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Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten
 
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Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten (Gebundene Ausgabe)

von Daniel Kehlmann (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 203 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Verlag GmbH; Auflage: 4 (16. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498035436
  • ISBN-13: 978-3498035433
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (103 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.211 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ruhm heißt der neue Roman des Erfolgsschriftstellers Daniel Kehlmann. Damit niemand glaubt, dass er nun größenwahnsinnig geworden ist, hat er in einem Interview vor der Veröffentlichung betont, dass der Titel ironisch gemeint sei. Geistreicher Witz und subtile Ironie - diese beiden Stärken spielt Kehlmann in der Tat auch in seinem neuen Roman aus. Eine seiner Figuren ist Leo Richter, ein brillanter, geistreicher Bestseller-Autor. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um ein Alter Ego Kehlmanns handelt. Genährt wird er dadurch, dass Richter im Roman Ruhm über eben dieses Werk reflektiert. Und er schafft Figuren, die dort auftreten - ein vielschichtiges und spannendes Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion, das auf weiteren Ebenen fortgeführt wird. Kehlmann schildert Richter auch in ironischer Brechung: Auf Reisen beispielsweise mutiert Leo, der Löwe, unter Flugangst leidend, zu einem ängstlich wimmernden Kätzchen.

Aus neun Kurzgeschichten besteht der Roman. Jede kann, mit Ausnahme der letzten, für sich gelesen werden. Einzelne Figuren oder Fäden der einen Geschichte werden in der nächsten oder einer späteren Geschichte weitergesponnen und zu einem Roman verwoben. Ruhm ist voller intertextueller Bezüge und Querverweise. So zitiert Kehlmann paraphrasierend aus Goethes Faust. Aber man muss nicht alles erkennen, um dem Roman folgen und ihn mit Genuss lesen zu können.

Ruhm ist ein Literatur gewordener Episodenfilm, spannungsreich und mitreißend geschrieben. Pointiert und treffsicher sind die Schilderungen: Ein Satz oder eine Geste reichen bei Kehlmann aus, um Bilder entstehen und Situationen klar werden zu lassen. Den begeisterten Lesern von Die Vermessung der Welt und Ich und Kaminski wird auch Ruhm gefallen. -- Elisabeth Müller "



kulturnews.de

Nach seinem Weltbestseller "Die Vermessung der Welt" wurde Daniel Kehlmann vom deutschen Feuilleton zum Genie erklärt. Doch Genies werden hierzulande nur herbeigeredet, um sie bei nächstbester Gelegenheit opulent hinzurichten. Ist "Ruhm" also wirklich nur die Geburt einer Ideenlosigkeit? Neun kurze Geschichten setzen sich nach und nach zu einem Roman zusammen: Ein Mann spielt Schicksal, nachdem er auf seinem Handy Anrufe erhält, die einem anderen gelten. Eine Romanfigur wird von ihrem Autor in den Tod geschickt. Ein bekannter Schauspieler flüchtet in die Rolle seines eigenen Doppelgängers. Vielleicht ist Kehlmanns Botschaft etwas abgedroschen: Dank Internet und Mobiltelefon erfinden und verlieren wir uns gleichzeitig in unendlich vielen Parallelwelten, ohne dass wir dabei die Summe dieser Welten noch fassen können. Doch sein intelligentes Puzzlespiel macht bei der Spannung keine Abstriche. Und selbst wenn Klischeefiguren wie der fettleibige Internetjunkie Mollwitz eines Genies unwürdig sind: Ein Exekutionskommando rechtfertigen sie noch lange nicht. (cs)

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109 von 153 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die neueste Kehlmann-Komposition, 16. Januar 2009
Da dieses Buch das erste nach seinem Megabestseller 'Die Vermessung der Welt' ist, werden alle diejenigen, denen nur der ohne Zweifel großartige Roman über die zwei Gelehrten Humboldt und Gauß bekannt ist, 'Ruhm' an seinem Vorgänger messen und viele werden an diesem Vergleich scheitern.
Denn 'Ruhm' (ein sehr ironischer Titel) ist ganz anders. 'Ruhm' ist ein Episodenfilm in Romanform, wie Kehlmann es selber beschreibt, vergleichbar mit einem Inarritu-Film (Babel, Amores Perros). Natürlich geht es die Möglichkeiten der literarischen Form nutzend darüber hinaus, aber das Prinzip stimmt.
So kauft sich gleich in der ersten Geschichte der Held ein Mobiltelefon und bekommt eine schon vergebene Nummer zugewiesen. Er nimmt Anrufe an, die nicht ihm gelten und nach anfänglichem Zögern beginnt er Gefallen an dieser anderen Identität zu finden, die ihm das Handy ermöglicht. Einige Geschichten später wird der Faden auf der anderen Seite gesponnen: Ein durch kleine Hinweise in vorherigen Episoden schon bekannter Protagonist erhält auf einmal keine Anrufe mehr und seine eigene Identität entgleitet ihm zusehends. Es wird von berühmten Schriftstellern gesprochen, die dann selber Hauptdarsteller einer eigenen Geschichte sind, Personen werden aus verschiedenen Perspektiven gezeichnet, und das alles so unaufdringlich und subtil, dass man am Ende des Buches das Gefühl hat, einer Spinne dabei zugesehen zu haben, ihr kunstvolles Netz zu weben. Und dann will man eigentlich wieder von vorne anfangen, um winzige Fäden zu erkennen, die man beim ersten Lesen nicht bemerkt hat und vielleicht auch nicht bemerken konnte.
An diesem Punkt werden sich die Meinungen in 'gut durchdacht' und 'zu gewollt' scheiden, denn man hat es hier mit einem offensichtlich konstruierten Buch zu tun, ein Buch, in dem Wendungen sich unter dem Gewicht des Bauwerks 'Ruhm' biegen. An dieser dennoch filigranen, präzisen Arbeit werden sich wohl vorrangig Leser des gesamtkehlmannschen Oeuvres erfreuen, denn was er vorher über die Fülle eines Romans ausgebreitet hat, verdichtet er hier in wenigen Seiten: Das Verschwimmen von Realität und Vorstellung, in 'Mahlers Zeit' oder 'Beerholms Vorstellung' schon thematisiert, geschieht innerhalb einer Geschichte. Es wäre müßig, alle Verwebungen und Möglichkeiten des Buches aufzuführen, ich bin mir ziemlich sicher, selbst nicht annähernd alle erfasst zu haben. Als verbindendes Element aller Geschichten, neben der Frage der eigenen Identität und dem Wunsch, sie verändern zu können, 'auf die andere Seite des Spiegels zu wechseln', ist noch das schon eingangs erwähnte Mobiltelefon aufzuführen. Aber die Welt von 'Ruhm' sollte jeder Leser selber betreten und erfahren.
Unaufmerksames und passives Lesen übrigens, welches bei der 'Vermessung der Welt' noch weitgehend möglich war, dürfte einigen, die mit anderen Werken Kehlmanns nicht vertraut sind, den Zugang zu 'Ruhm' verweigern. Außerdem mag es vielen zu konstruiert erscheinen und der rechte Sinn, eine präzise Aussage fehlen. Aber wenn man sich darauf einlassen kann, dass man hier einem Künstler, und genau das ist der Autor, beim Komponieren zusieht und sich an seinen beeindruckenden spielerischen Fähigkeiten erfreuen kann, dann führt an 'Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten' kein noch so großer Umweg vorbei.
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24 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spot an, 21. April 2009
Ein umstrittenes Buch, wie schön! Endlich einmal sind sich nicht alle einig. Man muss ja nicht gleich ausfällig werden, wie manche der Rezensenten. Ich kann sehr gut verstehen, dass viele, denen Kehlmanns letzter Erfolg gefallen hat, sich nun mit der Lektüre des neuen Romans nicht wohlfühlen mögen. Hier wird nichts gemütlich ausgebreitet, nichts behaglich vorerzählt. "Ruhm" ist schnell und schlaglichtartig. "Ruhm" ist anders. Man mag über das Etikett "Roman" streiten, aber das ist nebensächlich. Was einzig zählt, ist die enorme Kunstfertigkeit dieser Miniaturen, mit denen der Autor es schafft, einen Querschnitt durch die Gesellschaft zu legen. Zugegeben, der Focus liegt auf den kreativen Berufen, aber auch die Wirtschaftsmenschen und die Computerjunkies kommen dran. Und immer passt die Sprache, nie gibt es auch nur ein Wort zuviel. Selten habe ich einen Text mit so hohem Genuss gelesen. "Die Vermesssung der Welt" hat mich dagegen gelangweilt. Bildungslektüre, aber wenig poetisch, ein bisschen altbacken, für meinen Begriff. Doch vielen hat gerade das gefallen und jetzt sind sie enttäuscht. Ich bin dagegen aüßerst beeindruckt von einem Autor, der sich nicht festlegen lässt und es geschafft hat, nach einem rückwärts gewandten Buch den Finger wieder an den Puls der Zeit zu legen. Respekt!
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26 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Wenig Substantielles, 14. Juni 2009
Man legt das Buch aus der Hand und fragt sich,was man da eigentlich gelesen hat. Einen Roman? Oder doch nur ein paar Kurzgeschichten, deren einzige Klammer die wiederkehrenden Motive sind? So recht wird man nicht schlau daraus und es bleibt eine gewisse Leere. Natürlich ist das Buch sehr gut geschrieben, stilistisch und handwerklich ist alles in Ordnung. Aber bei Kehlmann hat man manchmal das Gefühl, das es ihm gut tun würde, mal ins Erwerbsleben einzutreten. Als Automechaniker sich mal die Hände schmutzig zu machen oder auf dem Bau zu malochen. Von mir aus auch Anzugverkäufer bei H&M. Er schreibt nämlich manchmal so, als ob er nicht von dieser Welt wäre und von oben aus seinem Elfenbeinturm herab auf das wuselnde Menschengewürm herabblicken würde. Durch das ganze Buch zieht sich eine gewisse Überheblichkeit vor den Problemen, die man so im Alltag hat und die er scheinbar nicht wirklich kennt. Es gibt auch Politiker, die direkt nach dem Studium in die Politik gehen. So ähnlich kommt mir Kehlmann vor: Zu belesen und zu intellektuell um wirklich interessant zu sein.
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3.0 von 5 Sternen Geschickt gemacht
Nicht leicht, nach der Vermessung der Welt ein nächstes Buch zu schreiben, man durfte gespannt sein. Ruhm gewinnt vor allem durch die Verbindung der einzelnen Episoden. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von Malte Oderer veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Die gute Prosa stirbt - Daniel Kehlmanns ,Ruhm
Irre intelligent, hochgebildet, wahnsinnig belesen - so beschreibt ein Freund
Kehlmanns den Schriftsteller, der mit seinem neuen Roman die Leser nach vier
Jahren des... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von Jack-in-the-green veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen einfach klasse
Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinlesen, dann konnte ich es aber nicht mehr weglegen. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Jule Sonnenschein veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Erstaunlich gut!
Nach einem Bestseller wie der "Vermessung der Welt" wartet das Publikum gespannt auf das nächste Werk des Autors. Lesen Sie weiter...
Vor 25 Tagen von Sebastian Knop veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen was bleibt...?
Während und kurz nach dem Lesen war ich echt begeistert! Doch heute, kaum 3 Monate danach, kann ich mich nur mehr an wenig erinnern. Kurzweilige Sommerlektüre? Lesen Sie weiter...
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Die Kurzgeschichten sind skurril und witzig, können fast alle für sich stehen, verweben sich letztlich jedoch zu einem gemeinsamen Kontext und zeigen, wie verzweifelt jeder in... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Alexandra Wolf veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Hervorragende Literatur zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Ich bin kein Kehlmann-Fan - oder jetzt vielleicht doch? Die Vermessung der Welt" fand ich gut, vor allem sehr unterhaltsam, auf keinen Fall mehr. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Lesen und lesen lassen veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Die Belohnung fürs Lesen kommt nur, wenn man sich nach der Lektüre Zeit zum Nachdenken nimmt!
Kehlmann schreibt auch hier wieder gut, aber ganz sicher nicht einfach!
Die einzelnen Geschichten in RUHM sind wirklich interessant und man wünscht sich bei manchen, dass... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Ela Flury veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen das schlechteste was ich je gelesen hab...
Ich fand das Buch schrecklich, ich hab mich irgendwie durchgequelt, ich habs noch nicht mal bis zum Ende gelesen, ich hab das Buch einfach i-wann genommen und in die nächst beste... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von L. fäseke veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Ganz ehrlich...
... wäre ich nicht so begeistert von "Die Vermessung der Welt" gewesen, hätte ich diesem Buch nicht einmal die drei Punkte gegeben.
Was für eine Enttäuschung! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Gerda veröffentlicht

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