Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk das seinesgleichen sucht, 14. Juni 2000
Von Ein Kunde
Dem Meister der russischen Literatur Dostojewski gelang mit den Karamasoff-Brüdern ein Werk das ganze Generationen sowie die literarische Welt beeinflussen sollte. Die Geschichte beginnt nicht sonderlich aufregend als Familienchronik wandelt sich jedoch bald als ein Mord passiert. Dostojewskis geschickte Darstellung der Charaktere der Brüder und des Vaters sowie der ungemein intelligente Handlungsaufbau entwickeln sich schon bald zu einem Geflecht aus psychologischen Analysen, philosophischen Schlüssen und Erfahrungen und nicht zuletzt aus religiösen Elementen, das bis zum Ende spannend und anspruchsvoll bleibt. Das Gefühl am Ende des Buches vermisse ich heute noch oft.Viele Kapitel sind anfangs nicht so einfach zu überlesen jedoch bemerkt man bald die ungemein große Tragweite dieses Werkes. Die Reife und Erfahrung des Autors wird in diesem Buch sehr deutlich, es war sein letztes Werk. Wenn es drei Werke gibt die die Grundpfeiler der Weltliteratur darstellen dann sind es meiner Meinung nach Dostojewskis "Schuld und Sühne", "Die Brüder Karamasoff" sowie Tolstois "Krieg und Frieden". (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
die beste Seifenoper der Welt....., 25. Februar 2004
...wennn ich das mal so banal sagen darf. Der Roman berührt sehr viele psychologische, ethische und theologische Themenbereiche. Unvergleichlich stark ist das Gleichnis von Jesus und dem Großinquisitor, das Ivan Karamasoff -ein Zyniker wie er im Buche steht- seinem Bruder Aljoscha erzählt. Der Großinquisitor lässt Jesus ein zweites Mal töten, da er den Menschen nur Unsicherheit, Selbstzweifel und Freiheit bringe. In Wahrheit wollten die Menschen jedoch nur Geborgenheit und Sicherheit in einem festen Gefüge, das ihnen nur eine autoritäre Kirche geben könne. Wer denkt, solche Gedanken ließen sich nur durch trockene Monologe abgehobener Philosophen darstellen, irrt sich. Dostojewskij bearbeitet seine Themen fast immer in Form des Dialoges. Die laufen dann so locker ab und lesen sich so leicht, als hätte man es mit einer Dayly Soap auf höherem Niveau zu tun. Trotzdem gehen viele dieser Gespräche in inhaltliche Tiefen, die manch anderer Autor nie erreicht, ganz gleich wie komplex er sich ausdrücken mag. Die Krimirahmenhandlung liefert dabei den nötigen roten Faden und den Grund jeden Abend aufs neue wieder zu dem Buch zu greifen. Kurzum: Ich habe nie etwas besseres gelesen. Tun Sie sich einen Gefallen und lesen sie es auch! PS: Wem die 1300 Seiten par tout zu viel sind, kann sich auch nur das Gleichnis vom Großinquisitor besorgen, das auch separat erhältlich ist. Wäre aber schade.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eines der intelligentesten Werke der Weltliteratur, 27. März 2001
Von Ein Kunde
"Die Brüder Karamasoff" ist ein Buch, das so viel an Philosophie, Psychologie und sozialen Aspekten enthält, dass man unmöglich alles beim ersten Lesen aufnehmen kann. Die klugen Verknüpfungen der Charaktere in Bezug auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ermöglicht dem Leser bei jedem erneuten Lesen neue Sachverhalte zu erkennen. Es macht Spaß einen Roman mit der Art hohem intellektuellen Anspruch zu lesen, weil er den Gegensatz von "gut" zu "böse" sehr stark fokusiert und damit eine direkte Verbindung zum Problem Atheismus/Christentum schafft. Der Spielort (Rußland im 19.Jahrhundert) erhöht das Abstraktionvermögen der Maßen, dass man sich in die Situation sehr gut hineinversetzen kann. Für mich ist es das intelligenteste Buch, dass ich bisher gelesen habe und laut Freud "der größte Roman der Weltliteratur". Ich kann es jedem empfehlen, der etwas mehr Zeit zum Lesen mitbringt.
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