Aus der Amazon.de-Redaktion
Baikal ist tief und unergründlich wie der russische See, den es nicht mehr gibt in der Welt von
Globalia. Hier leben die Menschen unter einem riesigen, gläsernen Firmament, die vor äußeren Gefahren schützt und immer für bestes Wetter sorgt. Von den geographischen Wundern der Vergangenheit sind nur die Namen geblieben, wie der des jungen Baikal, der sich schon bald als Rebell entpuppt. Gemeinsam mit seiner Freundin Kate entflieht er seiner perfekten Umgebung bei einer Trekkingtour in eine Non-Zone. Bald jedoch fängt der Gesellschaftsschutz Baikal wieder ein -- allerdings nur, um anschließend eine mörderische Jagd auf ihn zu eröffnen. Denn wer das optimale Gemeinwesen von
Globalia herausfordert und damit in Frage stellt, muss damit rechnen, vom Gemeinwesen für seine Zwecke ausgenutzt zu werden ...
Globalia des 52-jährigen Arztes, Schriftstellers und Mitbegründers von Ärzte ohne Grenzen Jean-Christophe Rufin ist ein utopischer Thriller, der von einer Demokratie ohne echte Mitbestimmung berichtet, von einer Welt scheinbar grenzenloser Freiheit unter einer beengenden Kuppel aus Glas. George Orwells 1984 mag hier ebenso Pate gestanden haben wie Aldous Huxleys Schöne neue Welt, aber in letzter Konsequenz ist Globalia, den neuesten Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Ökologie eingedenk, viel glaubwürdiger als diese schon etwas angestaubten und von der Zeit längst überholten Klassiker. In einem Nachwort gibt Rufin an, im Roman eine allgemeine und aktuelle Frage erörtert zu haben: die Begegnung zwischen den Zivilisationen, die Missverständnisse, Hoffnungen und Gewalttaten, die daraus entstehen. Zum Glück hat diese hehre Absicht den Autor nicht gelähmt. Denn Globalia ist vor allem auch eines: spannende, von der ersten bis zur letzten Seite fesselnde und intelligent gemachte Unterhaltungsliteratur. --Stefan Kellerer
Pressestimmen
"Globalia ist ein hochspannendes Stück Social Science- Fiction: der Blick in eine fremde Welt, die gar nicht mehr so fern ist: denn ihre Bestandteile sind längst Gegenwart geworden. Ein großer Roman, nicht zuletzt in seinem heftigen, romantischen Bekenntnis zu Widerstand und zur Unzerstörbarkeit menschlicher Solidarität." (Mathias Greffrath)
"Eine politische Attacke gegen eine Welt, in der die Menschen zu Topfpflanzen degradiert sind. Ein großartiger Abenteuerroman, der an die Traditionen der großen Zukunftsromane wie '1984' oder 'Fahrenheit 451' anknüpft." (Elle)
"Es ist eine sichere Wette, dass dieses Buch Geschichte machen wird." (Nouvel Observateur)
"Rufin ist eine Art Steven Spielberg des Romans. Und als guter Mediziner weiß er, dass Vorsorgen besser ist als Heilen." (Le Figaro)
"Ein Szenario von Orwell'schem Format." (Time)