Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein fantastisches aberwitziges Buch für alle Sprachliebhaber, 23. Februar 2006
Inhaltlich gibt es über dieses Buch nicht allzu viel zu sagen. Die Geschichte wurde ja bereits oben grob umrissen und mehr passiert eigentlich auch nicht – zumindest vordergründig! Der wahre Wert dieses Buches liegt in den zahllosen Wort- und Buchstabenspielereien, den Wortneuschöpfungen, Wortverdrehungen usw. Das gefällt natürlich nur denjenigen, die sich auch für Sprache und Wörter interessieren. Die anderen, werden wenig Freude an dem Buch haben, denn wie gesagt inhaltlich ist nicht viel geboten.Nichtsdestotrotz ist diese aberwitzige Geschichte ja so abenteuerlich absurd, dass man während des Lesens aus dem Schmunzeln gar nicht mehr rauskommt. Und wie gesagt, wer Wörter und Sprache mag wird seine helle Freude an den ganzen Ungereimtheiten (im wahrsten Sinne des Wortes) haben, mir jedenfalls hat das Lesen irre (auch im wahrsten Sinne des Wortes) viel Spass gemacht, ein wirklich tolles Buch!! Eine besondere Erwähnung sollte hier der Übersetzer finden, denn diesen ganzen Wortsalat mit allen Wortspielen usw. aus dem Englischen ins Deutsche zu übertragen (ohne dass der ganze Witz verloren geht!!), das ist eine bemerkenswerte Leistung!!! Das die ganze Geschichte in Form von Briefen und kleinen Notizen („Briefroman“) geschrieben ist, erfordert zu Beginn etwas Eingewöhnung, aber man gewöhnt sich schnell daran und dann ist das Buch wirklich gut und flott zu lesen. Die auf dem Klappentext angedeutete Kritik an totalitären Systemen und Sprachpolitik wird in dem Buch jedoch nur kurz angerissen, wirklich tiefgründige Überlegungen oder Auseinandersetzungen finden nicht statt, das muss der Leser im Anschluss an die Lektüre selbst erledigen. Was ich persönlich nicht so schlimm fand, denn das hätte den Rahmen des „Briefromans“ gesprengt und das Buch macht einfach so irrsinnig Spass, so wie es ist! FAZIT: Ein tolles, aberwitziges Buch für alle, die Wörter, Wortspiele und einfach Spielereien mit der Sprache mögen. Allen anderen würde ich jedoch zur Vorsicht raten.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vom Verlieren der Worte, 1. Oktober 2006
Unglaublich was einem der Zufall so manchmal in die Hände spielt. Da stöber ich gerade im Regal der Neuerscheinungen als ich dieses Kleinod entdecke. Zugegebenemaßen wusste ich damals noch nicht, dass es ein Kleinod ist, aber ich hatte da so ein Gefühl. Und bereits nach den ersten Seiten entdecke ich, dass ich mich nicht getäuscht habe.
Denn wie ein seltenes Edelsteinchen ragt dieses kleine Meisterwerk von Mark Dunn aus der Masse der Neuerscheinungen der letzten Monate heraus. Anders als der Rest seiner Mitbücher erzählt dieses Werk eine, auf seine eigene Art, witzige, interessante und auch zu Herzen gehende Geschichte.
Im Gegensatz zu anderen Romanen ist Nollops Vermächtnis als Briefroman angelegt und genau da liegt der ganze Reiz des Buches. Die Geschichte beginnt auf einer friedlichen Insel vor der Ostküste der USA, genauer gesagt, dem Eiland Nollop, deren Einwohner ihrem Gründervater Nollop huldigen, der sie mit einem seltenen Geschenk ausgestattet hat, einem Pangramm, welches zudem im Fuß seines Denkmals eingelegt ist. Dass jedoch leider zuletzt etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde, jedoch ohne äußeren Einfluss. Nach langen Jahren ist ein Buchstabe vom Denkmal gefallen, die achso treuen und wortverliebten Nollopianer sehen darin ein Zeichen. Ein Zeichen Nollops. Er verwünscht diesen Buchstaben, das "Z", und so beschließt der Inselrat die Tillgung des Z's aus den Annalen des Inselgeschichte. Doch das Z bleibt nicht der einzige zu Boden gefallene Buchstabe. Mit der Zeit mehren sich die "Abstürze" und aus den wortgewandten Einwohnern Nollops werden verbale Krüppel, Unruhe macht sich breit. Nollop scheint kurz vor dem Untergang.
Dunn versteht es diese eigentlich äußerst simple Geschichte geschickt zu verpacken, schön und einfühlsam zu erzählen. Durch die Briefform fließt viel Herzblut in die Handlung, die Autoren der Briefe legen jeder in ihrer ihnen eigenen Form die Umstände des aufkommenden Dramas dar, und mit der Zeit gewinnt man sie alle irgendwie lieb. Einzig das Ende ist leider zu vorhersehbar.
Trotz allem ein gutes Buch für Zwischendurch, eine gelungene Abwechslung zum literarischen Alltagstrott.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nette Sprachspielerei, 26. August 2004
Dieses Buch ist eine einzige nett-witzige Sprachspielerei. Mehr aber wohl auch nicht. Der Autor musste seine Energie wohl ganz in die sprachliche Seite dieses Buches investieren; abgesehen von der grundsätzlichen originellen Idee kommt die Geschichte für meinen Geschmack dabei ein bisschen zu kurz. Der Übersetzer verdient übrigens für seine hervorragende Leistung, das Ganze aus dem Englischen ins Deutsche zu übertragen, ein ausdrückliches Lob! Als Leser kann man sich an den witzigen und originellen Sprachspielereien, Wortneuschöpfungen und Umschreibungen erfreuen. Der Ernst der Lage kommt aber beim Lesen nicht unbedingt rüber. Es soll ja angeblich auch um Kritik an einem totalitaristischen System und Sprachpolitik gehen, aber das bleibt dem Leser eher fern und erstickt unter der Oberfläche des Sprachwitzes. Erst wenn man sich neben oder nach der Lektüre seine eigenen Gedanken macht, wird man sich erst wieder der großen Bedeutung von Sprache in unserem Leben bewusst. Doch auch das ist ja eher ein Gemeinplatz, der jetzt niemanden unbedingt in Erstaunen versetzen dürfte. Also, wer Spaß an ungewöhnlicher sprachlicher Gestaltung in einem Buch hat, ist hier richtig, aber bitte vom Inhalt nicht zu viel erwarten.
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