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4.0 von 5 Sternen
Biographisch, individuell, witzig und dramatisch..., 21. September 2005
Nach Rocko Schamoni's Buch "Risiko des Ruhms", folgt mit "Dorfpunks" nun eine Reise zurück in seine Kindheit, Jugend und den wahnwitzig-grotesken Erlebnissen auf dem Weg des "erwachsen werden's" (in diesem Falle "beendet" mit der erfolgreichen Abschließung seiner Lehrzeit).Angefangen von ganz frühen Erinnerungen, als er mit seiner Familie in das kleine Dorf Schmalenstedt (in Schleswig-Holstein) zog, und sich erstmals bei der dortigen Dorfjugend mit etlichen Mutproben behaupten musste, um überhaupt akzeptiert und respektiert zu werden. Gefolgt von den Jahren, als der Hard-Rock und Heavy Metall (vor allem die Kultband AC/DC) das höchste der Gefühle war und man unbedingt genauso "hart und cool" sein wollte, wie die ganzen "Lederklamottenträger". Allzu lange hielt diese Lebensdoptrine allerdings nicht an, denn dann kam Anfang der 80er Jahre auch der "Punk" nach Schmalenstedt... und Rocko war einer der ersten von ihnen (auch wenn er zu anfangs nichts wusste WAS "Punk" nun eigentlich sein sollte bzw. wofür er nun eigentlich stehen mag *gg*). Ab hier beginnt der bisher wohl längste und aufregendste Abschnitt in Rocko's Leben... schliesslich wollte man ein "richtiger" Punk sein und dies heisst vor für ihn (und seine doch immer grösser werdende Truppe und Freunden von Punks): "Anit-sein, Saufen, viel und laute Musik, Schmutz & Dreck, Feiern und "Null-Bock auf alles erwachsene und spießige" Das so ein Leben nicht immer ganz einfach ist, das zeigen die vielen allgemeinen und täglichen Probleme, mit denen zu Kämpfen war, wie z.B. Auseinandersetzungen und Prügeleien mit Nazis und Skins, Probleme in der Schule und den Eltern (bzw. mit Vorgesetzten allgemein), Fehleinschätzungen von den Wirkungen des Alkohols und der anderen Drogen (wie z.B. LSD)... und letztendlich auch die Lehrzeit (in diesem Falle als Töpfer), welche ihn innerlich m.u. am meisten zu schaffen machte und in den geschriebenen Zeilen diese ganze "innere Zerrissenheit" sehr authentisch und nachvollziehbar rüber kommt, welche zumeist zwischen "Agonie, Frust, Wut und Hilflosigkeit (Verschiebung der persönlichen Ideale und (Wert-)Vorstellungen)" schwankte. Natürlich darf auch die Liebe (und deren Enttäuschungen) in diesem 200 seitigen Buch nicht fehlen... Sie ist schliesslich etwas, das jedem von uns begegnet und vor allem in der frühen Jugend (und bekanntlich nicht nur da! *gg*) zu so machen "Turbulenzen" führen kann (wie u.a. auch hier nachzulesen ist). ;) Auch wird zu Ende hin, immer deutlicher welchen weiteren Weg Rocko später einmal einschlagen und gehen würde... denn die "Musik", zieht sich wie ein feiner, roter Faden durch das gesamte Buch und lässt einen bei so machen, frühen Liedtexten doch ein sehr breites Grinsen im Gesicht entstehen. :) Fazit: Obwohl es m.u. doch hier und da mal kleinere "Durchhänger" in den einzelnen Erzählungen gibt (insgesamt ist das Buch bei 200 Seiten in 48 "Unterrubriken" aufgeteilt), kann das Buch "Dorfpunks" wirklich als sehr gelungen bezeichnet werden, das wahrlich nicht nur Fans von Rocko Schamoni fesseln und begeistern wird!
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