Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klassiker, 6. Februar 2002
Von Ein Kunde
Dies ist das erste Buch, das ich von Balzac gelesen habe und ich habe es nicht bereut. Am Anfang fiel es mir zwar etwas schwer, alle Hauptfiguren mit Namen und ihrer persönlichen Geschichte einzuordnen, aber später, als ich alle "kannte" war es faszinierend, in diese Welt einzutauchen. Erzählt wird die traurige Geschichte des Herrn Goriot, der es mit viel Fleiss zu etwas Vermögen gebracht hat und all seine Liebe und Ersparnisse für seine beiden Töchter aufwendet. Sie bedeuten ihm als Abbilder seiner verstorbenen Frau einfach Alles. Um den teuren Lebensstil seiner Töchter zu finanzieren, mietet er sich in einer schäbigen Pension ein, die von anderen sehr interessanten Charakteren bewohnt wird, die Balzac fesselnd und ungemein scharfsichtig zeichnet. Der alte Mann wird schliesslich durch die selbstlose Liebe zu seinen undankbaren Kindern zugrunde gerichtet. Nur der Student und Sympathieträger Rastigniac kümmert sich schliesslich um ihn und steht ihm bis zum bitteren Ende bei. Dieser Roman ist spannend geschrieben und man verschlingt ihn bis zur letzten Seite. Es geht um Liebe, Hass, gemeine Niedertracht, Selbtaufopferung..., kurzum: Balzac entwirft eine Welt im Kleinen und überzeugt durch sein grosses psychologisches Gespür.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Gratwanderung zwischen Vaterliebe und Verwöhnung, 5. Oktober 2003
"Vater Goriot" ist bestimmt eines der bekanntesten unter Balzacs Werken. Vater Goriot liebt und verwöhnt seine Töchter Anastasie und Delphine über die Maßen. Alles, was er besitzt, gibt er für die beiden Töchter hin, welche mit ihrer jeweils schönen Mitgift schwerreiche, hochangesehene, aber kaltherzige Männer ehelichen. Kaum hat der Vater sein Vermögen auf die beiden Schwiegersöhne übertragen, damit es seinen beiden "Augäpfeln" auch gut gehe, verlieren die Schwiegersöhne jedes Interesse an dem linkischen, bürgerlichen Schwiegervater, der auf jeder festlichen Veranstaltung zu stören scheint. Den Töchtern wird von ihren Ehemännern der Umgang mit dem Vater untersagt. Werden sich die beiden geliebten Töchter, von Goriot zärtlich "Nasie" und "Fifine" genannt, über das Verbot ihrer Ehemänner hinwegsetzen, um ans Sterbebett ihres Vaters zu eilen, als die jungen Studenten Bianchon und Rastignac, die Vater Goriot während seiner letzten Tage pflegen, sie bitten zu kommen? Diese Frage nagt am Leser bis zu den letzten Seiten des Buches und hält die Spannung aufrecht. Am Ende sind wir ratlos, was wir aus dem Buch über "die rechte Elternliebe" lernen können. Auf jeden Fall teilen wir mit Balzac die Sympathie für seinen Helden Goriot.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vater Goriot, 8. Oktober 2005
Balzacs 1834 verfasster Roman „Vater Goriot" handelt von dem 69jährigen Greis Goriot, einem ehemaligen Nudelfabrikanten der seinen Töchtern all seinen Besitz als Mitgift gab und sie selbst in seinem hohen alter von seiner kläglichen Rente mitversorgt und dem jungen Jurastudenten Rastignac, der zum ersten Mal in seinem Leben Paris kennen lernt. Beide Leben im Haus Vauquer, einer Pension für Familien und Einzelpersonen. Während Rastignac sich entscheiden muß, ob er ein eigennütziges Leben führen will, verpfändet Goriot selbst seine Rente, um seinen Töchtern noch mehr Geld zukommen lassen zu können. „Vater Goriot" ist das Portrait zweier Männer, die Paris im Jahre 1819 aus verschiedenen Perspektiven erleben. Während Rastignac noch jung ist, sein Leben vor sich hat und entscheiden muß, wie er es führen will, hat Goriot bereits die Entscheidung lange hinter sich gebracht und durchlebt einen stetigen sozialen Abstieg, wobei er nicht genug Kraft aufbringen kann um diesen noch abzuwenden, da er sich sonst von seinen Töchtern abwenden müßte. Schließlich und endlich muß sich Rastignac entscheiden, ob er zu Goriot halten will, als es mit seiner Gesundheit bergab geht. Auch in diesem Buch rechnet Balzac wieder gnadenlos mit der Pariser Gesellschaft des 19. Jahrhunderts ab und zeigt besonders dadurch ihre Kaltherzigkeit, dass Madame Vauquer Rastignac seine Schulden aufzählt, als Goriot mittellos im Sterben liegt.
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