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Die Macht des Wetters. Wie das Klima die Geschichte verändert
 
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Die Macht des Wetters. Wie das Klima die Geschichte verändert (Taschenbuch)

von Brian Fagan (Autor)
1.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Patmos (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491724457
  • ISBN-13: 978-3491724457
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.037.069 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Klimaveränderungen, deren Auswirkungen wir auch in Europa mit Unwettern und Überschwemmungen immer stärker spüren, sind nicht neu. In diesem Buch zeigt der Anthropologe Brian Fagan, wie eine weltweit wirkende Klimamaschine das Wetter auf unserem Globus bestimmt und auch die Geschicke menschlicher Gesellschaften und ihre Entwicklung beeinflußt

Über den Autor

Brian M. Fagan ist Archäologe und emeritierter Professor für Anthropologie an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara. Er ist erfolgreicher Sachbuchautor zu Themen der Archäologie, der Vor- und Frühgeschichte, der antiken Kulturen und der Entwicklung der Zivilisation.

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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Alles "El Nino" oder was?, 24. Juni 2001
Der Autor reduziert die ganze Klimageschichte mehr oder weniger auf eine Abfolge von "El Nino" Ereignissen, nur die "kleine Eiszeit" in Europa bringt er in Zusammenhang mit einer verminderten Sonnenfleckenaktivität, viele Ereignisse die in Zusammenhang mit Vulkanaktivitäten stehen gehen mehr oder weniger unter. Er erwähnt zwar die Wetteranomalien um 1200 v. Chr. im Mittelmeerraum vergißt aber den Zusammenhang mit der Explosion der Insel Santorin. Mögliche Zusammenhänge wie etwa der Einschlag eines Meteoriten im Tschad um 2200v. Chr., der einen Krater von 12 km Durchmesser hinterließ, und dem Untergang des "alten" ägyptyschen Reiches scheinen ihm unbekannt, die ganze Beweisführung ist für ein Fachbuch recht dünn. Das politische Fazit das der Autor zieht ist ein wenig "grün angehaucht", aber es hinterläßt das Gefühl, als wolle er nirgends anecken. Von einem "Professor" habe ich erheblich mehr Detailswissen erwartet.
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Missglückte 'Generaltheorie', 1. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Fest scheint zu stehen dass es Klimaveränderungen gibt, "deren Auswirkungen wir auch in Europa mit Unwettern und Überschwemmungen immer stärker spüren". Fagans erste These ist, dass diese Klimaveränderungen "nicht neu" seien. Zudem geht es 1. darum, zu zeigen "wie eine weltweite Klimamaschine [sic!] das Wetter auf unserem Globus bestimmt" und 2. wie diese 'Maschine' auch die Entwicklung menschlicher Gemeinschaften - den Aufstieg und Fall von Herrscherhäusern, das Vertrauen der Menschen in ihre Institutionen beispielsweise - beeinflusst. (Cf. Klappentext Rückseite; S.7ff.). In bezug auf die naturwissenschaftliche Komponente des Buches mahnt der Klappentext (Innenseite vorne) an, dass im Zusammenhang mit Umweltkatastophen nicht allein der Treibhauseffekt zu beachten sei, sondern ebenso auch das El Niño-Phänomen. Es scheint, betrachtet man die Disposition des Buches, dass Fagan einen Schwerpunkt auf El Niño legt (sowohl, was dessen naturwissenschaftliche Erklärung als auch, was seine gesellschaftlichen Auswirkungen betrifft). (Teil I)

Geht es Fagan um 'klare', allzu klare Kausalitäten, mechanistische Zusammenhänge (die Rede von der "Klimamaschine" nährt den Verdacht zusätzlich)? Zwei Beispiele nur. Erstens: Die Klimawissenschaft versteht heute El Niño und wir haben die wissenschaftlichen Werkzeuge zur Rekonstruktion der Klimageschichte ý das ist eminent wichtig für das Verständnis der Weltgeschichte ý "Wir wissen, dass kurzfristige klimatische Anomalien keine blossen Zufälle oder Ausrutscher waren" (in welchem Zusammenhang steht diese Behauptung mit dem Vorherigen?) ý es gibt einen engen Zusammenhang zwischen ungewöhnlichen Klimaänderungen (zuvor war allerdings die Rede von Schwankungen!) und ungewöhnlichen historischen Ereignissen: "Der Untergang des Alten Reiches in Ägypten fiel zum Beispiel mit einer grossen Dürre zusammen (...)". (S.11) Bedeutet zeitliche Koinzidenz Kausalität? Inwiefern müssten nicht die Kontingenzen historischer Phänomene mitbedacht werden? Zweitens: Gesellschaften haben, so Fagan, relativ wenig Spielraum bei der Reaktion auf klimatische Belastungen: Anpassung (z.B. durch Ortsveränderung), Innovation ... oder eben: Zusammenbruch. Die Moche in Nordperu etwa - einer der frühen Hochkulturen, deren Entwicklung in diesem Buch nachgezeichnet wird (Teil II) - waren angeblich wenig anpassungsfähig, "sie herrschten mittels strenger zentralisierter Kontrolle und unflexiblen religiösen Ideologien". Folge: ihre Kultur ging "angesichts der Dürre und der unvermeidlichen El Niño-Überschwemmungen unter" (S.12); - so einfach geht das! Teil III schliesslich widmet sich den Klima-Mensch-Zusammenhängen in jüngerer Zeit, um zu zeigen, dass "dieselben Beziehungen zwischen Versorgungskapazität, Bevölkerung und der Legitimation von Herrschern und Regierungen auch heute noch funktionieren". Wäre dem so, bzw. liesse sich die Frage der Stabilität von Institutionen derart verkürzend auf die genannte Beziehung reduzieren, dürfte - um nur ein Beispiel unter vielen möglichen zu nennen - die Herrschaft der Taliban in Afghanistan längst nicht mehr andauern. "Die Überbevölkerung", so Fagan, ohnehin recht undifferenziert in seiner Bemühung des 'Überbevölkerungs'-Problems (cf. z.B. S.255f. inkl. einer Preisung Malthus'), "und ihre Konsequenzen, die globale Erwärmung oder ein abrupter Klimawechsel alleine werden unsere Zivilisation nicht zerstören. Aber die Kombination von allen dreien macht uns gegenüber den klimatischen Kräften verletzlich wie nie zuvor." (S.14). 270 Seiten führen zu diesem in der Tat nicht sehr aufregenden Schluss, einmal abgesehen davon, dass Fagans Konklusion sich durchaus in eine allenfalls verkaufsfördernde Bedrohungssemantik einschreibt. 270 Seiten auch, um zu erfahren, wie eine angebliche Klimamaschine (über die Implikationen dieser Metapher lohnt es sich allenfalls nachzudenken) menschliche Gesellschaften beeinflusst, ohne eine Betrachtung des Umgekehrten: wie beeinflussen Menschen das Klima?

An eine monokausale Theorie zur Erklärung des Gangs der Geschichte glauben zu können, mag Forschende vielleicht vor einer, den quantitativen Ausstoss an bedrucktem Papier lähmenden, intellektuellen Verunsicherung bewahren. - Gute Bücher, anregende und innovative Forschung garantiert es freilich nicht.

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