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Physiologie des Geschmacks: Oder Betrachtungen über das höhere Tafelvergnügen
 
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Physiologie des Geschmacks: Oder Betrachtungen über das höhere Tafelvergnügen (Taschenbuch)

von Jean Anthelme Brillat-Savarin (Autor), Emil Ludwig (Redakteur, Übersetzer)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: Insel, Frankfurt; Auflage: 8., Aufl. (14. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458321233
  • ISBN-13: 978-3458321231
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 10,9 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Physiologie des Geschmacks
OT Physiologie du goût OA 1826 DE 1865 Form Sachbuch Bereich Kulturgeschichte
Die Physiologie des Geschmacks bereitet ein Menü für literarische Feinschmecker. Die Zutaten reichen von Betrachtungen der Weltgeschichte im Spiegel des Essens und Trinkens über Anekdoten und Porträts prominenter Gourmets (und deren Antipoden) bis zu Rezepten erlesener Gerichte.
Inhalt: Die anonyme Erstausgabe von 1826 des Werks mit dem Untertitel Betrachtungen über das höhere Tafelvergnügen nennt als Verfasser einen Professor, der Mitglied mehrerer gelehrter Gesellschaften sei. Diese Fiktion entspricht Brillat-Savarins wissenschaftlichem Ehrgeiz, das Interesse der Physiologie, die sich vorwiegend mit den »höheren« Sinnesorganen Auge und Ohr beschäftigt, auf jene »niederen« Geschmacksorgane zu lenken, die am Vorgang des Essens und Trinkens beteiligt sind. Als roter Faden dient die Unterscheidung zwischen dem Feinschmecker und einem Esser, dem es – aus physiologischer Sicht – an jener Feinheit der Organe fehlt, »ohne die das opulenteste Mahl ungewürdigt bleibt«. Brillat-Savarin erinnert sich an eine konkrete Verkörperung dieser Typen, die aus physiologischen, aber ebenso aus psychologischen Gründen »nur essen, um satt zu werden« und stellt fest: »In diesen Kreis gehört auch Napoleon. Unregelmäßig in seinen Mahlzeiten, aß er schnell und schlecht. Auch hier findet man diesen absoluten Willen, den er überall kundgetan. Kaum spürte er Appetit, sofort musste er gestillt werden, und seine Leute waren darauf dressiert, an jedem Ort und zu jeder Stunde ihm sofort beim ersten Befehl Geflügel, Koteletten und Kaffee vorzusetzen.«
Weit davon entfernt, die Feinschmeckerei als Zeichen von Luxus zu definieren, gibt Brillat-Savarin Ratschläge für Haushalte mit unterschiedlichem Einkommen, beschreibt die wohltuenden Wirkungen der Tafelfreuden (im Gegensatz zu Befriedigung von Esslust) und gelangt zu einer Geschichte der Nahrungsaufnahme beim Menschen. Nach einem Exkurs über die Philosophie der Küche steuert der Autor für ihn neue Rezepte bei, u. a. das in der Schweiz kennen gelernte Fondue.
Wirkung: Brillat-Savarins literarische Meisterschaft der Verknüpfung präziser Beobachtungen mit pointierten Schlussfolgerungen fand bereits bei Honoré de R Balzac höchste Wertschätzung. Über den kulturgeschichtlichen Quellenwert hinaus behielt die Physiologie des Geschmacks ihren Reiz als Fundgrube »zeitloser« Einsichten, etwa in den Einfluss des Essens auf Geschäfte aller Art. Eine Backware, die nach dem in zahlreiche Sprachen übersetzten Autor benannt wurde, ist der Savarin: ein ringförmiger, mit einer alkoholischen Flüssigkeit getränkter Hefekuchen. C. W.


Kurzbeschreibung

Die anonyme Erstausgabe von 1826 des Werks mit dem Untertitel Betrachtungen über das höhere Tafelvergnügen nennt als Verfasser einen Professor, der Mitglied mehrerer gelehrter Gesellschaften sei. Diese Fiktion entspricht Brillat-Savarins wissenschaftlichem Ehrgeiz, das Interesse der Physiologie, die sich vorwiegend mit den >>höheren<< Sinnesorganen Auge und Ohr beschäftigt, auf jene >>niederen<< Geschmacksorgane zu lenken, die am Vorgang des Essens und Trinkens beteiligt sind. Als roter Faden dient die Unterscheidung zwischen dem Feinschmecker und einem Esser, dem es - aus physiologischer Sicht - an jener Feinheit der Organe fehlt, >>ohne die das opulenteste Mahl ungewürdigt bleibt<<. Brillat-Savarin erinnert sich an eine konkrete Verkörperung dieser Typen, die aus physiologischen, aber ebenso aus psychologischen Gründen >>nur essen, um satt zu werden<< und stellt fest: >>In diesen Kreis gehört auch Napoleon. Unregelmässig in seinen Mahlzeiten, ass er schnell und schlecht. Auch hier findet man diesen absoluten Willen, den er überall kundgetan. Kaum spürte er Appetit, sofort musste er gestillt werden, und seine Leute waren darauf dressiert, an jedem Ort und zu jeder Stunde ihm sofort beim ersten Befehl Geflügel, Koteletten und Kaffee vorzusetzen.<< Weit davon entfernt, die Feinschmeckerei als Zeichen von Luxus zu definieren, gibt Brillat-Savarin Ratschläge für Haushalte mit unterschiedlichem Einkommen, beschreibt die wohltuenden Wirkungen der Tafelfreuden (im Gegensatz zu Befriedigung von Esslust) und gelangt zu einer Geschichte der Nahrungsaufnahme beim Menschen. Nach einem Exkurs über die Philosophie der Küche steuert der Autor für ihn neue Rezepte bei, u. a. das in der Schweiz kennen gelernte Fondue.

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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Bericht über eine Zeit opulenter Tafelfreuden, 25. Juni 2001
Der Autor führt den Leser mit seiner kurzweiligen Art durch die verschiedenen Stufen eines kulinarischen Bewusstseins. So vermischt sich beim 'professeur' psychologischer Feinsinn mit zahlreichen Anekdoten aus der Zeit zu der man noch nicht durch die Essens-Gänge hastete zu einer Philosophie der Tafelfreuden. Verständlich, dass kaum noch etwas dieser Erfahrungen in die heutige Zeit übertragbar ist - wer kann sich denn noch vorstellen, dass ein üppiger Fasanenbraten mit noch klotzigeren Beilagen nur eine von vielen Vorspeisen sein soll ? Es bleibt das Buch so zu nehmen, wie es heute noch gelesen werden kann - als amüsanten Einblick in das Leben eines "essenserfahrenen Fanatiker" und als zeitgenössisches Dokument über ein Leben in Frankreich als jenes gerade um neue kulinarische Entdeckungen wie z.B. Kaffee und Kakao bereichert wurde. Fazit: für Menschen, die sich gern die Muse zum geschmacklichen Geniessen nehmen, ist dieses Buch fraglos passend.
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5.0 von 5 Sternen Wunderbares humorvolles Werk über die Kunst des Geniessens, 12. Juli 2009
Dieses Buch beschreibt sehr humorvoll die Kunst des Genießens und die Schwierigkeiten, die einige damit haben und wo Genuß aufhört und Völlerei beginnt.
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