Kurzbeschreibung
Diese Erzählungen Borowskis gehören zu den beklemmendsten Zeugnissen des 20. Jahrhunderts. Die Einmaligkeit des Werks besteht nicht nur darin, daß er die Greuel der Vernichtungslager mit literarischen Mitteln zu beschreiben versucht - ganz und gar eigenständig ist auch die Konzeption der Tragik, die einen Unterton von scheinbaren Zynismus, scheinbarer moralischer Indifferenz bedingt.
Klappentext
»Wie kein anderer veranschaulicht Borowski die Selbstverständlichkeit und Verrohung, mit der man nach einer Weile das Unvermeidliche hinnimmt. Er beschreibt, wie die Männer vom Sonderkommando, selber Sträflinge, sich vor den neu angekommenen Opfern ekeln, während sie deren Habseligkeiten zum eigenen Gebrauch wegschleppen. Er läßt uns nachvollziehen, wie gut die Lebensmittel schmecken, die man den Toten an der Rampe abgenommen hat. Niemand hat so intensiv über Hunger in den Lagern geschrieben wie Borowski.«
Literaturen
»Borowskis Erzählungen über das Lagerleben gehören zu den bedeutendsten und verstörendsten literarischen Zeugnissen der Schreckensherrschaft der Nazis und ihrer Vernichtungsmaschinerie. Scheinbar indifferent, aber mit größter Genauigkeit in der Beobachtung und messerscharfer sprachlicher Präzision beschreibt er die Entfremdung des der völligen Entgrenzung ausgelieferten Menschen von sich selbst und seinen Mitmenschen. Eine geradezu unmenschliche psychische und literarische Leistung.«
Jüdische Zeitung
»Borowski beschreibt mit harten, klaren Worten das Leben im Untergrund und im Lager, den Terror, die Unberechenbarkeit und die schreckliche Berechenbarkeit, mit der es ins Gas geht. Dem Zynismus der Deutschen setzt er einen hilflosen Zynismus der Überlebenden entgegen. Wie auch soll man sich sonst vor den Gefühlen retten?«
literaturkritik.de
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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