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Das Neue Testament und frühchristliche Schriften
 
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Das Neue Testament und frühchristliche Schriften (Gebundene Ausgabe)

von Klaus Berger (Autor), Christiane Nord (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1373 Seiten
  • Verlag: Insel, Frankfurt; Auflage: Neuauflage. (12. Juni 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458169709
  • ISBN-13: 978-3458169703
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,4 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Christian Schuler, der Klaus Bergers populärwissenschaftliche theologische Werke eigentlich schätzt, bleibt bei dieser Neuübersetzung des Neuen Testaments und einiger apokrypher Schriften äußerst skeptisch. Der "Funktionalismus" - die neueste Theorie in der Übersetzungswissenschaft - leuchtet ihm hier überhaupt nicht ein. Er besteht nach Schulers Erläuterung im wesentlichen darin, dass das Deutsch aktualisiert werde, und mehr noch, dass unverständliche Brüche im Original durch für den Leser nicht kenntlich gemachte Zusätze überbrückt werden. Im einzelnen hört sich das so an: Wo es in der Luther-Übersetzung heißt "Euer Gold und Silber ist verrostet, und sein Rost wird euch zum Zeugnis sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer", schreiben Berger und seine Mitübersetzerin Christiane Nord "Euer Gold und Silber sind oxidiert, und die Reste werden euch anklagen und euer Fleisch zerfressen wie Feuer" Schuler kann sich nicht helfen: Das ist "hölzerne Faktenprosa".

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Die hier vorliegende Übersetzung der ältesten und grundlegenden Schriften des Christentums ist in mehrfacher Hinsicht neuartig und geradezu revolutionär. außer in den Übersetzungsprinzipien und der Art der Kommentierung liegen die Besonderheiten der Ausgabe in Umfang und Anordnung der Schriften, durch die die Geschichte des frühen Christentums erst plausibel wird.

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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen strittige Thesen, spannende Übersetzungsvorschläge: gelungen, 14. Februar 2001
Von Ein Kunde
K. Berger und Chr. Nord ist etwas seltenes gelungen. Ihre Übersetzung wird strittig bleiben. Die zeitliche Einordnung der Texte wird strittig bleiben. Sogar die Zusammenstellung der Texte wird von einigen immer abgelehnt werden.

Aber auf Konsens ist dieses Buch auch gar nicht aus. Wer Klaus Berger kennt, weiß, daß es eher um das Gegenteil geht. Wo ein Konsens das Denken blockiert, ist er aufzulösen. Und um nicht nur negativ zu sein, ideologiekritisch alles kleinzumachen, zeigt er schon lange und gerne alternative Lösungsansätze auf. Deren Ziel ist es in der Regel nicht, DER NEUE KONSENS zu werden, sondern das Denken in Alternativen zu ermöglichen.

Zur Übersetzung: Sie ist nicht wörtlich - und ärgert denjenigen, der meint, wörtlich sei richtig. Berger/Nord versuchen, den kultur- und religionsgeschichtlichen Hintergrund mit in die Übersetzung einzubringen - zur Not durch Einfügungen -, der damaligen Lesern präsent, uns heute aber oft gar nicht bekannt ist. Ein derartiges Übersetzungsunternehem hat es in der Tat im biblischen Bereich noch nicht gegeben. Gleichzeitig versuchen Berger/Nord wie Luther den "Leuten aufs Maul" zu schauen, ohne dabei peinliche Soziologensprache zu verwenden, wie es oft in der "Guten Nachricht" geschieht. Die Sprache ist einfach und natürlich. Die Übersetzungsvorschläge sind oftmals strittig. Aber das sind auch diejenigen der Lutherbibel, der Einheitsübersetzung usw. Gerade die Andersartigkeit mancher Übersetzungen zwingt erneut, Übersetzungen nebeneinander zu legen oder den Urtext zu benutzen oder einfach das Risiko auf sich zu nehmen und eine Zeit lang sich eben für eine bestimmte Übersetzung zu entscheiden. Berger/Nord ist da wahrlich nicht die schlechteste.

Zu den Texten: Wo bekommt man für den Preis derart viele frühchristliche Texte? Allein Bergers Sammlung der Agrapha (ungeschriebene Jesusworte) ist bislang einmalig - und eben auch anregend! Oder wo bekommt man eine LESBARE Fassung des Wahrheitsevangeliums, des Protevangeliums Jakobi und, und, und, und! - Neben der Vielzahl der Texte ist vor allem auch die LESBARKEIT hervorzuheben! Da mögen einzelne Übersetzungsvorschläge umstritten sein (nichts anderes hatte Luther von seinen Gegnern zu hören bekommen)- aber daß diese frühchristlichen Texte auch für einen außerwissenschaftlichen Gebrauch zugänglich sind - das ist neu. Die Übersetzer der Qumran-Psalmen haben hier ein Mammut-Unternehmen mit einem wirklich präsentablen Ergebnis erbracht. Frühchristliche Spiritualität außerhalb der gewöhnlichen Bibel ist jetzt auch in lesbarer Form für interessierte Gemeindeglieder zugänglich, kann in Gebets-, Bibel- und anderen Kreisen - auch im Gottesdienst - verwendet werden.

Daß man im Weihnachtsgottesdienst die geprägte Lutherfassung des Evangeliums nach Lukas immer bevorzugen wird, ist ein anderer Punkt, der aber überhaupt nicht die Leistung an sich auch nur tangiert, sondern damit zusammenhängt, daß eben bewußt anders übersetzt wurde und wir als Gewohnheitstiere eben die Worte hören wollen, die wir schon als kleine Kinder gehört haben. Das ist gut so und soll auch wohl niemandem abgesprochen oder genommen werden. Ich lese jedenfalls in der Einleitung nicht, daß die Übersetzer ein derartiges Ziel verfolgten.

Zur Kanonfassung: Ausdrücklich betonen Berger/Nord, daß es nicht um eine Ersetzung des Kanons geht. Es geht vielmehr um eine Erweiterung des Blickfeldes. Und das ist wohltuend. Denn oftmals schwimmt man sonst zu sehr im immer gleichen Brei (Rechtfertigungslehre, Lasset die Kinder zu mir kommen, Barmherziger Samariter ...).

Zur Anordnung: Datierungsfragen sind oftmals ideologisch besetzt. Warum muß z.B. die Johannesoffenbarung eine der letzten Schriften sein? Im Kanon deswegen, weil sie kompakt einen Ausblick auf "die letzten Dinge" gibt. Aber warum soll sie spät entstanden sein? Wohl, weil man sie gut lutherisch oder auch gut aufgeklärt-liberal weit abrücken möchte von Rechtfertigungslehre und liberalem Gutmenschentum. Wenn aber die Zahl 666 sich auf Kaiser Nero bezieht, ist eine frühere Entstehung viel wahrscheinlicher. Warum z.B. sollen Johannesevangelium und Johannesbriefe so spät entstanden sein? Wegen hoher Christologie? Die ist in den frühen Paulusbriefen auch schon so oder gar heftiger vorhanden. Weil das Evangelium eine andere Story bietet? Das läßt sich mühelos mit einem anderen Umfeld und anderer theologischer Bildung des Autors erklären. Nachdem man heute weder gnostische noch doketistische Hintergründe in den johanneischen Schriften sehen muß, sind diese überhaupt nicht auf eine späte Entstehungszeit festgelegt, sondern können "ursprünglicher" sein, als man bisher dachte.

Die Datierungsvorschläge Bergers sind ungewöhnlich. Sie sind aber nie unbegründet. Und sie haben wohl kaum vor, einen festen Konsens zu begründen. Die Festlegung oft auf genaue Jahreszahlen hat wohl mit dem Bemühen zu tun, ein alternatives Konzept ebenso feingliedrig zu bieten, wie es die herkömmlichen sind. Im Ergebnis lassen sich diese Zahlen alle nicht beweisen - und das zu zeigen, mag auch ein Ziel Bergers sein. Aber auch als Vorstellungsmodell taugen die von ihm genannten Zahlen durchaus: Wie wäre es denn, wenn tatsächlich der Jakobusbrief einer der ersten gewesen wäre? Oder wenn Kolosser- und Epheserbrief in direktem zeitlichen Zusammenhang mit dem historischen Paulus stünden? Vieles, was herkömmliche Wissenschaft durch zeitliches Auseinanderziehen voneinander absetzt und somit geradezu unverbunden sein läßt, muß nun theologisch in einen Diskurs treten. Da es ja nicht um eine Harmonisierung von Spannungen geht, ist das Ergebnis eher die Zunahme derselben und damit auch die verschärfte Suche nach echten THEOLOGISCHEN Lösungen, anstatt von pseudo-historischen. Letztere lösen nichts. Erstere können, wenn sie gut sind, auch für den heutigen Glauben einiges austragen.

Insofern gebührt auch für die konsequente Auflistung von hypothetischen und teils auch recht fiktiven Jahreszahlen Berger Dank. Seine Zahlen sind nicht fiktiver als die des Konsenses. Sie regen aber stärker zum theologischen Denken an. Und bieten nebenbei eine theologiegeschichtlich durchaus begründete historische Alternative.

FAZIT: Strittig ist vieles in diesem Buch. Das soll wohl so sein. Und das ist - im Gegensatz zum Harmoniebedürfnis vieler - Voraussetzung für produktives Weiterdenken in Wissenschaft und Glauben. Und das ist gut so. Einmalig sind Übersetzungskonzept, Textvielfalt und Anordnung.

Einmalig ist vor allem auch, daß Wissenschaftler historisch abständige Texte in einer solchen Fülle und Komplexheit dem theologisch verständigen Publikum sowie den "Laien" unter weiterführenden Perspektiven zugänglich machen. Sich also nicht im wesentlichen um Fußnoten, sondern um Wege des Herzens und des Kopfes mit dem Glauben früher und heutiger Christen beschäftigen. Und das auf hohem Niveau.

Vielen Dank.

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36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Höchstinteressante Ergänzungskost zum Schnäppchenpreis!, 22. Mai 2001
Von Ein Kunde
Ja, da hört man sie wieder jammern, die Luther Fans mit ihrem Lamento auf verlorene Sprachpoesie, die Fundamentalisten, die eine Textentstellung wittern, und all die anderen, die immer denken, eine Bibelausgabe müsse lauter Gottes Wort abdrucken und sonst gar nichts. Diese Übersetzung ist aber gar nicht als "Bibel" gemeint. Es gibt doch unzählige Lutherausgaben und wortgetreue Übersetzungen, wer will, darf sich ja auch den griechischen Originaltext hier bestellen. Wer aber mehr will, als immer die selbe Sprachpoesie, immer die selben kryptischen Formulierungen im Hebräerbrief - der legt sich Berger/Nord neben seine bisherige Übersetzung und erfährt erstaunliches! Natürlich ist es immer nur eine Meinung, und ich kann mir ja auch eine andere bilden. Aber besser eine Erklärung als gar keine, oder? Und die Textvielfalt! Wo, bitte gibt es zu diesem Preis eine solch profunde Sammlung deutsch und lesbar übersetzter früchchristlicher Schriften auf dem Markt? Nirgends! Freilich, gerade bei jenen Schriften fehlt einem eine wortgetreue Vergleichsübersetzung schon oft schmerzlich, aber ist es Bergers Schuld, daß es sie nicht gibt? Daß man für eine wissenschaftliche Übersetzung auch nur einer der außerkanonischen Schriften i.d.R. den ganzen Preis für Berger/Nord überweisen darf (oder gar deutlich mehr), wo alle zusammen drin sind? Nein, umgekehrt kann man dieses Projekt wirklich nicht genug loben, überhaupt mal dem Normalsterblichen einen Zugang zu solchen Exoten zu ermöglichen, und gerade der wird die erklärenden Zusätze ohne störende Klammern und Fußnoten dankbar annehmen! Zum Stichwort Exoten vielleicht ein passendes Bild: Berger/Nord ist wie ein Zoo, man kann die wilden Tiere zwar nicht originalgetreu in freier Wildbahn betrachten, aber man hat sie alle zusammen - und wer von den Zoobesuchern könnte sich schon eine Safari leisten?! Fazit: für Bibellektüre eine interessante Erklärung und Ergänzung, für die außerbiblischen Schriften konkurrenzlos einzigartig - was will man mehr, und weshalb sollte man weniger geben als fünf Sterne? Die reichen ja gar nicht!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen wo bekommt man für so wenig geld so viel?, 14. Februar 2001
Von Ein Kunde
berger überrascht mich immer wieder. wie kann man in so kurzer zeit so viele bücher schreiben? und jetzt auch noch das neue testament ganz übersetzt und dazu noch jede menge außerbiblische texte! das alles in lesbarer form. preiswert. in einem traditionsverlag mit hohem qualitätsstandard.

die übersetzung, soweit ich sie bisher verfolgt habe, finde ich spannend und nachvollziehbar.

die anzahl der texte ist beeindruckend - und es macht spaß, hier den eigenen horizont zu weiten. auch für die interpretation der schon bekannten teile des neuen testamentes fällt hier eine ganze menge ab.

einschränkend frage ich mich, was die etwas konfuse sortierung der schriften nach entstehungszeiten soll. die sind ja sowieso höchst umstritten. und bergers theorien werden sicher von den meisten nicht geteilt. hätte es nicht auch sachliche kriterien der organisation dieser stoffmenge gegeben?

ansonsten aber ist meine meinung: ziemlich gelungen! wo bekommt man für einen so guten preis so viel text in so gut lesbarer form?

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5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert
Vorab: Ich schreibe diese Rezension als interessierter Laie.

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Vor 4 Monaten von Jörg Liebner veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Große Auswahl, schwankende Qualität
Die Übersetzer präsentieren in diesem umfangreichen Werk (weit über 1000 Seiten!) eine beeindruckend große Auswahl frühchristlicher Schriften einschließlich aller Schriften des... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Meike Scholl veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Mehr als gewagt!
In der Buchhandlung fiel mir Bergers Übersetzung in die Hände. Einige Stellen aus den Römerbriefen kann ich im Original auswendig (ich hatte Griechisch auf der Schule) und wollte... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Peter Zimmermann veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen als wäre ein Schleier gelüftet
Viele Formulierungen erschließen die Aussage der Texte viel schneller, als dieses bei anderen Übersetzungen der Fall ist. Lesen Sie weiter...
Am 28. August 2003 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen für mich als Laien interessant und hilfreich!
Da ich keinen Urtext selber übersetzen kann, bin ich für andere Übersetzungen stets dankbar. Man liest manchen Text ganz neu und es bleibt einem vorbehalten, mit anderen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2002 von ingrid.juergen@surfen.de

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Am 30. Juni 2000 veröffentlicht

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