Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was wäre wenn?, 19. August 2003
Pierre, Anführer einer revolutionären Gruppe, wird von einem Verräter erschossen. Eve wird von ihrem Ehemann, einem Funktionär der Militärdiktatur, vergiftet. Im Jenseits können sie sich frei an denselbsen Orten bewegen, an denen ihr Leben stattfand, nur werden sie von den Lebenden nicht wahrgenommen. Die Beiden lernen sich kennen, und es beginnt eine Liebesgeschichte. Es stellt sich heraus, daß Pierre und Eve füreinander bestimmt waren, jedoch im Leben nicht zueinander fanden. Sie bekommen eine zweite Chance und dürfen für 24 Stunden in das Reich der Lebenden zurückkehren. Wenn sie es schaffen, sich innerhalb dieser kurzen Zeit "in vollem Vertrauen und mit aller Kraft" zu lieben, so bekommen sie ihr Leben zurück.Doch durch ihren Tod haben Pierre und Eve Informationen erlangt: Pierre über den Verrat an seiner revolutionären Gruppe, Eve über die Absichten ihres Mannes, der es als nächstes auf ihre Schwester abgesehen hat. Verständlicherweise möchten sie ihre Freunde bzw. Schwester warnen. Man glaubt ihnen jedoch nicht. Die Stunden verstreichen, und Pierre und Eve benötigen doch die Zeit, um sich lieben zu lernen... Sie müssen sich entscheiden: für sich selbst und ihre Liebe, oder für die Menschen, für die sie sich verantwortlich fühlen. Sartre schrieb "Das Spiel ist aus" 1943 als Filmdrehbuch. Das Buch ist toll geschrieben und sehr kurzweilig, schnell zu lesen. Und die Frage: "Was wäre, wenn ich mein Leben noch einmal anfangen könnte? Würde ich die gleichen Fehler noch einmal machen?" hat sich wohl jeder schon einmal gestellt, oder? ;-) Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Philosophie zum Einstieg, 9. September 1999
Von Ein Kunde
"Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre ist ein Drehbuch für einen Fernsehfilm; aber es ist nicht bis ins letzte Extrem darauf angelegt als solches gelesen oder benutzt zu werden, es ist also auch als normale Lektüre durchaus mit Vergnügen lesbar. Obwohl ein Drehbuch sich natürlich mitsicht- und hörbaren Vorgängen beschäftigt (und beschäftigen muß), ist "Das Spiel ist aus" ein Text, der zumindest eine ganze Menge philosophischer Hintergründe hat. Das Hauptthema der Geschichte ist die Macht der Liebe und die Möglichkeit von Menschen, Vertrauen zueinander zu haben. Sartre geht es darum, wie solche Begriffe wie Liebe und Vertrauen von den äußeren Umständen abhängig sind; dabei kommt er letzten Endes zu einem eher pessimistischen Urteil. Diese philosophischen Fragen werden aber nicht, wie man das sonst eher gewohnt sein mag, auf trockene und abstrakte Art behandelt, sondern im Rahmen einer interessanten und unterhaltsamen Gechichte quasi im Hintergrund präsentiert; es handelt sich dabei im Prinzip um eine zusätzliche, wenn auch wichtige, Ebene der eigentlichen Handlung. Und wer esbei Begriffen wie "Sartre" oder "Philosophie" mit der Angst zu tun bekommt, er könne das mit Sicherheit nicht verstehen oder zumindest nicht mit Vergnügen lesen, der irrt hier, denn es handelt sich nun mal wirklich um ein Drehbuch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Warum dieses Buch hilfreich sein kann, 24. November 2005
Von Ein Kunde
Es sind schon viele sozialkritische und philosophische Kommentare abgegeben worden. Der einzige fast gleiche Nenner ist doch das es sich um Liebe handelt, ob man sie versteht und festhalten kann. Vielleicht sollte man dieses Buch einfach aus einem anderen Blickwinkel sehen. Liebe ist ein 'Bauchgefühl' und man sollte dieses Buch nicht unbedingt sezieren wie eine Leiche mit ungeklärter Todesursache sondern einfach sich in diese Geschichte hineinfühlen, dann kann dieses Buch einem das Leben oder besser den Umgang mit dem Tod erleichtern, wenn man nicht religionsgläubig ist. Der Gedanke, daß die Verstorbenen unter uns wandeln, daß sie sich noch vergnügen können, er hat mich bei jedem Verlust getröstet. Es ist mein Lieblingsbuch seit nunmehr 30 Jahren. Sartre war nicht nur Philosoph und Nihilist, er war auch Genießer und Mensch und man sollte nicht nur interpretieren sondern auch einmal eine andere Sichtweise wagen. Sicherlich wollte Sartre hier auch sozialkritisch sein, aber es war meiner Meinung nach nicht seine einzige Intention.
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