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Deutschland. Der Abstieg eines Superstars
 
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Deutschland. Der Abstieg eines Superstars (Taschenbuch)

von Gabor Steingart (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 15., Aufl. (Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492046150
  • ISBN-13: 978-3492046152
  • Größe und/oder Gewicht: 20,3 x 12,7 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 276.609 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Urteil des Autors ist schonungslos: Die deutsche Erfolgsstory ist längst zu Ende. Einst als Musterschüler gepriesen, verabschiedet sich die Bundesrepublik zunehmend aus dem Kreis der führenden Volkswirtschaften. Das so oft bewunderte und in aller Welt kopierte "Modell Deutschland" mit seinen Exportschlagern (Föderalismus, Soziale Marktwirtschaft) verkommt immer mehr zur Chiffre für ökonomischen Stillstand, politische Reformunfähigkeit und mentale Trägheit.

Die Gründe für diese Entwicklung sieht der Leiter des Berliner Spiegel-Büros hausgemacht: 1) Die Überdehnung des Sozialstaats führt zum Ausbluten der ökonomischen Grundlagen, weil das Wachstum nicht mehr Schritt hält. 2) Die als Reflex auf den "Führerstaat" mit dem Grundgesetz etablierte Atomisierung der politischen Macht hat zur Folge, dass sich die Akteure gegenseitig blockieren. Reformer haben es schwer in diesem Umfeld aus Besitzstandswahrern und Blockademachtverwaltern. Steingart hält diesen "deutschen Defekt", wie er ihn nennt, zu Recht für ein lange unterschätztes Problem.

Ist der beschriebene Weg unumkehrbar? Gibt es Hoffnung? Steingart sagt Ja, Hoffnung gebe es, aber nur dann, wenn nicht nur kosmetische Korrekturen am Bestehenden durchgeführt werden. "Signifikant ist es", so Steingart, dass der Wechsel von Kohl zu Schröder "praktisch ohne Veränderung an der ökonomischen Basis bleibt". Die Machtlosigkeit des Kanzlers kann nur aufgebrochen werden, indem die Budgetmacht in der Volksvertretung konzentriert wird und nicht mehr "irgendwo zwischen Bundestag und Bundesrat liegt". Nur in einer funktionierenden Zentralgewalt, dem Ende von Mischeinnahmen und Mischfinanzierung zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie einem Bundesrat nach Senatsmodell sieht der Autor Wege aus dem Dilemma.

Steingart hat ein (inzwischen in fünfter Auflage erschienenes) Buch vorgelegt, in dem das deutsche Problem scharfsinnig analysiert und durchaus pointiert beschrieben wird. Bleibt zu hoffen, dass seine konkreten Lösungsvorschläge auch die verantwortlichen Eliten erreichen. Die angelaufene Diskussion lässt zumindest etwas Hoffnung aufkommen. Was noch fehlt, ist der große Wurf. --Dr. Manfred Schwarzmeier



literature.de, 17. September 2004

Land des Schwächelns

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben Bücher wie das von Gabor Steingart Konjunktur. Mit seinem Bestseller informiert er das von Arbeitslosigkeit und Zukunftsangst gebeutelte Volk ebenso faktenreich wie provokant über die wirtschaftliche Talfahrt Deutschlands. Seine beklemmende Analyse des ehemals so erfolgreichen und oft kopierten "Modell Deutschland" trägt freche, sehr oft bissige Züge.

...

Seine Betrachtungen und Entwürfe macht der Autor mit anschaulichen Vergleichen, zahlreichen Statistiken und volkswirtschaftlichen Zahlenspielen transparent und gerade für den Laien verständlich.

...

Fazit: Eine beklemmende Analyse der deutschen Volkswirtschaft mit einem Aufruf zu radikalen Lösungen.

(c) jvb - literature.de - Das Literaturportal


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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Es wäre zum Lachen, wenn das Thema nicht so ernst wäre, 24. Oktober 2005
Von deathdealer92618 (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Gar nicht trocken, also ganz anders als andere Politsachbücher, teilweise sogar zum Schmunzeln, trotz des ernsten Themas, kommt Gabor Steingart mit diesem Buch daher. Haben Sie keine Angst vor spröden politischen/wirtschaftlichen Ausdrücken. Der Autor schreibt ganz toll, benutzt viele metaphorische Vergleiche (Volkswirtschaft = stockender Motor z.B.), so dass auch Laien dieses Buch verstehen werden.
Beginnend mit dem Ende des Ersten Weltkrieges bis heute zeigt er die Fehler auf die dazu führten, dass Deutschland heute nicht mehr die Wirtschaftsmacht ist, die es mal war. Was lief falsch unter unserem allseits beliebten Konrad Adenauer? Welche grundlegenden Dinge gingen bei Willy Brandt und Helmut Schmidt schief? Waren 16 Jahre Helmut Kohl komplett für die Katz? Und ist es tatsächlich egal wer momentan an der Macht ist? Im letzten Kapitel dann natürlich noch die Vorschläge wie man die Lage im Lande verbessern könnte. Als Beispiel sei die Verbilligung der Arbeit genannt oder auch die private Altersvorsorge. Ob dies realistische, durchführbare Ideen sind, darüber kann man sich vielleicht streiten, aber zumindest wird jeder Leser darüber nachdenken. Und genau das ist wichtig.
Für mich eines der besten Sachbücher der letzten Zeit! Es erklärt wichtige Zusammenhänge, es deckt schonungslos auf und es erweitert natürlich den eigenen Horizont. Zumindest behaupte ich aus diesem Buch etwas gelernt zu haben. Volle Punktzahl.
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49 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Zu kurz gesprungen, 26. Mai 2004
Von Ein Kunde
Gabor Steingart hat ein gut lesbares Buch über die Krankengeschichte des Patienten Deutschland vorgelegt. Die Probleme des Landes werden zutreffend und pointiert beschrieben und mit aussagekräftigem Zahlenmaterial dokumentiert. Hinzu kommt die Entlarvung ökonomischer Scheinargumente wie bspw. die von den Gewerkschaften immer wieder behauptete Relevanz der Lohnstückkosten - sicherlich, für Ökonomen ein alter Hut, aber andererseits schadet es auch nicht, immer wieder darauf hinzuweisen.

Trotzdem: Steingart springt mit seiner Analyse zu kurz, was damit zu tun haben könnte, daß es ihm wohl an einem staatsphilosophischen Kompaß fehlt. Er bleibt (leider) zu sehr Journalist, um sich von der lediglichen Beschreibung des Ist zu lösen. Fragen nach dem Warum, nach der Begründung des Staats, nach dem Zusammenhang von Mensch, Markt und Staat werden vorsichtshalber gar nicht erst gestellt. Sie wären aber notwendig, um klarer erkennen zu können, warum dem "System Bundesrepublik" bereits bei seiner Konstitution als "Soziale Marktwirtschaft" einige Geburtsfehler inhärent waren. Leser, die nach Antworten auf diese Frage suchen, wären mit Erich Weedes "Mensch, Markt und Staat" oder auch Roland Baaders "Fauler Zauber - Schein und Wirklichkeit des Sozialstaats" besser bedient.

Steingart spielt seine Stärken als Journalist aus, wenn er mit Statistiken wort- und bildreich ein Gemälde des deutschen Status Quo zeichnet. In diesen Passagen überzeugt das Buch am meisten. Schade nur, daß er sich dazwischen abschnittsweise zu persönlichen Polemiken hinreißen läßt. Sicherlich muß man Guido Westerwelle persönlich nicht mögen; ihm jedoch wie Steingart gleich sämtliche Argumente abzusprechen bzw. ihm ausschließlichen Populismus zu unterstellen, wird Westerwelle nicht gerecht (man lese nur sein Buch "Neuland") und fällt als unsachliche Kritik eher auf Steingart zurück.

Auch Steingarts Plädoyer für ein Mehrheitswahlrecht wäre für sich genommen diskutabel, wenn er sich darauf beschränkt hätte, auf die Vorzüge klarer parlamentarischer Mehrheiten hinzuweisen. Völlig unnötig hingegen sein Abgesang auf die kleineren Parteien. Die Grünen: Personell (hinter Fischer) am Ende. Die FDP: Der reine Populismus. Ausgerechnet der PDS würde Steingart eine Träne nachweinen, verträte sie doch angeblich den Osten - von einer inhaltlichen Diskussion ihres nach wie vor sozialistischen Kerns keine Spur.

Was bleibt ist ein Buch voll Licht und Schatten - lesenswert, aber leider nur in Teilen informativ und zudem ohne wirtschafts- und staatstphilosophische Fundierung.

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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hut ab - eine klare Analyse ohne Polemik !, 18. Juni 2005
Von Ulrich Mannes "UMa" (Meerbusch) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Endlich ein Buch, in dem die Fakten sachlich analysiert werden und genau so sachlich herausgearbeitet wird, wie in Deutschland Änderungen zum Positiven möglich sind. Gabor Steingart erläutert, wie sich die Probleme im Laufe der deutschen Geschichte entwickelt haben und wie man sie in den Griff bekommen kann. Die Umstrukturierung des Föderalismus hat genauso Priorität wie der Abbau von Subventionen, die Vereinfachung der Einkommensteuer und die Anhebung der Steuern auf Grundbesitz, Aktiengewinne und Erbschaften. Die heutigen "Zwangsabgaben" der Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Sozialfinanzierung müssen den Strukturen eines "welfare-mix" weichen. Es ist für mich beeindruckend, dass in diesem Buch eine unparteiliche, objektiv klare Analyse durchgeführt wird, die weder jubelnden Optimismus noch depressiven Pessimismus predigt, sondern realistisch mögliche Aktionen und ihre Auswirkungen auf die Situation in Deutschland aufzeigt. Heute hat es sich leider eingebürgert, dass in der Politik und den Medien unfundiert, aber mit verbal überzeugender Polemik Behauptungen aufgestellt werden, die keinerlei sachliche Basis besitzen. Da ist dieses Buch wohltuend anders - aber es verlangt auch mehr vom Leser als eine plakative Schlagzeile. Ein hervorragendes Buch, ich kann es nur empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen 'gute nacht, deutschland' - und 'gut gemacht, gabor'
lesebefehl! müßte man - in anlehnung an harald schmidt's 'kaufbefehl' - ausrufen, um dieses buch in jeden deutschen haushalt zu bringen. Lesen Sie weiter...
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1.0 von 5 Sternen Steingart ist so schlecht, vermeiden Sie ihn zu lesen
Gabor Steingart ist Spiegelredakteur. Das eroeffnet ihm Vermarktungschancen, und die nutzt er. Geschaeftssinn ist eine gute Sache. Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen im Gegensatz zu Polit-Talkshows keine Zeitverschwendung
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Am 18. Januar 2005 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen interessantes und wichtiges Buch
Interessantes und wichtiges Buch, was mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Allerdings ist es an manchen Stellen schon arg trocken und man muss sich überwinden weiterzulesen
Am 29. Dezember 2004 veröffentlicht

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