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von Maarten 't Hart
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Unterhaltsam und gleichzeitig aufschlussreich ist nämlich seine Auseinadersetzung mit einer Begebenheit aus Bachs Jugend: Dieser bezeichnete einen Schüler als "Zippelfagottisten" und musste sich dann nächtens einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit ihm stellen, bei der auch sein Degen zum Einsatz kam. 't Hart vergleicht nun, wie Bachs Biografen mit dieser dankbaren Geschichte -- es gibt nur äußerst wenig Material zu Bachs Alltag und Persönlichkeit -- verfahren und sie teilweise in nicht zu rechtfertigender Weise ausschmücken oder deuten. Sehr eindringlich sind am Anfang des Buches auch erzählerisch verdichtete Passagen etwa über die kurze Lebenserwartung und die hohe Kindersterblichkeit in der großen Bach-Familie: Sie bringen einem die Fakten näher, als manch trockene tabellarische Darstellung dies vermag.
Dann jedoch kommt es in mehrfacher Hinsicht zum Bruch. Möglicherweise lässt sich das eine gravierende Problem der weiteren Darstellung darauf zurückführen, dass 't Hart, der sich selbst als "ungläubiger Thomas" im Bezug auf die christliche Religion bezeichnet, Bach gern als autonomen Geist sehen und "auf seine Seite herüberziehen" möchte. Ganz offensichtlich hat er Schwierigkeiten mit Bachs recht eindeutig nachweisbarem protestantischen Glauben, denn Belege dafür zitiert er zwar, zieht aber keine Schlüsse daraus. Stattdessen äußert er sich erstaunlich unqualifiziert über den barocken Umgang mit Tod und Sterben, über die u. a. auf Luther selbst zurückzuführende Hohelied-Mystik oder ganz allgemein über die Texte der von ihm doch so verehrten geistlichen Werke. Er versteigt sich sogar dazu, den Sinn der "Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Theologische Bachforschung" anzuzweifeln, und zwar nicht etwa den ihrer Publikationen, die im sonst recht gut sortierten Literaturverzeichnis des Buches ausgespart sind, sondern den der Institution selbst.
Als wolle 't Hart nun das Ungleichgewicht, dass aufgrund der plötzlich verschwundenen Fundiertheit seiner Aussagen entstanden ist, auf anderem Wege wieder wettmachen, verliert er sich für den -- beträchtlichen -- Rest seines Buches über weite Strecken ins Schwärmen und langatmige Beschreiben, dem der Leser ohne Kenntnis der gemeinten Stücke nicht folgen kann. Schade, sehr schade, dass dem Autor die Akzentsetzung in seinem ursprünglichen Konzept Bach und ich allzu sehr auf die Ich-Seite verrutscht! Dadurch wurde eine große Chance zumindest teilweise vertan. --Michael Wersin
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