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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schön wär's!, 14. März 2009
Der Titel wurde dem Autor wohl vom Verlag aufgedrückt. Vom "Ende des Bösen" kann nämlich keine Rede sein, und auch im Buch ist das nicht der Fall. Vielmehr geht es darin um die Tatsache, daß genetisch nicht nur Anlagen zum Bösen (Aggression, rücksichtsloser Egoismus), sondern eben auch zum Guten (Kooperation, Hilfsbereitschaft, Mitleid) vorhanden sind. Sehr überraschend und bestürzend ist die Erkenntnis, daß sich religiöse Menschen nicht oder kaum moralischer verhalten als nicht religiöse. Die in den letzten Jahrzehnten so sehr gestiegene Kriminalität kann also kaum etwas mit dem Rückgang der Religiosität zu tun haben. Es ist wohl doch in erster Linie der Siegeszug der Gewaltmedien, der die bösen Anlagen weckt und die guten verdrängt. Man darf nun hoffen, daß auch das Gegenteil möglich wäre; aber dafür müßte sich sehr vieles ändern.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Hand auf's Herz, 18. November 2007
wer würde schon von sich behaupten, dass sie oder er böse seien, stets aus rein egoistischen Motiven berechnend handelt, auch dann, wenn es darum geht einem anderen Menschen zu helfen - wohl niemand. Insofern ueberrascht es nicht, dass im Menschen Gutes stecken muss.
Das Thema ist dabei nicht neu. In diesem Falle ist Herr Degen nur etwas später dran. Joachim Bauer hat sein "Prinzip Menschlichkeit" bereits Anfang 2006 vorgelegt und allgemein verständlich herausgearbeitet, "warum Gene nicht egoistisch sind".
Wenn sich nun ein Wissenschaftsjournalist diesem Thema nochmals annimmt, dann natürlich aus "egoistischen" Motiven, insofern der Gelderwerb ein solches Motiv darstellt und mit dem guten Wunsch, es einfacher darzustellen und zu erläutern. Und so werden denn auch die Ergebnisse von Studien an Alltagsbeispielen erläutert und können, da der Autor keine bestimmte Forschungsrichtung vertritt unterschiedliche Ansätze berücksichtigt werden, die niemals verunglimpft oder gegeneinander ausgehebelt werden.
Dass damit das Böse nun am Ende wäre, ist natürlich uebertrieben - aber vielleicht hat der Zeitpunkt der Publikation auch damit zu tun, dass es nun in den besinnlichen Tagen zum Ende des Jahres 2007, es wichtig ist für uns zu hören, wieviel Gutes in uns steckt. Mit dieser Form seiner menschliche Zuwendung aktiviert Rolf Degen nämlich unsere Dopaminsysteme und die körpereigenen Opioide und die lassen uns dann nämlich noch ein Stück "guter" werden. Und was bitte soll daran verkehrt sein, zu wissen, dass wir tatsächlich zu nicht egoistischem Verhalten fähig sind.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Heilsam....., 27. Mai 2009
.... für den sich selbst gegenüber grausam ehrlichen Menschen.
Die Erkenntnnis, Charaktereigenschaften zu besitzen, die auf gesellschaftlich eher verpönten Gefühlen fussen, ist eine Einsicht, die einen schon derartig in die Defensive drängen kann,dass man diesen Umstand nicht nur nach aussen leugnet, sondern auch vor sich selbst am liebsten verdrängen würde.
Die Einsicht, dass niemand gänzlich frei davon ist,und auch diese Gefühle essentiell wichtig sind für den Fortschritt der geistigen Evolution, mag einen trösten.
Die Einsicht jedoch, dass auch als allgemein negativ bewertete und ebenso empfundene Gefühle (kann differieren ;-)) ebenso ein zwangsläufiges Ergebnis evolutionärer Selektion sind,die in jedem denkbaren allgemeinen Gemütszustand eine gleichsam nützliche Funktion - besonders im komplexen Beziehungmiteinander - erkannt hat, sollte auf jeden Fall zum zwingenden Anlass genommen werden, nicht nur Wertesysteme in sich zu hinterfragen, sondern kann auch helfen, den Weg in eine wahrhaft tolerante und auch etwas weniger hysterische Gesellschaft zu ebnen.
Wo kein Licht, da kein Schatten.
Ein sehr gutes Buch.
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