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Überwachen und Strafen: Die Geburt des Gefängnisses
 
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Überwachen und Strafen: Die Geburt des Gefängnisses (Taschenbuch)

von Michel Foucault (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 408 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: Neuauflage. (Dezember 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518277847
  • ISBN-13: 978-3518277843
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 68.962 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses zeichnet die Frühentwicklung einer totalen Institution nach, die für die liberale bürgerliche Gesellschaft eine mindestens ebensolche definitorische Macht gewann wie das Irrenhaus.

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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Wärter in uns, 9. Juli 1999
Von Ein Kunde
Ich habe das Buch "Überwachen und Strafen" als Grundlage für meine Diplomarbeit mit dem Titel "Disziplin" im Breich Psychologie genommen und bin auch nach mehrmahligem Durcharbeiten noch immer beeindruck von Foucaults Werk. Er analysiert Stück für Stück, wie sich das Verhalten der Menschen im Laufe des Jahrhunderts in Sachen Kontrolle, Disziplin und der Überwachung samt Bestrafung bei Fehlverhalten geändert hat. Seine Schlußfolgerungen sind ernüchternd und in ihrere klaren Heranleitung kaum zu widerlegen: Im Laufe der Zeit haben wir die Mechanismen aus Überwachung und Bestrafung so weit verinnerlicht, daß wir heute schon allein beim Gedanken an eine Tat die laut Gesellschaft bestrafungswürdíg ist, den inneren Zensor aufrufen der uns in die Schranken weißt. Die Kontrolle ist in uns.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen das Gefängnis ist nur eine Facette, 11. September 2003
Von Ein Kunde
Die Grundaussage von "Überwachen und Strafen" läßt sich ungefähr auf folgenden Nenner bringen: Das Gefängnis ist nur eine Facette, eine Abteilung allgegenwärtiger Disziplinierungsmechanismen der modernen Gesellschaft, die laut Foucault, im Grunde eine Disziplinargesellschaft ist, die ohne subtil wirkende Disziplinierungstechniken nicht das wäre, was sie gegenwärtig ist. Am Gefängnis werden diese Strukturen nur besonders deutlich und das Gefängnis ist gleichzeitig das Versuchslabor, an dem diese Strukturen getestet und ausprobiert werden. Der Verbrecher wird dabei zum Delinquenten. Und der Delinquent ist das menschliche Versuchsobjekt, das sich die moderne Gesellschaft aussucht, um ihre Disziplinierungstechniken ausprobieren zu können, ehe sie sie sublimiert, verfeinert, abändert und dann überall anwendet. Das Verbrechen wird nicht bekämpft oder beseitigt, es wird zum Objekt einer immer wieder neu erprobten Methode, es wird dadurch gezämt und gesühnt, indem es als Gegenleistung die Disziplinierungstechniken der modernen Gesellschaft rechtfertigt.

Das ist die atemberaubende und fesselnd geschriebene Grundthese dieses Buchs.

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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geschichte des gesellschatlichen Umgangs mit Verbrechern, 9. September 1999
Von Ein Kunde
"Seitdem vor 150 oder 200 Jahren Europa seine neuen Strafsysteme geschaffen hat, sind die Richter Schritt für Schritt - im Zuge einer noch weiter zurückreichenden Entwicklung - darangegangen, über etwas anderes als die Verbrechen zu richten: über die 'Seele' der Verbrecher." Die Seele? "Die Seele: Gefängnis des Körpers." Es gibt, so Foucault, eine Tendenz weg von den absoluten Gottesgerichten und leidenschaftlichen Hinrichtungsfestlichkeiten hin zu kalten, nicht eingreifenden, sondern einschränkenden Strafen. Einsperren statt ausstellen, beobachten statt bestrafen ist die Devise dieser neuen Technik Es wird nicht mehr mit kathartischer Wirkung ein Exempel statuiert, an dem sich alles entlädt, sondern es wird allgemein das Nicht-Entladen propagiert. Dieser Übergang, schreibt Foucault, sei allerdings kein Übergang von einem ausgeklügelten Spektakel hin zu einer vernünftigen, abstrakten Bestrafung, sondern vielmehr ein technischer Übergang "von einer Bestrafungskunst zu einer anderen, die nicht weniger gelehrt ist". Diese Lehren, diese Techniken der Betrafung untersucht Foucault in seinem mit vielfältigem Archivmaterial angereicherten Buch. Ausführlich schildert er Hinrichtungsrituale (man hat ihm deshalb ein morbides Vergnügen an derlei Schauspielen unterstellt), in denen oft das Verbrechen nachgespielt wurde (zB wurden die Verurteilen teilweise mit der Mordwaffe hingerichtet), aber auch den architektonischen und organisatorischen Aufbau moderner Gefängnisse. Weniger theorielastig, und, für mich, besser verständlich als in seinen anderen Büchern, zeichnet Foucault eine Geschichte der gesellschaftlichen Repression und Normierung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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