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Herrn Brechers Fiasko
 
 

Herrn Brechers Fiasko (Taschenbuch)

von Martin Kessel (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492235344
  • ISBN-13: 978-3492235341
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,1 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 389.363 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Eine seltene Kostbarkeit in der deutschen Literatur"; "grausam-komischer Büro-Roman"; "ein Meisterstück", so lauten die Jubelrufe der Kritiken angesichts der nunmehr dritten Wiederveröffentlichung dieses im Jahre 1932 erstmals erschienenen Werkes.

Martin Kessels Leben weist durchaus Parallelen auf zu dem Fiasko, in das sein Protagonist, der Unruhestifter Max Brecher, gerät. Kleist-Preis, Büchner-Preis, Fontane-Preis, 1961 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik -- und doch blieb der Autor, der nun 100 Jahre alt geworden wäre (am 14. April 1990 verstarb Kessel völlig verarmt), ein Leben lang vom Publikum unbeachtet, sein Werk geriet in Vergessenheit. Dabei wurde der Romancier, Lyriker und Essayist als Berlin-Chronist oftmals mit Alfred Döblin in einem Atemzug genannt.

Und tatsächlich, Kessels Büro-Roman versetzt uns in eine unwirkliche, expressionistisch-düstere "Metropolis"-Welt. In einem Moloch, der an Graham Greenes Ministerium der Angst denken lässt, gehen ameisenhaft tausende kleiner Angestellter rätselhaften, kaum nachvollziehbaren Tätigkeiten nach. In der UVAG, der "Universalen-Vermittlungs-Aktien-Gesellschaft", einem Medien-Monstrum wie von Orwell ersonnen, fertigt Brecher in einem Klima der Angepasstheit und des Duckmäusertums, umgeben von einer Armada skurrilster Bürogestalten, seine dubiosen Parolen und Werbeprospekte an. Noch ahnt er nicht, dass sein Untergang beschlossene Sache ist.

Im Nachwort zur Entstehungsgeschichte des Romans, streicht Martin Kessel mehrfach und nicht ohne Stolz seine sarkastische Sichtweise hervor. Möglicherweise liegt darin ein Grund für die mangelnde Akzeptanz des Romans. Solch selbstverordneter Dauersarkasmus des "unbestechlichen Moralisten" Kessel, sein lehrsatzhafter Nachweis der Bürobelegschaft als Spiegelbild der Gesellschaft, erweist sich als zu wenig tragfähig. In dem ohnehin handlungsarmen Werk begibt sich Kessel nicht in seine Figuren, delektiert sich lediglich an ihren Macken und lässt sie so unter zynisch-herablassendem Blick zu gesichts- und konturlosen Büro-Knallchargen verkommen. Wünschen wir also diesem Werk, das dennoch durch seine ziselierte Sprache besticht, im dritten Anlauf den hoffentlich verdienten Erfolg. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Kurzbeschreibung

Max Brecher, ein tragischer Held, arbeitet in der Werbeabteilung eines Berliner Medienkonzerns Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Hier im Büro bestimmen Intrigen und Machtspiele, Klatsch und Tratsch den Arbeitsalltag. Als Brecher unaufhaltsam an den Rand gedrängt und schließlich entlassen wird, verliert er sein Zentrum und seinen Halt in der anonymen Großstadt Berlin. Eine großartige literarische Wiederentdeckung – von bestechender Genauigkeit und getragen von menschenfreundlichem Humor. – »Ein schön eigenmächtiger und grausam-komischer Büro-Roman, ein Meisterstück.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschreckend aktuelles Thema und das vor 90 Jahren!, 26. Februar 2005
Diese Rezension stammt von: Herrn Brechers Fiasko (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist eines, das mich lange noch beeinflusste, ich habe nicht gewusst, dass gewisse Zustände schon früher geherrscht haben wie Mobbing und Ausgrenzung.
Für den Leser der die Zeit um Ende 1920 in Deutschland erleben will.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Sehr guter Roman-nichts zum Nebenbeilesen, 20. Januar 2007
Diese Rezension stammt von: Herrn Brechers Fiasko (Gebundene Ausgabe)
Brechers Fiasko ist ein gut gelungener "Büroroman". Obwohl er fast durchgängig gute Kritiken bekam, hat er seinen Durchbruch weder in den 30-er noch in den 50-er oder heutzutage geschafft. Dieses Buch ist zu empfehlen, allerdings nur für interessierte und geübte Leser, da es nichts zum Nebenbeilesen ist.
Vom Inhalt möchte ich hier nicht allzuviel verraten. Es geht natürlich um einen Herrn Brecher, wie der Titel schon verrät. Allerdings steht dieser meist nicht im MIttelpunkt, was das Lesen etwas erschwert. Das Ganze wird in drei "Büchern" abgehandelt, die wiederum in je 10 Kapitel eingeteilt sind. Es umfasst ca. 560 Seiten. Als Anhang gibt es noch einen Interpretationsansatz von Kessel selbst. Besonders "anstrengend zu lesen sind die über viele Seiten gehenden Monologe, die nicht immer eindeutig zuzuordnen sind.
Fazit: Auf jeden Fall mal etwas anderes als der täglich zu lesende Einheitsbrei!
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