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Berlin - Moskau: Eine Reise zu Fuß
 
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Berlin - Moskau: Eine Reise zu Fuß (Taschenbuch)

von Wolfgang Büscher (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 7 (1. Juli 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349923677X
  • ISBN-13: 978-3499236778
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 11.646 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Hemd, eine Hose, ein Paar Socken, Regen- und Fleecejacke, Rasierzeug, Karten und ein Schlafsack. Mehr ist es nicht, was Wolfgang Büscher auf seinem 82-tägigen Fußmarsch von Berlin nach Moskau in seinem Rucksack trägt -- und natürlich jede Menge Notizhefte, auf die er all die dramatischen und skurrilen Erfahrungen mit dem "wilden Osten" und seinen Bewohnern niederschreibt.

Das Buch ist natürlich kein gewöhnlicher Reiseführer. Keine einzige Landkarte findet sich hier, nicht einmal ein bescheidener Übersichtsplan über die 2.500 zurückgelegten Kilometer. Auch auf Bilder wurde komplett verzichtet. Es zählt nur das Wort. Und das ist wahrlich die Stärke von Büscher, der normalerweise das Ressort Reportagen bei der Welt leitet und 2002 mit dem angesehenen Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet wurde.

Dass er diesen Preis zu Recht verliehen bekam, beweist er in Berlin-Moskau mit einem äußerst anregenden und feinfühligen Sprachstil, der selbst kriegerischen Grausamkeiten poetische Tupfer verpasst. Der Spiegel jedenfalls zeigt sich begeistert: "Die Niederschrift seiner Reiseerfahrungen gehört zum Besten, was in den letzten Jahren in deutscher Sprache erschienen ist", meldet das Nachrichtenmagazin!

Diese Begeisterung liegt auch daran, dass die Mauer der Unwissenheit immer noch nicht abgerissen ist: Zu wenig ist gemeinhin über Polen, Weißrussland und Russland bekannt -- und auch deshalb verfolgt man so gespannt, wie Büscher die fremden Orte und Menschen erkundet: Schmugglerinnen lernt man kennen, mit denen er die weißrussische Grenze überquert, einen sibirischen Yogi oder einen Russen, mit dem er in die verbotene Zone von Tschernobyl fährt.

Bei seinem Trip begegnet der Autor auch den Geistern der Vergangenheit. Schließlich beschreitet er fast exakt dieselbe Route, die sowohl Napoleon als auch Hitlers Heeresgruppe Mitte eingeschlagen hatten. Auch sein Großvater, den Büscher nie sah, musste im Zweiten Weltkrieg hier entlang marschiert sein. Und so bekommt der Reisebericht mitunter eine sehr persönliche und emotionale Note, wenn sich der Autor vorstellt, "gerade über ihn zu gehen, ohne dass er es merkt. Einfach durch ihn hindurchzugehen wie der Wind". Ein ungewöhnlicher Bestseller! --Christian Haas -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Der Spiegel

Zu Fuß im wilden Osten
Mit diesem Buch wurde Wolfgang Büscher bekannt, ja sogar ein wenig berühmt. Die atemraubende Erzählung seines 82-tägigen Fußmarsches von Berlin nach Moskau im Sommer 2001 war nicht nur ein gefeierter Bestseller, vom Publikum geliebt, von den Kritikern gelobt – sie war auch ein Opus magnum, ein Werk, dessen literarische Qualität schwer zu überbieten sein wird. Auch wenn Büscher, inzwischen Autor der Wochenzeitung „Die Zeit“, auf Vorschlag von Bundespräsident Horst Köhler den Ludwig-Börne-Preis 2006 für sein jüngstes Buch „Deutschland, eine Reise“ erhielt – sein Meisterwerk hat er schon 2003 abgeliefert. Es ist immer noch schwer zu entscheiden, was mehr Bewunderung verdient: der Mut, sich völlig allein auf den über 2500 Kilometer langen Weg zu machen, die Zähigkeit und Ausdauer des Rucksackreisenden, der morgens nicht wusste, ob er abends irgendeine Schlafgelegenheit finden würde, oder die nie versiegende Neugier der Beobachtung, die sich in einer ebenso reflektierenden wie phantasiereichen Prosa niederschlug.

Schon zu Beginn zieht es, stilistisch zwischen Alfred Döblin und Céline angesiedelt, den Leser in seinen Bann: „Verkehr kam auf, in den Alleen schrien die Vögel, zitternd sprang die Stadt an...“ In extra angefertigten Wanderstiefeln brach er an diesem frühen Morgen auf und folgte der Strecke, die schon Napoleon und Hitlers Heeresgruppe Mitte genommen hatten. Es dauert nicht lang, und er passiert jene „Allee der Gehenkten“ kurz vor den Seelower Höhen, wo die SS 1945 Deserteure an Bäumen aufgeknüpft hatte.

Doch Einbildungskraft und Sprachvermögen des Autors ver¬wandeln selbst die Erinnerung an vergangenes Grauen in leuchtende poetische Gegenwärtigkeit. Innerhalb eines Satzes verbindet er genaue Betrachtung, ästhetische Inszenierung und geschichtsbewusste Reflexion. So ist Büschers Erkundung der östlichen „Terra incognita“ weder ein Selbsterfahrungstrip im Ich-Ich-Ich-Tremolo noch eine gebildete, aber langweilige Vermessung der postsowjetischen Welt: Der Wanderer aus Deutschland komponiert die Bruch- und Fundstücke aus dem „Tagebau des Tragischen“ derart virtuos, dass das anspruchsvolle Werk sogar unterhaltsamer ist als manch marktgerecht hingedrechselte Zeitgeist-Fibel.

Die Beschreibung eines Augenblicks, die Skizze einer Person, Gesellschaftsanalyse wie unterm Mikroskop – alles passiert wie im Vorübergehen und ist doch präzise und eindringlich. Ob in Tschernobyl oder Katyn, im endlosen Landregen auf der einsamen Straße oder in einem weißrussischen Schmugglerinnenbus – falsche Romantik kommt nie auf. Doch das ganze Unternehmen entspringt durchaus einer romantischen Idee, ein bisschen so wie bei Johann Gottfried Seume, der vor zweihundert Jahren von Sachsen nach Syrakus lief.

Auch bei Büscher fasziniert vor allem der ständige Perspektivenwechsel bei der Suche nach der „wahren“ Wirklichkeit: eben noch ein schäbiger grauweißer Kioskvorhang mit russischer Depressionsästhetik, dann wieder ein pittoreskes Pferdefuhrwerk, das die Chaussee entlangrumpelt wie zu Vorväters Zeiten – damals, als Anton Tchechows Brüder und Schwestern riefen: „Nach Moskau, nach Moskau!“

Nur einmal, kurz vor dem ersehnten Moskau, als es im Hotel wieder mal keine Dusche gibt und er zwischen Wintergärten und Trümmern seinen Weg sucht, bricht es aus dem tapferen Wanderer kulturpessimistisch und russland¬kritisch heraus: „Hausschrott. Staatsschrott. Essundtrinkschrott. Autoschrott. Atomschrott. Stadtlandflussschrott. Benimmschrott. Kirchenschrott. Seelenschrott (...) Was habt ihr aus eurem Land gemacht.“

Es ist das schönste Wunder dieses Buches, dass der Leser glücklich ist, den wilden Osten erleben zu können, ohne selbst einen Schritt vor die Tür zu setzen.

Nachwort von von Reinhard Mohr zu Berlin - Moskau. SPIEGEL-Edition Band 4 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zu Fuß ins Herz der Finsternis, 14. August 2005
Von ludwigwitzani (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Drei Vorzüge besitzt das vorliegende Buch, und jeder einzelne wäre schon Grund genug, das Werk zu kaufen. Zunächst handelt es sich um klassische Reiseliteratur - um die Beschreibung einer Reise zu Fuß von Berlin nach Moskau auf dem allereinfachsten Niveau mitsamt den abenteuerlichen Unwägbarkeiten und Verwicklungen, die mit einer solchen Tour verbunden sind. Sodann bietet das Buch das Portrait einer ganz speziellen Kulturlandschaft, die sich nur auf dem Hintergrund der europäischen Geschichte erschließt: die Region entlang der Routen der Napoleonischen und der nationalsozialistischen Armeen gen Osten und der Roten Armee in der umgekehrten Richtung nach Westen. Der dritte und möglicherweise herausragende Vorzug des Buches besteht in seiner prägnanten und zugleich poetischen Sprache, die jedes einzelne Kapitel zu einem literarischen Genuss macht.
Die Reise beginnt an einem heißen Sommerabend in Berlin und führt den Autor zunächst durch den skurrilen Osten Deutschlands nach Polen - mitten hinein in die geschichtlichen Erinnerungen an Adelsgeschlechter, Vereinigungsverlierer und preußische Ruinen. Bis an die Grenze Weisrusslands geleitet ihn ein Staffettendienst gutwilliger Lehrerinnen, dann aber betritt er das schrille Reich des Lukascheniko, einen kafkaesken Zombiestaat, in dem es bizarre Gestalten zu treffen und unglaubliche Geschichten zu erinnern gibt. Ein assyrischer Yogi aus Sibirien, die Liebe eines SS Offiziers zu einer Jüdin im KZ, das Leben im Umkreis von Tschernobyl, die totalitäre Atmosphäre der weißrussischen Hauptstadt Minsk - diese und andere Passagen werden inmitten solch haarsträubender Alltagserlebnisse und Übernachtungsabenteuern eingestreut und entfaltet, dass dem Pauschaltouristen in seinem warmen Sessel das kalte Grausen überkommen mag. Der Sommer brennt auf den Wanderer hernieder, ein kurzer Herbst mit scharfen Regengüssen bricht über ihn herein, dann ist der Winter da, früh und scharf wie im September 1941, als die deutschen Armeen kurz vor Moskau stecken blieben. Auch im September 2001 ist es bitter kalt in Russland, als der Autor die Schaschlikbuden der Autobahn entlang immer weiter gen Osten wandert. Auf einmal ist dann Moskau erreicht, der Endpunkt der Reise, der jedoch kein Zielpunkt ist, ein plötzlich fremd wirkender urbaner Moloch, der unversehens wieder die Sehnsucht nach den osteuropäischen Weiten, seinen Menschen und seinen Geschichten aufkommen lässt. Ein wunderbares Buch, für alle die den Grossen Osten lieben.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Am Weg nach Moskau standen einige Engel, 19. Oktober 2005
Von Franz Waditzer "waditzer" (St.Veit an der Glan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ein gut situierter Journalist nimmt sich 3 Monate frei, weil er von Berlin nach Moskau wandern will. Im Sommer 2001 bricht er mit nagelneuer Ausstattung vom Outdoorladen auf. Wolfgang Büscher schleppt zwar kein Zelt mit, aber seine Schlafgelegenheiten sind dann und wann mehr als abenteuerlich.

Es durchmisst im Westen relativ unbekannte Landstriche. Ganz stark wirkt hier die Geschichte nach: Wo die Gegenwart nicht greift, schwelgt man in Erinnerungen: Und dabei geht es nicht nur um die Zeit des zweiten Weltkrieges, es geht auch um die wirren der zwanziger Jahre, um den kalten Krieg nach 1945 und um Tschernobyl.

Wolfgang Büscher betritt mutig Neuland, und er hat Geschichten zu erzählen, die farbig und lebendig daherkommen und noch dazu fabelhaft geschrieben sind. Ein prächtiges Buch.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Aus einem interessanten Blickwinkel..., 16. Januar 2005
In dem Buch "Berlin-Moskau - Eine Reise zu Fuß" begleitet der Leser den Journalisten Wolfgang Büscher auf seiner dreimonatigen Fußwanderung von Berlin nach Moskau im Jahre 2001.
Wie es ihm dabei ergeht, mit welchen Schwierigkeiten und Vorurteilen er zu kämpfen hat, aber auch welche Kuriositäten er erlebt und was für Menschen er unterwegs trifft, all das schildert Wolfgang Büscher lebhaft in seinem authentischen Reisebericht.

Büscher schreibt in seinem Reisebericht schon nach wenigen Tagen des Wanderns: "Es gab Abende, an denen die Absurdität meines Tuns mir so zusetzte, dass ich nahe daran war, zum Bahnhof zu gehen und mir eine Fahrkarte nach Berlin zu kaufen."
Zu verfolgen, wie er es schafft solche und andere Krisen zu überwinden, bleibt bis zur letzten Seite des Berichts spannend, auch wenn sich tatsächlich nur schwer der eigentliche Sinn seiner Reise ergründen lässt.

Das Buch erzählt aus einem interessanten Blickwinkel heraus und erlaubt dem Leser, einiges über die Länder, die Büscher durchquert, und ihre Bewohner zu erfahren.
Wolfgang Büschers seltsame Begegnungen sowohl in Polen als auch in Weißrussland und Russland, die Beschreibung der Dörfer und ihrer Bewohner, die mitunter beinahe zukunfts- und perspektivenlos ihr Dasein fristen sowie die vielen spannenden, zum Teil beeindruckenden aber auch traurigen Geschichten machen dieses außergewöhnliche Buch so lesenswert.

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5.0 von 5 Sternen Einzigartig und Lesenswert!
Ein detaillierter, teils abstrakter Reisebericht, den man nicht mal eben so durchliest.
Dafür ist er mit seinen vielen kleinen Details auch viel zu schade. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von F. Genrich veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Viel erwartet, sehr enttäuscht
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5.0 von 5 Sternen ... wandern ganz ungewöhnlich
Ein sehr beeindruckendes Buch.

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3.0 von 5 Sternen Berlin  Moskau, eine Reise zu Fuß ins Besondere einer anderen Normalität
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Es gibt Extremsportarten, denen unterziehen sich Sportler nur, weil sie das Scheitern herausfordern wollen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. August 2007 von Polar

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Während der Lektüre dieses Buches habe ich versucht, ein Bild von Wolfgang Büscher zu finden. Ich habe mich gefragt, wie jemand aussieht, der solch einen Dreimonats-Marathon... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. August 2007 von sonnenblumensammler

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Ein Reisebericht, der mich amüsiert, bezaubert, traurig und nachdenklich gestimmt hat. Literatur, der anspruchsvollen Art, bei der man eine Seite auch gern ein zweites Mal liest... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Mai 2007 von Charlotte Schwarz

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