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Bach und ich. Inkl. CD
 
 

Bach und ich. Inkl. CD (Taschenbuch)

von Maarten 't Hart (Autor), Maria Csollany (Übersetzer)
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Zunächst sei dem niederländischen Autor und Bach-Liebhaber Marten 't Hart ein prinzipielles Lob ausgesprochen für den Ansatz, der seiner Auseinandersetzung mit Johann Sebastian Bach zu Grunde liegt: Viel zu selten wurde bisher versucht, wissenschaftliche Forschungsergebnisse in literarisch ansprechender Form aufzubereiten und sie damit -- auf der Basis persönlicher Hingabe zur besprochenen Materie -- einem breiteren Publikum zu vermitteln. Im vorliegenden Fall ergänzt außerdem die mitgelieferte CD, die eine gute Auswahl niveauvoller Aufnahmen enthält, 't Harts Anliegen, seine Leser für Bach zu begeistern. Ausgesprochen bedauerlich ist jedoch, dass 't Hart sein anfangs überzeugend exponiertes Prinzip nicht durchhält.

Unterhaltsam und gleichzeitig aufschlussreich ist nämlich seine Auseinadersetzung mit einer Begebenheit aus Bachs Jugend: Dieser bezeichnete einen Schüler als "Zippelfagottisten" und musste sich dann nächtens einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit ihm stellen, bei der auch sein Degen zum Einsatz kam. 't Hart vergleicht nun, wie Bachs Biografen mit dieser dankbaren Geschichte -- es gibt nur äußerst wenig Material zu Bachs Alltag und Persönlichkeit -- verfahren und sie teilweise in nicht zu rechtfertigender Weise ausschmücken oder deuten. Sehr eindringlich sind am Anfang des Buches auch erzählerisch verdichtete Passagen etwa über die kurze Lebenserwartung und die hohe Kindersterblichkeit in der großen Bach-Familie: Sie bringen einem die Fakten näher, als manch trockene tabellarische Darstellung dies vermag.

Dann jedoch kommt es in mehrfacher Hinsicht zum Bruch. Möglicherweise lässt sich das eine gravierende Problem der weiteren Darstellung darauf zurückführen, dass 't Hart, der sich selbst als "ungläubiger Thomas" im Bezug auf die christliche Religion bezeichnet, Bach gern als autonomen Geist sehen und "auf seine Seite herüberziehen" möchte. Ganz offensichtlich hat er Schwierigkeiten mit Bachs recht eindeutig nachweisbarem protestantischen Glauben, denn Belege dafür zitiert er zwar, zieht aber keine Schlüsse daraus. Stattdessen äußert er sich erstaunlich unqualifiziert über den barocken Umgang mit Tod und Sterben, über die u. a. auf Luther selbst zurückzuführende Hohelied-Mystik oder ganz allgemein über die Texte der von ihm doch so verehrten geistlichen Werke. Er versteigt sich sogar dazu, den Sinn der "Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Theologische Bachforschung" anzuzweifeln, und zwar nicht etwa den ihrer Publikationen, die im sonst recht gut sortierten Literaturverzeichnis des Buches ausgespart sind, sondern den der Institution selbst.

Als wolle 't Hart nun das Ungleichgewicht, dass aufgrund der plötzlich verschwundenen Fundiertheit seiner Aussagen entstanden ist, auf anderem Wege wieder wettmachen, verliert er sich für den -- beträchtlichen -- Rest seines Buches über weite Strecken ins Schwärmen und langatmige Beschreiben, dem der Leser ohne Kenntnis der gemeinten Stücke nicht folgen kann. Schade, sehr schade, dass dem Autor die Akzentsetzung in seinem ursprünglichen Konzept Bach und ich allzu sehr auf die Ich-Seite verrutscht! Dadurch wurde eine große Chance zumindest teilweise vertan. --Michael Wersin

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Rundschau, 27.07.2000
Martin Luchsinger stellt Maarten t`Haart zunächst als Romanschriftsteller vor, um deutlich zu machen, dass der Autor mit dem vorliegenden Band einen "deutlichen Einschnitt" in seinem Werk markiert. Die anfängliche Skepsis des Rezensenten ist deutlich zu merken, denn was hat man wohl zu erwarten, wenn ein Romanautor seiner grenzenlosen Liebe und Begeisterung für Johann Sebastian Bachs Musik Ausdruck verleiht? Schwärmerei oder gar "Starkult"? Doch t`Haart erweist sich, wie der Leser erfährt, als ausgemachter Kenner Bachs, der nicht nur "fundierte Polemik gegen die Bach-Forschung" anzubringen weiß, sondern auch eigene Quellenforschung betreibt – mit zum Teil überraschenden und neuen Erkenntnissen, so Luchsinger. Unverkennbar sei t`Haarts Kenntnis wissenschaftlicher Bach-Literatur, die auch am Schluss des Buchs kommentiert aufgelistet werde. Einzig den Passagen, in denen der Autor der Musik Bachs geradezu existentielle Bedeutung zumisst oder sich negativ über die Jazz-Musik äußert, kann der Rezensent wenig abgewinnen.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Tertiärliteratur, leider ohne jeden Wert, 16. Januar 2007
Von CJ (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Da in meinem Freundeskreis hinlänglich bekannt ist, dass ich nahezu süchtig nach dem Werk von Bach bin, bekam ich (wohlmeinend) dieses Büchlein als Urlaubslektüre zugesteckt. So vergeht praktisch kein Tag, an dem nicht wenigstens eine CD (meist mit Orgel- oder Klavierwerken) die Luft in Schwingungen versetzt.

Der ersten Freude über das Geschenk und der positiven Erwartung zum Buch (und der beiliegenden CD) wich nach einem schnellen Querblättern aber eine bestürzende Enttäuschung. Denn das Buch entpuppte sich sehr rasch als ein überflüssiges Machwerk. Über weite Strecken ist es eine uninspirierte Fleißaufgabe, dergestalt, dass er sich zu Biografien anderer Autoren äußert bzw. aus diesen ein ödes (aber holpriges) Lebensläufchen zusammenschustert. Das ist Tertiärliteratur der schlimmsten (und daher überflüssigsten) Sorte! Man erfährt praktisch nichts über Bach, noch weniger über dessen psychologische oder genialische oder soziale Aufgestelltheit. Statt dessen werden einige trockene Fakten herunter geklappert. Langweilig!

Im zweiten Teil des Buches werden klägliche Versuche zu Worthülsen, wo der Autor sich abmüht, seine subjektiven Eindrücke und Wertungen zu einzelnen Kompositionen in Worte zu fassen. Ein Beispiel soll genügen, das zeigen kann, wie anämisch und belanglos diese Sätze sind: "Die Sonaten für Querflöte und Klavier haben Hanneke und ich seit den frühen Tagen unserer Verlobung immer gespielt. Doch es gibt nur zwei unter ihnen, deren Echtheit nicht angezweifelt wird: die Sonaten in H-Moll (BWV 1030) und A-Dur (BWV 1032)." Der Leser erfährt typischerweise nichts interessantes über Bach und auch nicht (was eine literarische Verarbeitung ja rechtfertigen würde) über den Autor. Es bleibt bei Belanglosigkeiten beiderseits: "Der zweite Satz ist ein wunderbares Stück, doch mein Herz gehört dem dritten Satz, dem Andante."

Wer sich statt solcher überflüssiger Poesie-Album-Texte dem Phänomen Bach durch die Augen eines kreativen Dritten nähern möchte, sei daher lieber auf Glenn Gould verwiesen, der in seinem Buch "Von Bach bis Boulez" die Ohren zu öffnen vermag.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen nicht wirklich empfehlenswert, 5. Januar 2001
Von katrin.rost@gmx.de (Wunsiedel i.F. (Oberfranken), Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Diese Rezension stammt von: Bach und ich, m. Audio-CD (Gebundene Ausgabe)
Wenn man etwas über die Musik von Bach erfahren will, ist dieses Buch nicht dazu geeignet. Das einzige, was man erfährt, ist, dass J.S. Bach "wunderbare", "ergreifende",... Musik geschrieben hat, dass Bach die größte Liebe im Leben des Autors ist, ein bisschen was über Bachs Privatleben und zu manchen Werken was zur Entstehungsgeschichte, aber hauptsächlich besteht das Buch aus Lobeshymnen, die nicht sehr aussagekräftig sind. Die Argumentation ist teilweise haarsträubend. Auch stilistisch hätte ich von einem "großen, niederländischen Schriftsteller" mehr erwartet. Für mich, für die Bach auch eine große Liebe ist, leider eine sehr enttäuschende Lektüre. Ich vergebe zwei und nicht einen Stern, weil doch noch viel an interessanten Informationen drinsteht und weil der Autor viel "Sekundärliteratur" berücksichtigt hat.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eigenwillig und gewöhnungsbedürftig, 3. Mai 2004
Von V. Spillner "VS-reader" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Nachdem ich das erste Kapitel gelesen hatte, wollte ich das Buch eigentlich beiseite legen.
Maarten t'Hart schreibt hier über die Liebe seines Lebens: über Johann Sebastian Bach. Und er schreibt so, wie man es von einem Verliebten erwartet: eigenwillig, starrsinnig seine Liebe verteidigend, und den Menschen "Bach" sich so zurechtlegend, wie er ihn sich erträumt. In diesem Zusammenhang hat t'Hart es dann leider auch nötig, über andere Bach-Forscher herzuziehen, sie gar beim Namen zu nennen und Stellen ihrer Werke zu zitieren, die er dann widerwillig kommentiert oder bewusst ironisiert oder fast persönlich werdend kritisiert. Deswegen wollte ich zuerst auch nicht weiterlesen.
Lassen Sie mich Ihnen an dieser Stelle ein Beispiel geben:
Eine Szene beispielsweise, die sich auf dem Marktplatz ereignete, bei der der junge Bach wohl einen Degen oder ein Messer gezogen hat, als ein Schüler ihn zum Duell forderte, weil Bach ihn zuvor beleidigte - diese Szene wird hundertfach, aus vielen Quellen, beleuchtet und umgedreht und gewendet und beschaut, t'Hart kommentiert dabei die historischen Quellen und zieht diese Szene auf viele Seiten hin, wobei er aufweist, in welcher Quelle es ein Degen war, wo ein Messer und wo Bach dies sagte und wo der Gegner jenes.

Warum habe ich weitergelesen und warum empfehle ich das Buch nun doch?
Wenn man sich darauf einlässt, dass hier jemand schreibt, der bewusst befangen ist, der vielleicht gar nicht unbedingt den Bach beschreibt, der lebte, sondern auch den, den er sich erträumt - wenn man sich darauf einlässt, dass man viele Seiten lang persönlichste Einblicke in Bachs Leben und Werk zu erwarten hat, vermischt mit aktuellsten persönlichen Fakten aus t'Harts Leben - dann wird dieses Buch zu einer zauberhaften Hommage an den großen Bach. Gerade das Persönliche wird dann zum Besonderen an diesem Buch. Dann kann man gar nicht anders, als erschaudern vor dem Genie des großen Meisters Bach, die Musik der CD anhören und spüren, wie wunderschön es ist, heute Mensch zu sein und auf den Schultern jener Großen zu stehen, die unvergänglich unser Dasein verändert haben.
Meiner Meinung nach ein ungeheuer persönliches, detailliertes Werk, das man aber eben gerade deswegen, und wenn man die ersten Seiten überwindet und den Autor als Menschen akzeptiert, wie er eben ist, lieben wird. Sehr empfehlenswert.

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1.0 von 5 Sternen Zwanghaftes Klein-Klein ohne jeden Unterhaltungswert
Als musikalisch interessierter Mensch und Hobbymusiker habe ich das Buch zu Weihnachten bekommen. Es ist schnarchlangweilig und verliert sich in kleinkarierten Details,... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Alfred E. Neumann veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Enttäuschung
Von diesem Schriftsteller hätte ich mir Besseres erhofft. Er mag ja ein leidenschaftlichter Bachliebhaber sein, das tägliche Pensum am Klavier absolvieren, aber sein literarischer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Mai 2007 von Gerhard Pülhorn

3.0 von 5 Sternen Erster Teil lesenswert und unterhaltsam
Das Buch von t'Haart habe ich im ersten Teil sehr gern gelesen. Es ist eine sehr subjektive Auseinandersetzung mit Bach, hat auch ausdrücklich keinen "musikologischen" Anspruch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2007 von WReinhard

1.0 von 5 Sternen Tertiärliteratur, leider ohne jeden Wert
Da in meinem Freundeskreis hinlänglich bekannt ist, dass ich nahezu süchtig nach dem Werk von Bach bin, bekam ich (wohlmeinend) dieses Büchlein als Urlaubslektüre zugesteckt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2007 von Klaus Schwarzfischer

1.0 von 5 Sternen Nur für Bachianer
Ich bin kein großer Klassik-Fan. Ich bin dabei es zu werden. Ich dachte ein guter Schriftsteller könnte es schaffen den Funken zu einer Flamme zu vergößeren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juni 2006 von B. Kraft

2.0 von 5 Sternen musikalische Anregung ohne literarischen Wert
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und, da ich selbst Bach nur ungern auf dem Klavier gespielt habe, erst nach langer Wartezeit im Regal gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2005 von Adriane Damko

4.0 von 5 Sternen Eine Hommage an den Komponisten
Wer war Johann Sebastian Bach? Ein begnadeter Komponist und Musiker und ein lausiger Briefeschreiber? Ein Choleriker oder angenehmer, ruhiger Mensch? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. März 2004 von Bücherwurm

1.0 von 5 Sternen enttäuschend
Es gibt überflüssige Bücher, dieses ist eins davon. Leider muss ich sagen, denn ich schätze Maarten't Hart sehr. Das Buch ist gut geschrieben aber der Inhalt ist nichtssagend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2004 von Max Schlaubär

5.0 von 5 Sternen Eine Ergänzung zu jeder anderen Biografie
Die Lektüre von "Bach und ich" hat mir Spaß und Vergnügen gemacht. Insbesondere die ersten Kapitel, die althergebrachte Vorstellungen "entstauben helfen" haben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. November 2003 von Horst-Dieter Radke

5.0 von 5 Sternen Was es heisst, ein Mensch zu sein!
Maarten`t Hart/ Bach und ich

Ein musikalischer Laie, der sich nicht so recht an die klassische Musik heranwagt und nur gelegentlich und verstohlen aus seinem CD-Regal eine... Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 1. Oktober 2003 von Thomas Wolf

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