Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein englischer Krimi mit Thrillerelementen, 8. September 2008
Elizabeth Corleys Erstlingswerk Requiem für eine Sängerin" ist eines dieser Bücher, bei dem ich mich am Ende gefragt habe, was ich denn eigentlich gelesen habe. War es ein Krimi oder Thriller?
Corley, die neben ihrer Karriere als Schriftstellerin auch sehr erfolgreich im Business-Bereich gearbeitet hat, mag sich in ihrem Debütroman noch nicht so recht festlegen. Von Beginn an gewährt die Autorin Einblicke in die Gedanken und Aktionen des geheimnisvollen Killers. Ein klassisches Thrillerelement. Gleichzeitig schildert sie aber detailliert die einzelnen Abläufe der Polizeiarbeit und gibt Einblicke in das Privatleben sowie die Vergangenheit der einzelnen Figuren. Hier fühlt man sich wiederum unvermittelt an die Krimis einer Elizabeth George erinnert.
Corleys Hauptfigur Detective Chief Inspector Andrew Fenwick hat aber bereits auf den ersten Blick nicht allzu viel mit dem reichen, gefühlskalten Inspector Linley gemeinsam. Nur allzu oft holen Fenwick seine häuslichen Probleme in Form von zwei Kindern auf der Arbeit ein, welche er nach dem Verlust seiner Frau gemeinsam mit seiner Mutter allein großziehen muss. Und auch auf dem Revier muss er sich nach langer Abwesenheit den in der Vergangenheit entgegengebrachten Respekt erst wieder neu erwerben. Anfangs nur mit langweiliger Routinearbeit betraut, stößt er schon bald auf die Beschwerde eines Ehemanns, der der Ansicht ist, dass dem Verschwinden seiner Frau nicht genug Wichtigkeit beigemessen wird. Fenwick erkennt, dass der Fall tatsächlich einige Unstimmigkeiten beinhaltet und nimmt die Ermittlungen neu auf. Als dann eine Lehrerin, welche mit der gesuchten Ehefrau zur Schule ging, kaltblütig ermordet wird, scheint aus der anfänglichen Vermutung eine heiße Spur zu werden.
Corley nimmt den Leser gekonnt an der Hand und der Plot bleibt, auch wenn nach dem furiosen Beginn, bei dem man der Planung und anschließenden Ausführung des Killers beiwohnt, das Tempo herausgenommen wird, durchgängig kurzweilig und spannend. Einige werden die ausführlich dargestellten Ermittlungsarbeiten irritieren. Mir persönlich hat dieser Hang zum Realismus gut gefallen, denn Routinearbeit und das Verfolgen manch falscher Spur wird nicht wie in vielen anderen Krimis verdrängt oder ausgeblendet. Somit bleibt die Story authentisch. Und obwohl Corley das Geschehen immer abwechselnd aus der Sicht verschiedener Figuren darlegt, moralisiert sich nicht und lässt den Leser vielmehr selbst seine eigene Meinung bilden, was gut und was böse ist. Einzig und allein die Tatsache, dass die Identität des Killers bereits ab Mitte des Buches bekannt ist, nimmt dem Buch etwas von seiner Faszination. Dafür wird man jedoch mit der tollen Verknüpfung der anfänglich zusammenhanglos wirkenden Handlungsstränge und einem fesselnden Schluss, in den Corley Verdis Requiem" meisterhaft einbaut, entschädigt.
Insgesamt ist Requiem für eine Sängerin" ein spannendes, rundum gelungenes und viel versprechendes Erstlingswerk, mit einem sympathischen Ermittler, der uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben wird. Ein englischer Krimi mit Thrillerelementen, der Anhänger beider Genres gleichermaßen gefallen dürfte.
|
|
|
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fesseln und dicht geschrieben, 29. August 2006
Eine dringende Empfehlung meiner Freundin brachte mich auf E. Corley. "Requiem für eine Sängerin" habe ich nur zum Schlafen und Arbeiten aus der Hand gelegt.
Der Autorin gelingt es, das Geschehen aus Sicht der verschiedenen Akteure zu schildern, ohne ständig zu moralisieren. Die Arbeit des Polizeiteams wird realistisch und packend beschrieben. Routinearbeit und das Verfolgen manch falscher Spur werden nicht, wie in vielen schlecht geschriebenen Krimis, verdrängt oder ausgeblendet. Die einzelnen Akteure auch immer im Zusammenhang mit dem sozialen und familiären Umfeld beschrieben. Trotzdem wird es nie langweilig.
Eigentlich bevorzuge ich Krimis in denen man den/die Täter nicht kennt. Hier kennt man zwar den Täter, seine wahren Motive und seine Persöhnlichkeit ergeben sich jedoch erst nach und nach.
Einzig die (wenigen) erotischen Szenen wirken deplaziert und die deutsche Übersetzung ist ab und an ein wenig unsauber.
|
|
|
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein neues Glanzlicht am "Krimihimmel", 16. Juni 2002
Von Ein Kunde
Elizabeth Corley ist für mich neben Henning Mankell, Minette Walters und Nicci French wieder ein Lichtblick am "Krimihimmel": Eine niveauvolle, gut durchdachte Handlung (wie bei Henning Mankell), feingesponnene subtile Spannungsfäden (wie bei Minette Walters) und psychologische Spitzfindigkeiten (wie bei Nicci French) führen zu einem realistischen, wenn auch für mich persönlich unbefriedigenden Ausgang des Falles. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte... Ich freue mich schon auf den nächsten "Corley"
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|