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Der Gefühlsmensch.
 
 

Der Gefühlsmensch. (Taschenbuch)

von Javier Marías (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 177 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: N.-A. (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492224598
  • ISBN-13: 978-3492224598
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 333.864 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 11 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Internationale Autoren > Marias, Javier

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 16.05.2003
Ein früher Javier Marias, der Hans-Peter Kunisch sehr bewegt hat; "hier ist", schreibt er, "schon alles da, was Marias bekannt gemacht hat, und es ist gut, dass man es wieder lesen kann" - nicht mehr, vor allem aber nicht weniger als das. Man dürfe bei Marias nicht nach originellem Stoff suchen; er sei eher die "Sorte mittelalterlicher Mönch, dem beim Abschreiben der Handschriften fad wird und der sie nach anfänglichen, an den Rand gekritzelten Kommentaren zu verändern beginnt". Hier ist es laut Kunisch die Dreiecksgeschichte von zwei Männern und einer Frau, die variiert werde: ein belgischer Geschäftsmann, seine spanische Frau Natalia und der Ich-Erzähler, ein erfolgreicher Tenor. Der Belgier, zu Beginn noch ein unwahrscheinlicher Kandidat für die Rolle des Titelhelden, stellt sich als der "Gefühlsmensch" heraus, doch Natalia verlässt ihn - und am Ende auch den Tenor, zu dem sie übergewechselt war. Es gehe, schreibt Kunisch, nicht um die gelebten Beziehungen, nicht um eine "Ehezustandsbeschreibung", sondern um den "Moment des Übergangs" von einer Geschichte zur anderen. Und um die Erinnerung, aus der in den Sekunden nach einem morgendlichen, traumschweren Erwachen im Kopf des Erzählers ein ganzer Roman wird. Der jetzt wieder auf Deutsch lieferbar ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 15.05.2003
Martin Krumbholz stellt fest, dass der Autor mit seinem Roman, der bereits 1986 entstanden ist, aus dem tragischen "Otello" von Shakespeare und Verdi eine "Burleske" gemacht hat. Die Geschichte um einen Bankier, seine gelangweilte Frau und einen Opernsänger, der mit ihr eine Affäre beginnt, ist allerdings "trivialer" als die Vorlage, räumt der Rezensent ein, wobei er lobt, dass Marias aber "durchaus spannend" erzählen kann. An diesem Roman sieht er bereits das angelegt, was er bei späteren Büchern des spanischen Autors zur "Perfektion (und zur Manier)" getrieben findet, nämlich das Hauptgewicht nicht auf die Handlung, sondern auf ihre "dramatische Inszenierung" zu legen. Letztlich handelt es sich bei aller dramatischer Entwicklung um "triviale Inhalte", die aber sehr "virtuos" gehandhabt werden, so Krumbholz insgesamt angetan.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ein Roman über Kunst und Leidenschaft: Der Operntenor und Icherzähler begegnet einem undurchsichtigen Trio, das ihn fasziniert und nicht mehr losläßt: der schönen Natalia und deren Ehemann nebst dem dubiosen Dauerbegleiter Dato. Der Sänger entflammt für Natalia und seine Leidenschaft endet ebenso unausweichlich wie dramatisch und überraschend.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hintergründig-ironisch erzählte Beziehungsgeschichte, 25. Juni 2001
Von Ein Kunde
In seiner ihm eigenen Erzählweise berichtet Marias in diesem kleinen Roman von einer seltsamen Beziehung. Ein spanischer Operntenor ist in einem Opernprojekt in seiner Heimatstadt Madrid (in der er aber wegen seiner internationalen Karriere nicht häufig weilt) beteiligt. Im Hotel lernt er ein seltsames Trio kennen: Ein Ehepaar, bestehend aus einem unattraktiven Geschäftsmann, seiner schönen Frau und dem "Gesellschafter" der Frau. Der Musiker versucht, sich der geheimnisvollen Schönen anzunähern. Mit Spannung fragt sich der Leser nach dem Fortgang der sich anbahnenden Dreiecksgeschichte, doch das Ende enthält, wie so oft bei Marias, einige völlig unerwartete Wendungen. "Der Gefühlsmensch" reiht sich mit seiner tiefgründigen Komik, Ironie und einer Menge raffiniert eingeflochtener Leitmotive in die später entstandenen großen Marias-Romane "Mein Herz so weiß" und "Morgen in der Schlacht denk an mich" ein.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Unsympathische Helden, 26. Juni 2003
Diese Rezension stammt von: Der Gefühlsmensch (Gebundene Ausgabe)
Der Gefühlsmensch, obwohl m.W. erst 2003 auf Deutsch erschienen, wurde bereits 1986 geschrieben, allerdings wohl erst 1999 in Spanien veröffentlicht. Manchmal hatte ich daß Gefühl, daß man dies auch merkt. Ich habe "Mein Herz so weiß", "Morgen in der Schlacht denk an mich" und andere Bücher von Marias wirklich geliebt. Bei diesem Buch fällt es mir ein wenig schwer. Wann die späteren und so erfolgreichen Bücher geschrieben wurden, kann ich ad hoc nicht sagen, aber mir erschien dieses Buch eine Art Zwischenschritt zu dem Stil dieser Bücher zu sein.

Erzählt wird eine Dreiecksgeschichte: Ein Mann "besitzt" und liebt eine Frau, ein anderer Mann begegnet ihr und begehrt sie. Eine typische Dreieckskonstellation. Am Ende werden zumindest die Männer nicht glücklich, ob die Frau es wird, erfährt man nicht. Der Plot selber ist relativ typisch für Marias (ohne, daß dies eine Beleidigung sein soll) und auch gut gesponnen. Irgendwie waren mir die Protagonisten aber noch nie derart unsympathisch wie in "Der Gefühlsmensch". In keinem Buch gab es einen strahlenden Ritter in weißer Rüstung, jeder hatte Abgründe. Meine Sympathien entzünden sich aber nicht an einzelnen Fehlern oder Abgründen, sondern die Figuren, insbesondere der Ich-Erzähler waren mir einfach unsympathisch. Die selbstgefällige Art dessen ist mir sehr aufgestoßen.

Außerdem ist mir aufgefallen, daß in dem Buch, mehr noch als in anderen, ein gewisser Maschismo herrscht. Vielleicht bilde ich mir dies auch nur ein, aber eine frühere Bekannte hat die Bücher von Marias mal als "Männerbücher" beschrieben (was auch immmer sie damit genau meinte). Wenn dem wirklich so ist, so trifft es auf "Der Gefühlsmensch" stärker zu, als auf andere.

Insgesamt ein solides Buch von Marias. Ganz gut, aber leider nicht mehr. Wer noch kein Buch von Marias gelesen hat, sollte lieber zu "Mein Herz so weiß" greifen. Wen nur das Thema interessiert, sollte vielleicht zu Julian Barnes "Darüber reden" und "Liebe et c." greifen.

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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ich liebe seinen humor, 4. Januar 2002
Von Ein Kunde
ich habe dieses buch an zwei abenden gelesen und kann nur sagen, dass es denen anderen werken marias in nichts nach steht. am¾sant.geistreich.zwiesp¦ltig.gesellschaftskritisch.
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