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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Bibel der Kommunikationswissenschaft, 9. November 2001
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist zugegebenermassen nicht für den Alltag gedacht, es ist kein Selbsthilfe-Handbuch und enthält keine leicht zugänglichen Ratschläge oder Tipps. Trotzdem ist und bleibt es ein Klassiker und ein unverzichtbares Instument um menschliche Kommunikation zu verstehen und zu analysieren. Durch die Aufreihung verschiedener Störungen und Anomalien der Pathologischen Kommunikation ermöglicht es den Rückschluss auf 'normale' oder 'gesunde' Kommunikation. Es beschreibt klassische Catch22 Situationen und weisst mögliche Auswege aus diesen auf. Aber vor allem enthält es den berühmten Satz, der in keiner kommunikationswissentschaftlichen Arbeit fehlen sollte: "Man kann nicht, nicht Kommunizieren." Je mehr man sich mit diesem Satz auseinander setzt, je deutlicher wird es wie genial dieses kleine Statement ist, weil es die Grundlage für jede Form von Kommunikation ist egal über welches Mittel sie Erfolgt. Auch wenn ich schweige oder meinen Fernseher nicht einschalte ist darin eine Botschaft enthalten, ich kann mich der Kommunikation nie entziehen, weshalb die Beschäftigung mit und das Verstehen dessen um so wichtiger wird. Menschliche Kommunikation vermittelt hier die notwendigen Grundlagen.
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56 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Auch für Sprach-Praktiker geeignet, 22. Dezember 1998
Von Ein Kunde
Es handelt sich um ein überschaubares sprachwissenschaftliches Buch, das die verschiedenen Sprachebenen in Alltagskommunikation gliedert und untersucht. Der eigentliche Zweck der Untersuchung ist das Erkennen von Sprachstörungen, die das zwischenmenschliche Verhältnis von Familien oder Ehepartnern beeinträchtigen. Das Buch ist aber auch für professionelle oder Amateur-Autoren geeignet, z. B. für Technische Autoren, die Handbücher zu schreiben haben. Viele Kommunikationsstrukturen, die beim Sprechen wie selbstverständlich angewendet werden, filtert Watzlawick deutlich heraus. So beispielsweise die Unterscheidung zwischen Inhalts- und Beziehungsaspekt einer Aussage. Die Frage "Sind das echte Perlen?" kann sehr unterschiedliche Auswirkungen haben, je nachdem, in welcher Beziehung die Kommunikationspartner zueinander stehen. Zwischen zwei Freundinnen wäre es eine reine Informationsabfrage. Stellt eine Sekretärin diese Frage jedoch der Ehefrau ihres Chefs, sind weitreichendere Konsequenzen denkbar. Um eindeutig zu sein, ist linguistische Fachliteratur wohl immer mit speziellem Fachvokabular durchsetzt, durch das sich der Leser gelegentlich nur mit sehr hoher Konzentration hindurchkämpfen kann. Er wird aber im vorliegenden Buch mit zahlreichen anschaulichen und sehr unterhaltsamen Kommunikationsbeispielen aus der (psychotherapeutischen) Praxis mehr als entschädigt.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erweitert den Horizont..., 4. März 2008
Dieses Buch behandelt (wie der Untertitel sagt) Formen, Störungen und Paradoxien der menschlichen Kommunikation, allerdings, um es gleich vorwegzunehmen, in sehr theoretischer Form. Zahlreiche Aspekte und Ebenen der Kommunikation werden beleuchtet. Zunächst werden die aufgestellten Axiome völlig abstrakt und theoretisch, also quasi in ihrer Urform, dargestellt; die Darstellung grenzt schon fast an Mathematik, zur Beschreibung der Kommunikation werden tatsächlich Variablen und mathematische Operatoren verwendet.
Der von der Mathematik gezeichnete und abgeschreckte Leser soll allerdings deswegen nicht zurückschrecken. Die Mathematik kann Dinge tatsächlich sehr klar und unmissverständlich veranschaulichen. Außerdem werden alle Phänomene der Kommunikation auch verbal beschrieben und später durch praxisnahe Beispiele und Einzelfälle untermalt. Ferner werden die Ideen durch interessante Auszüge aus literarischen, philosophischen und wissenschaftlichen Texten veranschaulicht.
Kurz zum Inhalt: Zuerst legt das Buch allgemeine Axiome der menschlichen Kommunikation dar, stellt also in theoretischer Form dar, wie Kommunikation eigentlich verlaufen sollte. Anschließend kommt es zur gestörten Kommunikation, also dazu, wie es leider in der Realität viel häufiger der Fall ist, weiter zu Organisationsform menschlicher Kommunikation, zur Veranschaulichung der Theorie anhand des Theaterstücks "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" , zu Paradoxien und abschließend zum Existentialismus, der mit der Kommunikation eng verknüpft ist.
In der Praxis wird der Leser das Wissen leider allzu schnell vergessen, zumal es, der Natur der menschlichen Kommunikation entsprechend, sehr komplex ist. Allerdings gewährt es einem einen tiefen Einblick in urmenschliche Mechanismen, in den Charakter der Kommunikation, kurz: in Dinge, die wir normalerweise nie wahrnehmen würden. Es schult und sensibilisiert schlichtweg den Geist, erweitert den Horizont. Menschen, die an Paradoxien und komplexen Ideen und Gedanken Gefallen finden, werden sicherlich ebenso an dem Buch Gefallen finden.
Zwar muss man sich durch eine ganze Reihe von Fachbegriffen durchschlagen, die dem Laien wohl sehr fern sind (entweder lernen, damit umzugehen, oder einfach mal ignorieren...), aber es lohnt sich, diesen Tod zu sterben, um wirklich interessante Dinge zu erfahren.
Im Grunde kann ich das Buch sehr empfehlen (interessant, komplex, kreativ, gründlich, auf angenehme Weise paradox, tiefgründig...), nur ist es einfach nicht jedermanns Sache. Es gibt ja durchaus auch Menschen, die sich mit Kommunikation lieber in der Praxis befassen als in der Theorie...
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