Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fehler passieren nicht einfach, 19. Januar 2007
Warum machen Menschen in komplexen Situationen Fehler? Und vor allem welche Fehler machen Sie? Um dies herauszufinden hat Dietrich Dörner eine Reihe von Computersimulationen ersonnen, die die Basis für dieses Buch darstellen. Egal, ob es sich um die Verwaltung eines fiktiven Staates, einer erfunden Schokoladenfabrik oder die Überwachung des Reaktors von Tschernobyl handelt: Viele Menschen neigen offenbar dazu, ab einer gewissen Komplexitätsstufe der Aufgabe den rationalen Verstand auszuschalten, Wirklichkeitsanteile auszublenden und bei Fehlern Zuflucht zu Zynismus, Verschwörungstheorien und Despotismus zu nehmen statt das eigene Denken zu hinterfragen.
Alles vertraut und menschlich und man mag daraus den Schluss ziehen, dass vieles von dem, was uns auf dieser Welt falsch und ungerecht erscheint, aus reiner Dummheit bzw. Denkfaulheit und nicht aus bösem Willem geschieht. Das Buch zeigt aber auch, dass Intelligenz ohne Klugheit sich rasch in elaborierten Aberglauben verwandeln kann...die Dialektik der Aufklärung lässt grüßen.
Zum Glück wird dem Leser auch vermittelt, wie man sich mit Aufmerksamkeit Vernunft und einigen praktischen Strategien gegen die Fallen komplexer Systeme wappnen kann.
Streckenweise etwas theoretisch aber ohne Zweifel gewinnbringend zu lesen.
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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Murphy's Law vielfältig demonstriert - super!, 21. September 1999
Dietrich Dörner beschreibt in seinem Buch, wie nach menschlichem Ermessen gut geplante Projekte doch am Ende den Bach hinunter gehen. Die Vielzahl von Beispielen, angefangen von der Wasserversorgung eines Dorfes in Afrika über die Fauna und Flora eines Gartenteichs erläutert glasklar die Problematik, Prozesse mit vielen Eingangsparametern unter Kontrolle zu halten. Auch das Experiment, bei dem Probanden durch die Drehung eines Steuerrades einen bestimmten (zeitverzögert eintretenden) Ist-Zustand erzeugen sollten, fand ich sehr erhellend.Fünf Punkte würde ich geben, wenn die folgenden Dinge korrigiert wären: 1) Die Grafiken sind sehr lieblos gestaltet und deshalb schwer zu lesen. Bei einem Buch dieser Auflage wäre der Aufwand des Autors, die Bilder lesbarer zu gestalten sicher zu rechtfertigen. 2) Die Schlussfolgerung aus den Beobachtungen ist nicht klar gezogen. Was also lernen wir daraus und wie machen wir es besser?
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wertvolles Wissen, obwohl zu trocken geschrieben, 12. Juli 1999
Von Ein Kunde
Dieses Buch soll dem Leser einen Einblick in die Unstände gewähren, die die Menschen dazu bringen, falsche Entscheidungen zu treffen. Herr Dörner beschreibt eine große Anzahl von Versuchen (meistens Computersimulationen), wo normale, vernünftige Menschen mit allerbesten Absichten immer wieder unglaublichen Mist bauten. Er erläutert verschiedene Gründe, warum falsche Entscheidungen getroffen werden können, oder warum unsere Handlungen völlig unerwartete und unerwünschte Folgen haben können. Seine Schlußfolgerung, was zu tun sei, um unsere Entscheidungsfähigkeit zu verbessern, ist original und überraschend - aber ich sage Euch nicht, was das ist, das müßt Ihr selber lesen.Ein Kapitel, das mir sehr gefallen hat, ist derjenige, wo die Ereignisse geschildert werden, die zur Katastrophe von Tschernobyl führten. Es ist wirklich erstaunlich nachzulesen, wie kompetente und verantwortungbewußte Spezialisten sich nichtsahnend Schritt für Schritt an die Katastrophe heranbewegten. Die zehn Jahre alte Ausgabe, die ich gelesen habe, enthält auch eine Aufzählung von Voraussagen darüber, was die Menschheit demnächst alles erreichen wird. Insbesondere macht Herr Dörner sich über zwei Voraussagen lustig - daß in 80er oder 90er Jahren: 1) alle Haushalte in USA durch ein Nachrichtennetzwerk verbunden sein werden; und 2) daß ein Computer Schach-Weltmeister wird. Er hält diese Voraussagen genauso lächerlich übertrieben wie die Wunschträume über den bemannten Mars-Flug in den 70ern, Klimakontrolle in den 80ern usw. Dadurch bestätigt Herr Dörner auf wundervolle Weise seine eigene Theorie - daß wirklich niemand unfehlbar ist. So lehrreich und nützlich, wie das Buch auch sein mag, ist es leider auf typisch deutsche Art sehr trocken und langweilig geschrieben. An mehreren Stellen ist zum Weiterlesen eine riesige Willensanstrengung erforderlich. Daher vier Sterne. Ich kann mir vorstellen, daß das Buch auf dem englischsprachigen Markt kein sehr großes Erfolg sein würde. Auch die abgedruckten Computergraphiken sind (zumindest in meiner Ausgabe) kaum verständlich.
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