Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
doch Luxus und Glück korrelieren nicht, 11. Februar 2005
„Ich bin eine Luxusschlampe" - So beginnt Lolita Pille ihren Erstlingsroman. Hell, die Protagonistin dieses Buchs, von der die Geschichte größtenteils erzählt wird (ein Kapitel wird aus der Sicht ihres Freundes geschildert), schwimmt scheinbar im Luxus. Luxuriöse Kleidung von Gucci, Prada, Dolce & Gabbana und Dior trägt Hell, das Parfüm ist natürlich von Chanel. Doch in Wirklichkeit geht es ihr keineswegs so gut, wie man vermuten könnte. In verschiedensten Clubs nehmen immer wieder Affären ihren Anfang, Koks wird en masse konsumiert, das Verhältnis zu ihren Eltern ist denkbar schlecht und die Krönung erfolgt durch eine Abtreibung. Wahres Glück kann sich Hell jedoch bestenfalls ansatzweise vorstellen.Das Buch liest sich wie ein Hilferuf. Schockierend, faszinierend und melancholisch - vor allem, wenn man gut zwischen den Zeilen lesen kann. Es gibt einen etwas anderen Einblick in die Welt der Reichen und Schönen, als jenen, den uns das Fernsehen immer wieder übermittelt. Die Personen wirken weitestgehend authentisch; mich würde interessieren, ob und in welchem Ausmaß dieses Werk autobiographisch geschrieben ist. Das offene Ende regt zum Denken an ... welchen Weg wird Hell wohl einschlagen? Das Buch habe ich über Umwege entdeckt, als ich nach Rezensionen zu „Heul doch" (Melanie Arns) suchte und blieb dank des beeindruckenden Covers in meinem Gedächtnis hängen. Einziger Kritikpunkt am Buch: Einzelne Stellen hätte man kürzen sollen, insbesondere da sich in der Mitte immer wieder bereits Gesagtes wiederholt. Daher nur leider nur drei Sterne mit Tendenz nach oben ...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein gutes Buch, 13. Oktober 2004
Lolita Pilles Debutroman ist, alles in allem, durchaus gelungen. Das wohl beeindruckenste und auch wichtigste an diesem Buch ist weniger das Was, sondern das Wie der Erzählung. Kalt bis zum Letzten, distanziert und brutal schildert die Ich-Erzählerin ihr Leben und Leiden in einer von Dekadenz und perfektionierter Langeweile bestimmten Gesellschaft. Obwohl die geschilderten Ereignis durchaus tragisch sind, kommt nicht das Gefühl von Mitleid beim Leser auf. Trotzdem sind einem die Personen nicht gleichgültig, gewisse Identifikationsmomente entstehen. Aus der Distanz der Erzählerin zum Erzählten resultiert jedoch auch eine Distanz des Lesers, die darin mündet, dass die entsetzliche Leere des geschilderten Lebens aufs Genaueste nachempfunden wird. Obwohl die deutsche Überdetzung gut und gelungen ist, ist doch am Verlag insoweit Kritik zu üben, als es Titel und Titelbild betrifft. Diese nähren die Vermutung, es könnte sich um eine Teenie-Klamotte à la "Clueless" handeln. Wer das erwartet, wird enttäuscht und verärgert sein. Der Pieper-Verlag hätte sich die französische Originalausgabe (dort heißt das Buch schlicht und sinnig "Hell", wie die Protagonistin) zum Vorbild nehmen können. Fazit: Kein Meisterwerk, aber ein gutes Stück Literatur.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
schockierend ernshaft, 27. September 2004
ein unglaubliches buch, welches sich mit der problematik der jungen, reichen und schönen des neuen paris beschäftigt. vielleicht ist der buchtitel etwas irreführend, dennoch hat mich der inhalt gefesselt. die autorin schreibt ehrlich und unverblümt über das problem vieler reichen und ziellosen jugendlichen. diese rutschen durch ihren monotonen und anspruchslosen lebensstil in den drogen und alholdschungel des schönen oberflächlichen partylebens. sie haben keine träume und ziele mehr. sie verbringen ihre zeit damit sich mit drogen,sex und alkohol die zeit zu vertreiben sind sich auch teilweise sehr bewusst, wie aussichtslos diese lebensweise für ihr zukünftiges leben ist. die hauptfigur des buches stellt ihre probleme ganz klar dar und sagt, dass die ewige liebe und das glück nicht von dauer seien, oder sogar nicht existieren. ich kann mich größtenteils in sie reinversetzen. wer dieses leben kennt, wird das buch schockierend ehrlich finden.
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