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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr Empfehlenswert!, 26. Dezember 2002
„Die Erfindung der Einsamkeit" besteht aus zwei Erzählungen:Das „Porträt eines Unsichtbaren" ist eine autobiographische Erzählung Austers und gleichzeitig eine brilliante Kostprobe seiner literarischen Qualitäten. Der plötzliche und unerwartete Tod seines Vaters ist Anlass für Auster, diesen Menschen, der in vielerlei Hinsicht unnahbar, mysteriös und daher „unsichtbar" schien, in einer Erzählung zu porträtieren. Die Story ist fragmentiert in kleine Absätze, die oft nur mit einem Stichwort, mit dem auslösenden Gedanken beginnen. Durch diese Erzähltechnik gelingt es Auster in faszinierender Form, den Leser in den Gedankenfluss einzubinden, der vulkanartig mit plötzlichen und heftigen Ausbrüchen verläuft. Der zähe Kampf mit widersprüchlichen Gedanken, die Wucht der Gegensätze, die sich in einem Menschen - hier im Vater - vereinen können, machen die Faszination dieser Geschichte aus. Ganz Auster-typisch hat das „Porträt eines Unsichtbaren" die typischen Wendungen und Umwege, die Paul Austers Literatur so vielschichtig und spannend machen. Es bleibt natürlich nicht bei einem schlichten Porträt, sondern die Geschichte avanciert zu einem komplexen Mikrokosmos - unglaubliche, aber doch wahre Begebenheiten eingeschlossen. Die zweite Erzählung „Buch der Erinnerung" ist eher Auster-Kennern zu empfehlen, die sich mit der Biographie und Bibliographie des Autors besser auskennen. Dennoch: Alleine für das Porträt eines Unsichtbaren lohnt sich die Lektüre. Sehr empfehlenswert.
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