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Das ewige Leben: Ein neuer Fall für Simon Brenner
 
 

Das ewige Leben: Ein neuer Fall für Simon Brenner (Taschenbuch)

von Wolf Haas (Autor)
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 10., Aufl. (Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349224095X
  • ISBN-13: 978-3492240956
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 663 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.at-Redaktion

Wenn ein altgedienter Schnüffler wie Simon Brenner in seine Heimatstadt zurückkehrt, kann das wohl nur bedeuten, erst mal in eigener Sache ermitteln zu müssen. Seine notorisch bedächtige Art hilft ihm allerdings vorerst wenig, als ihn in Graz die eigene Vergangenheit einholt -- so rasant, dass er gleich einmal in der Landesnervenklink Sigmund Freud aus dem Koma erwacht, nachdem ihm eine Kugel aus dem Kopf operiert werden musste. Ein Selbstmordversuch, heißt es, denn niemand glaubt Brenners Version, dass ihn der Grazer Kripochef höchstpersönlich umzubringen versucht.

Eine delikate Jugendsünde aus Polizeischulzeiten scheint ihre späten Konsequenzen nach sich zu ziehen, und wie fatal diese sind, müssen bald alle Beteiligten erfahren. Spielt der Hausmeister im Arnold-Schwarzenegger-Stadion eine Schlüsselrolle? Was haben die Hobbypolizisten der "Wehr-Initiative Grazer Sicherheit" damit zu tun? Wieso geht Brenner der Werbeslogan für eine lokale Biermarke nicht aus dem lädierten Kopf? Natürlich fließt noch reichlich Blut und viel Wasser die Mur hinunter, bis Brenner die richtigen Antworten parat hat.

Gnadenlos lässt Wolf Haas seinen Kult-Detektiv durch die ebenso skurrile wie spannende Story irren und spart dabei nicht mit satirischen Seitenhieben, treffenden Milieuschilderungen und erstaunlichen Lebensweisheiten. Die kunstfertig gestrickte Handlung ist so reich an Überraschungen und Cliffhangern, dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Ein anderer Grund dafür ist natürlich der -- wenn man sich auf ihn einlässt -- äußerst einnehmende Erzählstil, der als intimer Plauderton daherkommt und dabei einen betont burschikosen Sprachwitz entwickelt.

Regelrecht poetische Qualität wird dabei in ihren besten Momenten durch die ausgefeilte Nonchalance erreicht. Den mit dem Leser auf Du und Du stehenden Ich-Erzähler lässt Haas in einem selbstironischen Coup am Ende sogar selbst noch in Erscheinung treten und findet so einen würdigen Abschluss der kultigen Krimireihe. Mit dem Verstummen des fiktiven Erzählers endet der sechste und letzte Brenner-Roman, doch es bleibt zu hoffen und wohl auch zu erwarten, dass Wolf Haas bald wieder seine erzählerische Ingeniosität unter Beweis stellen wird. --Mathis Zojer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Neue Zürcher Zeitung

Absturz in die Heimat Ein neuer Krimi von Wolf Haas Der letzte Band der Serie von sechs Brenner-Krimis zeigt noch einmal das ganze Können von Wolf Haas, verrät aber auch den wunden Punkt, den Standort des Erzählers. In «Das ewige Leben» plaudert der Autor das Rätsel seiner Strategie aus: Der volksmundige Schwadroneur, der auch in den vorhergehenden Romanen erzählt hat, der den österreichischen Detektiv schon kannte, «wie der Brenner ein Kind war», ist jener Mann, von dem in früheren Brenner-Geschichten nur ganz am Rand die Rede war, der Mieter des Mansardenzimmers im Häuschen der Grosseltern. Plausibel ist, dass er das Schicksal des Detektivs jahrelang mit Kunde und Sorge verfolgte. Aber erzähltechnisch kann es natürlich nicht mit recht realistischen Dingen zugehen, zumal dieser schwatzende «Hausgeist» im grossen Showdown stirbt. Genau bis zu diesem Punkt erzählt er und endet mit seinem Lieblingswort: «ding und riesenrotes Loch und ganz gewaltig ding und ich ding und ich ding ich ding ding . . .» Und so weiter, mehr als eine volle Seite lang, wie in einem überdimensionalen visuellen Gedicht.

Aus dem Jenseits und vom ewigen Erzählerleben ist dann nichts mehr zu erfahren. Simon Brenner ist nach seiner sozialen Talfahrt als Detektiv und ehemaliger Polizist in seine steirische Heimat geflüchtet und hofft auf einen Neubeginn bei alten Erinnerungen, «quasi Jugendtage, Freunde, Liebe, Moped und und und». Er hat sich wohl aus Verzweiflung selbst in den Kopf geschossen, ist zunächst aber überzeugt, dass sein ehemaliger Kollege, der nunmehrige Grazer Kripo-Chef, ihn umbringen wollte. Nach wochenlangem Koma führt er seine Aufklärungsarbeit weiter, in einem typischen Winkel des allerneuesten Österreich, wo die «Osterweiterung» schon ihre unterweltlichen Blüten treibt, wo rechtsradikale Bürger sich wehrhaft gebärden. In solchen Kreisen soll Brenner halbamtlich für die Polizei arbeiten. Für die Frühpension ist es noch zu früh, für eine Dienstwohnung zu spät. Überhaupt ist es spät in seinem Leben.

Alt ist er noch nicht, aber längst nicht mehr jung genug für jene Frau, mit der er anbandeln will, was ihm auch in den anderen Romanen nie recht gelingen wollte. Nach diesem endgültigen Schluss hat Simon Brenner keine Zukunft mehr, als Romanfigur wird es ihn (laut Autor) nicht mehr geben. Umso interessanter aber ist die Frage nach den zukünftigen Plänen von Wolf Haas.

Franz Haas -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Lustig samma ..." (Loch im Kopf und ... dings ... :-), 1. September 2004
Man muss Wolf Haas' Romane um den Privatdetektiv Simon Brenner einfach ins Herz schließen meine ich. Und wenn man grade wieder eine solche Lektüre aus seiner Feder gelesen hat, dann fällt es sichtlich schwer „normal" zu schreiben. Wolf Haas macht es einem relativ einfach seinen witzigen, einmaligen Erzählstil nachzuahmen.
Dabei wird die Jagd nach dem vermeintlichen Täter eigentlich zur Nebensache. Ein bisschen kann man den Brenner ja schon verstehen. Quasi, beste Jahre vorbei. Zu früh für die Pensionierung und Dienstwohnung wird's wohl auch keine mehr geben. Da zieht's den Brenner „back to the roots". Nach Graz. Ins Haus der Grosseltern, wo er dann doch merkwürdig sentimentale Anwandlungen bekommt. Obwohl er die auch in den vorangegangenen Romanen schon zu Hauf hatte. Aber diesmal geht's ihm selber an den Kragen und einer seiner Jugendstreiche holt ihn ein. Doch wie erwähnt: Der Krimi wird dem Brenner-Fan nur nebensächlich interessieren. Vielmehr ist es auch unterhaltsam diesen tief im Protagonisten sitzenden Weltschmerz mitzuerleben, weil der Brenner, quasi Philosoph! Was für ein Wunder, dass es ihn da in die Sigmund-Freud-Klinik verschlägt.
Und wen's interessiert, warum der Arnold Schwarzenegger überhaupt eine Laufbahn als Muskelprotz eingeschlagen hat, der MUSS dieses Pamphlet sogar unbedingt lesen.
(Ich hab beim Lesen einige Male derart laut aufgelacht, dass ich nicht umhin kam meiner Schwester, die da so quasi neben mit am Strand vor sich hingebruzzelt hat, aber einen tödlich langweiligen historschen Roman als Lektüre hatte ..., die witzigsten Stellen vorzulesen, oder nachzuerzählen. Und ich glaube die Geschichte mit dem Arnold Schwarzenegger, die war derartigermaßen witzig in die Handlung eingebaut, da bleibt einem nicht viel übrig, als laut zu lachen.)

Wer Wolf Haas und seine „Brenner"-Romane nicht kennt und Lust auf einen etwas anderen Krimi hat, dem kann ich „Das Ewige Leben" nur ans Herz legen (so wie sämtliche seine anderen Bücher auch). Das Buch liest sich - nach einer kurzen Eingewöhnungsphase - recht flüssig. Vor allem aber abwechslungsreich anders. Amüsant. Meine ich jedenfalls. 5 Sterne!

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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ewig währt am längsten, 29. Juni 2004
Diese Rezension stammt von: Das ewige Leben (Gebundene Ausgabe)
Und jetzt ist schon wieder etwas passiert...Simon Brenner, gerade in seine Heimatstadt Graz zurückgekehrt- befindet sich auf der Intensivstation der Sigmund-Freud Klinik, hat ein Loch in seinem Kopf und ist dem Tod noch mal von der Schippe gesprungen. Für den Psychiater liegt ein Selbstmordversuch auf der Hand aber Brenner will davon gar nichts wissen: „ Das weiß heute jedes Kind, wie man sich korrekt umbringt. Die lernen schon im Kinderfernsehen unbedingt in den Mund schießen aber ja nicht seitlich, davon wirst du womöglich blind".
Er stiehlt sich aus der Klinik und macht sich auf die Suche nach seiner Erinnerung. Einziges Indiz- die Kugel aus seinem Kopf. Diese führt ihn zurück in seine Ausbildungszeit zum Polizisten, in der er gemeinsam mit drei Kollegen an einem Banküberfall beteiligt war. Dieser mißlingt gründlich, sowohl Beute als auch das Leben Brenners besten Freundes Saarinnen gehen auf der Flucht verloren. Brenner ist überzeugt daß nur einer ihm nach dem Leben trachtet...Aschenbrenner damals Mittäter der es inzwischen an die Spitze der Grazer Polizei geschafft hat will verhindern daß auf Brenners Rückkehr sein Untergang folgt. Und als dann auch noch der vierte im Bunde, Köck, tot in seiner Wohnung liegt- gibt es für Brenner keine Zweifel mehr. Oder doch? Vom Ende sei nur soviel zu verraten...Brenner wird es nicht mehr geben, aber sterben muß er deshalb nicht.
Zum sechsten Mal setzt Haas seinen Erzähler auf Brenner an. Dieser parliert in schönstem Österreichisch, schweift ab, belehrt und läßt dabei das Prädikat gern einmal beiseite. Denn Haas, gebürtiger Österreicher und studierter Linguistiker, liebt nach eigenem bekunden Halb- und Nichtsätze, weil „ganze Sätze immer gefährlich". Diese Satzamputation ist gewöhnungsbedürftig, entlohnt aber den Geduldigen. Scheinbar lapidare Floskeln und alberne Bemerkungen entpuppen sich als brillante Spitzen bei denen einem das Lachen gelegentlich im Halse stecken bleibt. Für Krimifans ein Novum- für Satiriker ein absolutes Muß- Haas gehört gelesen- Bibel nichts dagegen!
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Krönender Abschluß einer grandiosen Serie, 15. April 2003
Von Michael Bresser "Autor von Bestseller / Die S... (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Das ewige Leben (Gebundene Ausgabe)
Wolf Haas hat sich mit diesem Roman selbst übertroffen. Am Anfang liegt Privatdetektiv Brenner mit einem Kopfschuß im Krankenhaus. Wie ist es dazu gekommen? Warum flüchtet er aus dem Krankenhaus? Warum flüchet er ein zweites Mal aus dem Krankenhaus? Warum mußten all seine Freunde aus der Polizeischule sterben? Wer ist der nonchalente Erzähler, der uns durch alle Brenner-Romane begleitet? All diese Fragen werden in Haas' unnachahmlichen Witz beantwortet. Es gibt wenige Autoren, die so unterhaltsam sind und ich hoffe, daß Haas' spätere Romane die Versprechen der Brenner-Bücher halten werden.
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