brecht-Klischees aber auch. Also nochmal genauer hingeschaut, und siehe da: Der Herausgeber Werner Hecht hat die Auswahl bestimmt mit Bedacht nicht "Liebesgedichte" genannt, sondern "Gedichte über die Liebe", denn das trifft's schon eher. Der Band enthält Brechts lyrische Betrachtungen über die Liebe in ihren physischen und psychischen Aspekten aus seinem gesamten Werk: die ersten noch aus Schülerfeder, die letzten vom weltberühmten Leiter des "Berliner Ensemble" -- und dazwischen vieles aus einem langen ereignisreichen Schriftstellerleben. Einiges kennt man, nicht nur einige Songs aus Dramen wie den "Alabama Song", die "Ballade von der Hannah Cash" oder den "Barbara Song", sondern auch den ein oder anderen Vers aus den "Englischen Sonetten"; und noch anderem könnte man erfreut wiederbegegnen. Auch wenn's oft übersehen wird: Brecht hatte schon zu Lebzeiten Gedichtbände veröffentlicht, und zwar welche, wie sie nur Könner schreiben können. Hinzu kommen Gedichte aus dem Nachlass, die 1982 in der ersten Auflage dieses Bandes erstmals veröffentlicht wurden.
Die Gedichte sind hier nicht chronologisch sortiert, sondern thematisch. Dabei ist sich der Herausgeber durchaus bewusst, dass sich Gedichte aus einem dermaßen umfangreichen Werk nicht ordentlich in die Karteikästen sortieren lassen, und dass es da mehr Überschneidungen gibt, als es dem literarischen Archivar lieb sein kann, zumal auch der penibelste Literaturwissenschaftler nicht gegen Subjektivität gefeit ist. Dennoch geht Hecht diesen Weg und ordnet die Gedichte mit mehr oder weniger glücklicher Hand an, nach dem "Werden und Vergehen der Liebe in allen Stadien [...]: vom frühen Beginn bis zu ihrem Tod, gleichsam als Gedichte einer Lebens- und Gefühlsfolge". Selbstverständlich gibt es bei den Anmerkungen am Schluss des Bandes die Quellenangaben, incl. Entstehungszeit der Gedichte. Soviel zum Formalen, den Einmachgläsern sozusagen. Und jetzt zum Eingemachten, den Gedichten.

Brecht war auch im Lyrik-Geviert einer der ganz Großen, der seine Feder beherrschte. Er ist einer, der beiläufig die Säulenheiligen der Literaturgeschichte ebenso zitieren kann wie Kinderlieder, aber nicht um des Zitierens willen, sondern des Aussagen-Mehrwerts wegen. Und er ist einer, der im Gedicht über den schmachtenden Jüngling ganz locker Hölderlin in Jünglings Lesart präsentiert ("Goldene Früchte hängen"). Bei der Niederschrift war er selber gerade mal 16, und dass er das Schmachten auf der Rückseite des Vorsatzpapiers von Kants "Kritik der reinen Vernunft" festhielt, gehört zu den ganz besonderen kleinen feinen Trouvaillen dieses Bandes -- auch wenn verliebte Jünglinge nicht unbedingt Weltliteratur schreiben. Auf Entdeckungen dieser Art stößt man gelegentlich, aber vor allem stößt man auf unzählige Belege, warum Brecht zu den wichtigsten deutschen Lyrikern des 20. Jahrhunderts zählt.
Stümperei braucht man sowieso nicht befürchten. Und Zartes fürs Poesiealbum wird keiner erwartet haben; und wenn doch, so sei gewarnt: Brecht wird hier oft sehr deutlich und bedichtet die Liebe mehr als einmal unter sehr, öhöm... handfesten Aspekten, um's mal gaaaanz vorsichtig zu sagen. Gelegentlich ist der Ausdruck "Swinegeleien" durchaus angemessen, und zwei der allerschlimmsten soll Brecht fies unter dem Pseudonym "Thomas Mann" veröffentlicht haben, las ich mal irgendwo (bei Zuckmayer? Ich weiß es nimmer genau).
Das heißt jetzt aber auch wieder nicht, dass hier lyrischer Herrenwitz gepflegt werde. Sogar wenn's arg ins Detail geht, werde ich den Eindruck nicht los, dass Brecht da irgendwas Sinistres im Hintersinn hatte, Provozieren, Entrüsten, Nicht-so-romantisch-glotzen-Lassen, Lange-Nase-Drehen, Sich-selber-vom-Podest-Stürzen... keine Ahnung, und fragen kann man ihn ja nimmer. Immer dieser ironische Grundton.... Brecht hat auch hier mehr zu bieten, als ihm das Klischee angeheftet hat.

Also nochmal von vorne, mit System. Schließlich hat auch bei Brecht das Wort "Liebe" mehr als nur eine Bedeutung. Es geht ihm einfach nicht aus dem Sinn, das Verliebtsein und das [zensiert], ob nun als Privatvergnügen oder als Geschäft, und zwar aus der Sicht aller Beteiligten. Stimmt schon, das nimmt hier den breitesten Raum ein, aber das dürfte nicht an des Herausgebers Vorlieben liegen, sondern an der Ausbeute, die Brechts lyrisches Gesamtwerk in Sachen Liebe ermöglicht: Liebeswerben der Liebe oder auch des Geldes wegen; betrogene Liebende und Gehörnte inbegriffen.
Und schon hör ich's zetern, wie frauenfeindlich das doch sei, und dass das doch auf Brechts vers/haute Psyche schließen lasse... Nu. Von mir aus. Wenn gefragt ist meine Meinung: Vor allem lässt's schließen auf Brechts Witz und seinen Sinn für Ironie, denn ob das alles auch nur halb so bierernst gemeint ist wie die erzürnte Kritik, das wage ich anzuzweifeln. "Schwamm drüber, selig wird jeder gern." ("Tanzlied", 1917) Und all diese Huren-Balladen und -Songs aus der "Dreigroschenoper" und "Happy End" vor allem -- in jeder einzelnen steckt sehr viel Liebe des Autors zu seinen Figuren, die alles mögliche sind, aber nicht hilflose Opfer.
Abgesehen davon kann Brecht auch anders, und so enthält dieser Band auch "zahmere" Gedichte, in denen der Dichter auch im gesetzten Alter schmachtet, leidet, liebt, nachdenkt und weiß, dass sein Leben ohne Liebe im allgemeinen und die Geliebte im besonderen ärmer wäre. In diesem Abschnitt dominieren nicht zufällig Sonette, und der Herausgeber hat als Überschrift ein Zitat aus dem "Sonett Nr.19" gewählt: "Du weißt es: / wer gebraucht wird, / ist nicht frei. / Ich aber brauche dich, / wie's immer sei / Ich sage ich / und könnt auch sagen wir." Wie gesagt: Brecht kann auch anders, und hier scheint er's sogar ernst zu meinen. Wie ernst, das liest man nicht nur in "Morgens und abends zu lesen". Schöner wurden wohl nur selten die Auswirkungen des Geliebtwerdens in Verse gefasst: "Fürchte von jedem Regentropfen / Daß er mich erschlagen könnte".

Außerdem kann auch der Prüdeste im gesamten Band wieder einmal Brechts souveränen Umgang mit der Sprache und mit den formalen Vorgaben beobachten, ihn als Virtuosen bewundern, der mit Ballade und Sonett (und noch einigem anderem) ebenso elegant umzugehen weiß wie mit Bänkelsang und Volkslied. Das nur nebenbei, damit's nicht untergeht; nicht nur als Feigenblatt für die, die's unbedingt brauchen.
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Nur fuer Literaturwissenschaftler interessant., 28. Januar 2000
Von Ein Kunde
Das Positive vorweg: Diese Sammlung von Liebesgedichten weist einige Perlen auf, die an Schoenheit kaum zu ueberbieten sind. Bedauerlicherweise sind die betreffenden Gedichte auch derart haeufig in anderen Anthologien anzutreffen, dass der Kauf des Bandes kaum lohnt - denn leider sind 90% der Gedichte eher Werke ueber Sex, und eben hier zeigt sich, dass dort, wo der Luxusproletarier Brecht absichtlich vulgaer werden wollte, er eher langweilig wurde. Auch wenn diese Sammlung von kraftsprachlichen Ausdruecken auch heute noch modern wirkt, zaeheln die meisten dieser Werke sicherlich nicht zu Brechts besten.
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