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Die Go-Spielerin
 
 

Die Go-Spielerin (Gebundene Ausgabe)

von Shan Sa (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 251 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: N.-A. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492044425
  • ISBN-13: 978-3492044424
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 560.174 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als sie vier Jahre alt war, da unterrichtete ihr Cousin Lu die junge Chinesin und Titelheldin von Shan Sas Roman im japanischen Strategiespiel Go. Schon damals war die rebellische Außenseiterin vom Wunsch zu siegen wie beseelt -- bis sie zu wahrer Meisterschaft gelangte und als erste Frau auf dem Platz der Tausend Winde spielen durfte. Inzwischen ist die adelige Icherzählerin in Die Go-Spielerin 16 Jahre alt. Ihr Cousin ist auch erst 20 -- und sieht doch schon aus wie ein Greis.

Die Zeiten sind hart in der Mandschurei des Jahres 1937: Die Japaner haben das Land besetzt, Aufstände werden brutal im Keim erstickt, Mitläufer beherrschen die politische Szene, Peking steht kurz vor dem Fall. In dieser Situation kommt ein Mandarin auf den Platz der Tausend Winde und fordert die Chinesin immer wieder zum Spiel heraus. Erst später erfährt das Mädchen, dass dies einer der verhassten japanischen Militärs gewesen ist. Auf dem jahrhundertealten Spielfeld des Go werden die Strategien von Angriff und Verteidigung wie in den Schützengräben neu erprobt -- und auf dem Schlachtfeld der Liebe ebenso. Am Ende stehen sich die beiden auf tragische Weise zum letzten Mal gegenüber und müssen erkennen, dass sie Spielbälle einer viel größeren Macht gewesen sind: "Ich weiß, dass das Spiel da oben weitergeht", erkennt der Japaner, der zweite Icherzähler dieses bezaubernden Buchs.

Als Die Go-Spielerin, der dritte Roman der 1989 nach dem Massaker auf dem Tianmen-Platz nach Paris emigrierten 30-jährigen Chinesin Shan Sa, in Frankreich erschien, wurde er sofort zum Sensationserfolg. Man kann das gut verstehen. Denn so einfach, klar und zart (und mit so viel exotischem Lokalkolorit) hat man selten von der Liebe in Zeiten des Krieges gelesen. --Thomas Köster

Kurzbeschreibung

»Das Dunkel des Salons ist schattig wie ein Kaisergrab: Die schwarzen Lackmöbel atmen einen schweren Duft, das Bett unter der purpurroten, goldbestickten Seide ist ein ewiges Flammenmeer. Ich muß hinaus auf den Platz der Tausend Winde. Der Unbekannte erwartet mich schon, unsere Partie fortzusetzen.« Mandschurei 1937: In den Wirren der japanischen Invasion widersetzt sich eine junge aristokratische Chinesin dem traditionellen Weg, der ihr von der Familie vorgegeben ist, und schließt sich einer Gruppe chinesischer Rebellen an. Während sie auf ihren großen Einsatz wartet, perfektioniert das junge Mädchen ihre Fähigkeit zu Konzentration und Kalkül beim täglichen Go-Spiel. Bis sich ein als Mandarin verkleideter japanischer Leutnant – ein Spion – unter die Go-Spieler mischt und mit ihr ein leidenschaftliches, besessenes Duell aufnimmt – in das sich beide über Wochen und Monate immer tiefer verstricken. Ein Duell, das in einer Tragödie gipfelt, wie sie nur auf eine große Liebe folgen kann.

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Vorstellungen eines Go-Amateurs, 23. April 2005
Diese Rezension stammt von: Die Go-Spielerin (Taschenbuch)
Der Roman ist wie eine Partie Go angelegt, SIE beginnt die Erzählung im 1. Kapitel = 1. Zug, gefolgt von IHM im 2. Kapitel = 2. Zug. Und so geht es abwechselnd weiter bis zum letzen = 92. Kapitel, dem unvermeidlichen letzten Zug. Beide erzählen das Geschehen aus ihrer jeweiligen Sicht in Ich-Form, was besonders dann interessant ist zu lesen, als sich beider Wege ungefähr ab dem 40. Zug kreuzen. Durch die Verwendung der Gegenwartsform gelingt der Autorin, ein Gefühl der Gleichzeitigkeit zwischen den beiden Protagonisten und mit dem Leser zu erzeugen. Allerdings ist der ganze Roman in der Präsenzform geschrieben, was angesichts der häufigen Rückblenden z.B. in die jeweiligen Kindheitserinnerungen doch etwas ermüdet.

Die Charakterisierung des Go-Spiels wirkt an manchen stellen übertrieben, mystifizierend: SIE vergleicht die Go-Steine mit Soldaten, die "gelenkig umher wirbeln, sich ihre Fallen in kreisenden Spiralen stellen" (S. 113), SIE "tauch[t] ein in die Abgründe der Mathematik" (S. 139) beim Zählen der Steine auf dem Spielbrett und kommt zu der Erkenntnis: "Go pfeift auf die Berechnung, brüskiert die Phantasie. ... Go ist das Spiel der Lüge. Man umzingelt den Feind mit Trugbildern, man zielt auf die einzig echte Wahrheit, den Tod" (S. 223) - während für IHN "eine Partie Go ausschließlich der Elite vorbehalten ist, eine Zeremonie, die mit allerhöchstem Respekt zelebriert wird" (S. 116). Diese philosophische Überfrachtung des Go-Spiels mag noch mit "dichterischer Freiheit" zu entschuldigen sein, einige Merkwürdigkeiten bei der Beschreibung der Go-Partie hätten aber - bei genauerer Kenntnis der Autorin des Go-Spiels bzw. bei etwas sorgfältigerer schriftstellerischer Ausarbeitung - vermieden werden können: nicht nur SIE, sondern auch ER - ein Japaner - bezeichnen die Ecken, Ränder und "Gegenden" des Go-Bretts mit Himmelsrichtungen, z.B. "Süden" für den unteren Rand. Im Japanischen (oder Deutschen) werden solche "geographischen" Bezeichnungen jedenfalls nicht verwendet, vermutlich auch nicht im Französischen (ob im Chinesischen, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis). Die ersten sieben Züge der Partie ist von krassestem Anfänger-Niveau (S. 113), trotzdem zieht sich die Partie über Tage und Wochen hin, über manche Züge brüten die Kontrahenten stundenlang, und hoch im Endspiel (jenseits von Zug 200, der auf S. 196 gesetzt wird) denkt ER: "Ihre Züge werden schneller und schneller. Sie wird immer listiger" (S. 223). Das ganze hört sich nicht an nach einer Go-Partie zwischen einigermaßen starken Spielern. Ein Roman, in dem Schach eine ähnlich prominente Rolle spielt wie hier das Go, in dem das Spiel jedoch so unrealistisch und exotisch überspannt beschrieben wird, wäre an der Hürde des Lektorats eines Verlages, der weiß was er publiziert, gescheitert.

Trotzdem ein interessantes Buch und unbedingt lesenswert, auch wenn die Euphorie der "Pariser Literaturszene" nicht ganz nachzuvollziehen ist. Es bleibt zu hoffen, dass wir nicht wieder über 30 Jahre auf das Erscheinen eines weiteren Go-Romanes warten müssen, die seit "The Master of Go" vergangen sind, der Übersetzung des Meisterwerkes "Meijin" des japanischen Nobelpreisträgers Kawabata Yasunari.

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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vielschichtig und raffiniert, große Klasse, 16. Mai 2004
Diese Rezension stammt von: Die Go-Spielerin (Taschenbuch)
Ein Drama um Liebe und Tod. Schauplatz ist die japanisch besetzte Mandschurei zur Zeit des letzten Kaisers Pu Yi. Eine Chinesin mit Kontakten in der Widerstandsbewegung und ein japanischer Offizier treffen sich an einem öffentlichen Platz zum Go-Spiel. Sie sind sich ebenbürtig, sie wissen beide nicht, dass sie mit ihrem Schicksal spielen, ahnen es allenfalls, und sie sind sich verfallen.

Die kurzen Kapitel sind nummeriert wie Züge beim Go. Durchgängig wechselt Zug um Zug der Spieler bzw. der Ich-Erzähler. Besonders reizvoll ist das, wenn die gleiche Episode nacheinander aus der Sicht beider geschildert wird, wobei mal sie, mal er einen Vorsprung im Verlauf der Handlung, sozusagen die Vorhand, hat. So wie beim Go oft am Anfang sehr locker und auf Distanz gesetzt wird, scheinen auch die ersten Kapitel relativ wenig miteinander zu tun zu haben, was sich später natürlich ändert. Go-Kenner werden vielleicht noch andere Ähnlichkeiten finden.

Der Roman lebt von Vielschichtigkeit und Kontrasten. Auf der Spielebene findet ein logisch-ästhetischer Kampf statt, dies zwischen zwei Spielern, die sich lieben, die aber zwei sich auf den Tod bekämpfenden Nationen angehören, die wiederum kulturell und historisch verwandt sind. Die fast platonische Liebe der beiden und ihre beherrschten Treffen kontrastieren mit ihren Gedanken und Träumen ebenso wie mit einer gewalttätigen Außenwelt. Ein Tanz auf dem Vulkan, knapp und teilweise hart geschildert, ein Nebeneinander von Grausamkeit und Poesie, dieser Roman hat viele Facetten, und ich werde ihn sicher noch einmal lesen. Erste Sahne, fünf Punkte.

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein phantastisches Buch, 21. November 2002
Die strenge, schnörkellose und dennoch wunderschöne Sprache macht es zu einem Genuß, dieses Buch zu lesen. Durch die beiden Ich-Erzähler, die jeweils ihre eigene Geschichte erzählen, oft aber gleiche Erlebnisse höchst verschieden reflektieren, entsteht eine enorme Dynamik. Gleichzeitig scheinen die Charaktere in ihrem Schicksal festgefroren. Nimmt man noch die liebevolle, niemals selbstverliebte Beschreibung der kulturellen und zeitgenössischen Einzelheiten hinzu, entsteht ein Gesamtkunstwerk, das Wert ist, gelesen zu werden.
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4.0 von 5 Sternen Faszinierende Begegnung zweier "Feinde"
Ein japanischer Offizier und eine sechzehnjährige Chinesin (die "Gospielerin") begegnen sich 1931 beim Gospielen in der "Stadt der tausend Winde" in der von Japanern besetzten... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Tobias Stephan veröffentlicht

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Vor 17 Monaten von Kathrin Thomas veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen nicht für Go-Spieler geeignet
Als Hobby-Go-Spieler interessierte mich der Titel und der Klappentext klang auch noch annehmbar. Leider ein Irrtum, wie sich herausstellte. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Oliver Tacke veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen ein toller "Augenzeugenbericht"
Das Buch hat mir einen sehr guten Einblick in die Zeit der japanischen Besetzung der Mandschurei gegeben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juli 2007 von Anja Konietzny

1.0 von 5 Sternen Ein fürchterliches Buch
Das Buch kaufte ich blind, denn als Go-Spieler interessierte mich allein der Titel, doch leider war es ein Fehlkauf, denn die Go-Spielerin ist ein fürchterliches Buch -- zumindest... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2007 von Wortraum

5.0 von 5 Sternen Liebe und Schmerz
Wie soll es auch anders sein in Zeiten des Krieges und dann auch noch zwischen einer Chinesin und eines Japaners. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2007 von zantedischia

1.0 von 5 Sternen unglaublich schlecht
Einer Freundin zuliebe, die mir dieses Buch geliehen, habe ich es bis zuende gelesen. Ansonsten hätte ich spätestens nach 50 Seiten aufgegeben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Mai 2005 von dr-dicht

4.0 von 5 Sternen Liebe in Zeiten des Krieges
Die Geschichte einer chinesischen Tochter aus gutem Hause und eines japanischen Leutnants spielt in der von Japan besetzten Mandschurei im Jahr 1937. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2005 von anatnom

5.0 von 5 Sternen Einfach wunderbar
Dieses Buch ist sehr vielschichtig und komplex, dass es sehr fällt, es mit kurzen Worten zu umreißen. Lesen Sie weiter...
Am 11. November 2004 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Verschlingen.
Ein fantastisches Buch, das man geradezu verschlingen muss. Dadurch, dass jeweils ein Kapitel aus der Sicht der Go-Spielerin und ein Kapitel aus der Sicht des japanischen Soldaten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2004 von Harald Hofer

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