Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Themenverfehlung bzw. Irreführung durch den Titel, 26. März 2007
Das Buch wurde in 1999 im Umlauf gebracht und trotzdem bin ich nach 8 Jahren (März 2007) der Erste, der hier über das Buch schreiben darf. Warum das so ist kann ich mir gut vorstellen. Es liegt bestimmt nicht an einem Desinteresse an der Tschechischen Republik und wahrscheinlich auch nicht an der Piper-Serie Gebrauchsanweisung für ......
Die anderen Gebrauchsanweisungen, die ich gelesen habe, unterscheiden sich von diesem Buch gewaltig und sind meistens empfehlungswert.
Hier also meine Kritik zu diesem Buch:
Inhaltlich:
Die Kurzbeschreibung verspricht Witz, Ironie, Sarkasmus und eine Aufräumung der Vorurteile. Keines von oben angeführten habe ich wirklich entdecken können. Stattdessen wurden Vorurteile nur aufgezählt und mit diesem Buch sind sehr wahrscheinlich neue entstanden.
Herr Grusa nutzt dieses Buch als ein Racheinstrument, der ihm ermöglicht seine Vergangenheit zu verarbeiten. Er missbraucht dieses Buch als quasi seine Memoiren, an denen Keiner wirklich interessiert ist. So erfährt der Leser, dass der arme Herr Grusa in der kommunistischen Tschechoslowakei ein Berufsverbot als Schriftsteller bekam. Wer sich die Zeit und Mühe nimmt, und dieses Buch zu Ende liest, versteht auch warum. Weiters wurde Herr Grusa ins Gefängnis gesetzt und dann irgendwann auch ausgebürgert. Die Rache erfolgt in diesem Buch in der Form von einer Kritik an alles was tschechisch ist, oder was den Tschechen heilig ist. Die bekannten tschechischen Politiker und Literaten, wie Benes, Kafka, oder Capek, werden hier durch den Kakao gezogen ohne jeglichen Respekt. Und dieser Mensch ist unsere Kulturminister geworden!!!
Auch über die Sprache und die Küche wird gelästert. Als tschechischer Botschafter in Bonn und Wien, kritisiert hier Herr Grusa natürlich auch die Deutschen und die Österreicher. Da bin ich aber beruhigt, denn dieser Mensch mag offensichtlich niemanden.
In diesem Buch erfahren sie Nichts, was sie dazu bewegen sollte nach Tschechien zu fahren. Man erfährt auch nichts über das neue Tschechien. Stattdessen nur Geschichte, die man woanders lieber lesen sollte.
Schreibstil:
Um dieses Buch zu verstehen, soll der Leser: Deutsch und Altdeutsch sowie Tschechisch sprechen und schreiben können und zumindest das kleine Latein intus haben. Ein Geschichtestudium ist grundsätzlich keine Voraussetzung aber wenn man alles nachvollziehen will, vom Vorteil. Störend und absolutes "no-go" ist das von Herrn Grusa erfundene Deutschtschechisch bzw. Tschechischdeutsch. Was bei einer Veranglisierung funktioniert, kann man nicht mit jeder beliebigen Sprache tun Herr Grusa!!!
Der eigentliche Schreibstil ist eher chaotisch, verwirrt selbstverliebt mit einer Portion Arroganz obendrein. Obwohl der Autor mit einem gewaltigen Wortschatz prallt, kann er die Fehler in der Grammatik und Rechtschreibung nicht kompensieren!
Unterm Strich zusammengezählt erfährt man gar nichts über den Alltag oder Sitten der Tschechen. Bei mir landet das Buch in der Kategorie Fehlkauf mit der Bemerkung: "Themenverfehlung"!!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Katastrophe!, 1. Februar 2008
Dieses Buch ist eines der wenigen, die ich nicht fertig gelesen habe. Auch warum es für Anfänger geeignet sein soll, ist mir schleierhaft. Ich war schon mehrmals in Prag und hab mich sehr auf die Lektüre gefreut. Umso mehr war ich genervt von der selbstverliebten Fabuliererei und den zunehmend unverständlichen Bonmots des Autors. Schade, dass ausgerechnet in dieser flotten, humorvollen Serie so ein Blindgänger versteckt sein muss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gebrauchsanweisung Prag für Tschechien und die Goldene Stadt., 3. April 2008
Wenn Deutsche reisen, machen sie gerne Städtereisen. Eine der beliebtesten ist die nach Prag. Und dann laufen sie diesem wie ein Zeigefinger erhobenen Schirm hinterher, hören zu, mal halb, mal ganz Ohr und bekommen manches mit und vieles auch nicht.
Die Gebrauchsanweisung für Tschechien und Prag von Jiri Grusa ist eine geschichtliche und mit Anekdoten gespickte Einführung für Tschechien und Prag für Naive und Unbefleckte, vielleicht für solche, die bisher nur wissen, dass Prag kulturell und von Kunst wegen eine sehr sehenswerte Stadt ist.
Ich fand diesen Reiseführer für Tschechien und Prag sehr informativ, wenn ich auch Grusas Diktion manchmal sehr langatmig, wenn nicht langweilig fand. Ich hätte mir dann gewünscht, wenn sein Erzähl- und Beschreibungsstil mehr tschechisches Feuer besessen hätte. Aber gut, vielleicht sollte man dieses Buch einfach dazu verwenden, um die erste Orientierung in einem großen Überblick zu finden. Und dazu taugt es allemal für all diese gern reisenden deutschsprachigen Piefkes.
Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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