Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Immer, so weit ich zurückdenken kann, hab ich das Meer gehört, 27. Oktober 2008
"Immer, so weit ich zurückdenken kann, hab ich das Meer gehört"
Mit diesen Worten, die schon die Keimzelle dieses Romans sind, beginnt Jean-Marie Gustave Le Clézios "Der Goldsucher".
Vordergründig betrachtet; ein Abenteuerroman. Sehr bald ist man als Leser in diesem poetischen Prosameer gefangen und merkt, dass es Jean-Marie Gustave Le Clézio um viel mehr geht, als man vielleicht vermutet hat.
Alexis' Suche nach dem vermeintlich auf Rodriguez versteckten Gold des Korsaren wird zu einer lebensbestimmenden Suche, die Alexis zurück in die Traumwelt seiner Kindheit führt und ihn in seine Heimat Mauritius zurückkehren lässt.
Besonders fasziniert hat mich an diesem Roman die allgegenwärtige Liebe des Autors zu seinen Figuren (die gleichgestellt mit seiner Liebe zum Meer scheint). Die literarische Zeichnung seiner Frauengestalten gehört mitunter zum Schönsten, das ich je gelesen habe (und ist nebenbei bemerkt auch meilenweit vom Kitsch entfernt).
Ein großartiger, im besten Sinne wunderschöner Roman, von dem man sich nach wenigen Seiten schon nicht mehr trennen will.
Ein exotisches literarisches Abenteuer, eine Schatzkiste der Träume und ein Hohelied der Liebe, ein Fest für alle Sinne.
"Der Goldsucher" war mein zweiter Roman von Jean-Marie Gustave Le Clézio und hat mich endgültig von der Größe dieses Autors überzeugt.
Das ist Weltliteratur, große Kunst, die weit entfernt vom literarischen Mainstream ist.
Wenn auch Literaturpreise nicht ausschlaggebend für die künstlerische Qualität sind, so hat die diesjährige Vergabe des Nobelpreises für Literatur doch sehr viel erreicht, schon allein dadurch, dass die uns Lesern durch die Neuauflagen dieser in den Backlists der Verlage KiWi und Piper schlummernden Schätze die Chance gab, diesen Autor zu entdecken.
Zusammen mit J. M. Coetzee, Imré Kertesz und José Saramago ist er (meiner Meinung nach) einer der wenigen Schriftsteller, die diesen Preis in den letzten Jahren wirklich zu Recht erhalten haben.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Immer, so weit ich zurückdenken kann, hab ich das Meer gehört... , 27. Oktober 2008
"Immer, so weit ich zurückdenken kann, hab ich das Meer gehört"
Mit diesen Worten, die schon die Keimzelle dieses Romans sind, beginnt Jean-Marie Gustave Le Clézios "Der Goldsucher".
Vordergründig betrachtet; ein Abenteuerroman. Sehr bald ist man als Leser in diesem poetischen Prosameer gefangen und merkt, dass es Jean-Marie Gustave Le Clézio um viel mehr geht, als man vielleicht vermutet hat.
Alexis' Suche nach dem vermeintlich auf Rodriguez versteckten Gold des Korsaren wird zu einer lebensbestimmenden Suche, die Alexis zurück in die Traumwelt seiner Kindheit führt und ihn in seine Heimat Mauritius zurückkehren lässt.
Besonders fasziniert hat mich an diesem Roman die allgegenwärtige Liebe des Autors zu seinen Figuren (die gleichgestellt mit seiner Liebe zum Meer scheint). Die literarische Zeichnung seiner Frauengestalten gehört mitunter zum Schönsten, das ich je gelesen habe (und ist nebenbei bemerkt auch meilenweit vom Kitsch entfernt).
Ein großartiger, im besten Sinne wunderschöner Roman, von dem man sich nach wenigen Seiten schon nicht mehr trennen will.
Ein exotisches literarisches Abenteuer, eine Schatzkiste der Träume und ein Hohelied der Liebe, ein Fest für alle Sinne.
"Der Goldsucher" war mein zweiter Roman von Jean-Marie Gustave Le Clézio und hat mich endgültig von der Größe dieses Autors überzeugt.
Das ist Weltliteratur, große Kunst, die weit entfernt vom literarischen Mainstream ist.
Wenn auch Literaturpreise nicht ausschlaggebend für die künstlerische Qualität sind, so hat die diesjährige Vergabe des Nobelpreises für Literatur doch sehr viel erreicht, schon allein dadurch, dass die uns Lesern durch die Neuauflagen dieser in den Backlists der Verlage KiWi und Piper schlummernden Schätze die Chance gab, diesen Autor zu entdecken.
Zusammen mit J. M. Coetzee, Imré Kertesz und José Saramago ist er (meiner Meinung nach) einer der wenigen Schriftsteller, die diesen Preis in den letzten Jahren wirklich zu Recht erhalten haben.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Abenteuer und Naturgeschehen, eine literarische Bestleistung, 5. November 2008
J.M.G. Le Clézio Der Goldsucher Kiepenheuer& Witsch
ISBN 3462041150
Alexis, ein freundlicher kleiner Junge, lebt mit seiner Schwester und den Eltern um das Jahr 1900 auf Mauritius, einer Insel im indischen Ozean. Die Natur ist herrlich, das Meer rauscht und der Junge wandert, klettert und spielt mit seinem Freund Denis, während er den Tönen lauscht, die von den Vögeln, dem Rauschen der Bäume und den Wogen des Meeres ausgehen. Der Vater erklärt den Kindern die Sternbilder und die schöne Mutter unterrichtet sie, weil sein Vater in Geldnöten steckt und einen Hauslehrer nicht mehr bezahlen kann. Erinnern kann sich Alexis später nicht mehr an die Worte der Mutter, wohl aber an ihre Schönheit.
Der Vater droht bankrott zu gehen, da er sich in Geschäfte mit einem Elektrizitätswerk für die Insel verstrickt hat.
Nach einem schrecklichen Orkan, der über die Insel hinweg fegte und alles in Trümmern legte, woran das Herz der Familie hing, mussten sie ihr schönes und verwunschenes Haus in Boucan verlassen. In Port Louis verdingt sich der Vater als Buchhalter und die Familie verarmt zusehends. Nach dem Tod des Vaters muss Alexis alleine für die Familie aufkommen.
Alexis träumt von Seefahrern und von geheimen Schätzen, die es zu finden gilt. Er und seine Schwester Laure sind wie zwei Kameraden, die zusammen halten.
Seine Träume gehen weit, denn nichts sehnt er so sehr herbei, wie die Abenteuer der Seefahrt und die Suche nach dem Goldschatz des Korsaren, von dem eine Kiste mit Geheimpapieren aus dem Nachlass des Vaters berichtet!
Clézio ist ein Meister der Prosa, und seine Landschafts- und Naturbeschreibungen gehören mit zu den schönsten Passagen in seinem Buch. Neben der Abenteuergeschichte sind es diese Beschreibungen, die einem den Zauber des Ozeans, das Meeresgetier, die außergewöhnliche Vegetation der Inseln im indischen Ozean und die Fahrt über die großen Meere dieser Erde nahe bringen. Wie ein Zauber muten einen die Träume und Abenteuer des Helden an. Sie führen ihn und uns nach Rodriguez, wo er verzweifelt über Jahre nach dem vermeintlichen Goldschatz sucht.
Nach mancherlei Abenteuern, Kriegseinsatz im ersten Weltkrieg und Rückkehr auf seine Insel bleibt er, ein Träumer für immer, alleine.
Der zweite Roman des Literaturnobelpreisträgers des Jahres 2008 ist ein Abenteuerroman der besten Sorte und für Liebhaber dieses Genres bestens geeignet!
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