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Die Beschneidung. Eine Geschichte.
 
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Die Beschneidung. Eine Geschichte. (Gebundene Ausgabe)

von György Dalos (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 196 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518222511
  • ISBN-13: 978-3518222515
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 720.343 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"György Dalos, geboren 1943 in Ungarn, ist mit seiner brillanten Erzählung ein Kunststück gelungen. Mit Wehmut und Sarkasmus beschreibt er die versunkene Welt des jüdischen Kleinbügertums in Budapest zu Zeiten des Stalinismus aus der Perspektive eines nach Liebe und Anerkennung suchenden Kindes. Und dabei sprüht diese Geschichte, die den Leser nicht mehr losläßt, vor Witz und Ironie". (Klaus Ickert, Bayerischer Rundfunk).


Kurzbeschreibung

György Dalos erzählt die Geschichte eines zwölfjährigen Jungen im Budapest der dramatischen Jahre 1955/56. Die politischen Probleme des kommunistischen Ungarn am Vorabend des Volksaufstandes erfährt Robi Singer allerdings nur am Rande, der heranwachsende Junge ist mit sich selbst beschäftigt. Was 'tut' man in dem aufgeregten Zustand den 'die Dichter mit dem Wort Liebe bezeichnen'? Kann ein guter Kommunist ein Jude sein? Oder sind Kommunisten allesamt Juden? Und wenn die Ungarn Christen sind, wie soll ein Ungar Jude sein? -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Kann man als christusgläubiger Jude auch noch ungarischer Kommunist sein?, 3. Dezember 2008
Von B. Gutleben (Oberhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Die Beschneidung. (Taschenbuch)
Diese Frage beschäftigt die Hauptperson der Geschichte, die 1955/56 in Budapest spielt. Der in die Pubertät kommende Robert (Robi) Singer ist nicht unbedingt der Held, mit dem sich ein Leser leicht identifizieren kann. Er ist übergewichtig, hat eine leicht verkrüppelte Hand und fühlt sich seinen Kumpels in Sachen Männlichkeit unterlegen. Die Vorstellung, durch die bei ihm noch ausstehende Beschneidung von seinem ohnehin zu kleinen besten Stück noch etwas einzubüßen, erfüllt ihn nicht gerade mit Zuversicht.
Keine Hilfe ist ihm in dieser schwierigen Entwicklungsphase seine Mutter, eine ebenso hypochondrische wie fettleibige Witwe, die sich gegen Ende des Romans einer Schlafkur unter- und damit ihrer Verantwortung entzieht.
Bleibt als wichtigste Person die Großmutter, auch verwitwet, aber lebenstüchtig und mit beiden Beinen auf dem Boden stehend. Ihre pragmatische Art an die Dinge heranzugehen korrespondiert mit ihrer Skepsis gegenüber dogmatischen Glaubenslehren und Ideologien - so kann sie Mitglied der jüdischen Gemeinde und der kommunistischen Partei sein und doch beiden Organisationen gegenüber unabhängig bleiben. Und mehr Verständnis für ihren Enkel aufbringen als dessen Mutter, Lehrer oder Altersgenossen...
Nach der Lektüre war mir allerdings nicht ganz klar, was ich eigentlich gelesen habe: eine zeitgeschichtliche Momentaufnahme aus der Phase vor dem Ungarn-Aufstand von 1956, eine Art Entwicklungsroman, eine eher tragikomische jüdische Selbstbetrachtung mit autobiographischen Zügen oder ein Plädoyer für das Individuum und seinen eigenen Weg? Wahrscheinlich von allem etwas, aber nicht genug für vier oder gar fünf Sterne.
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