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Der Fundamentalist, der keiner sein wollte
 
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Der Fundamentalist, der keiner sein wollte (Gebundene Ausgabe)

von Mohsin Hamid (Autor), Eike Schönfeld (Übersetzer)
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe; Auflage: DEA, (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455400477
  • ISBN-13: 978-3455400472
  • Originaltitel: The reluctant fundamentalist
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 325.161 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Kann der 11. September ein Leben so fundamental verändern? Kann ein Princeton-Absolvent, der in den USA Karriere gemacht hat, der westlichen Welt auf einen Schlag so entfremdet werden, dass er zurück in seine Heimat Pakistan zieht? Changez kann. Nicht gleich - die nach den Anschlägen halb totgeschlagenen pakistanischen Taxifahrer reichten noch nicht, auch nicht die Razzien in den Moscheen. Changez geht weiter seiner Arbeit nach - doch während einer Dienstreise nach Santiago schmeißt er kurz entschlossen doch alles hin. Mohsin Hamid gelingt mit "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" die eindrucksvolle Schilderung eines Menschen, der seine Handlungen hinterfragt und Konsequenzen zieht. Dabei lässt der in London lebende Schriftsteller ausschließlich seinen Protagonisten reden. Der trifft in der Altstadt von Lahore einen Amerikaner und erzählt ihm im Laufe eines Tages seine Lebensgeschichte - mit einem offenen Ausgang, der die gesamte Erzählung zur Interpretation freigibt. (jw) www.kulturnews.de

Frankfuter Allgemeine Zeitung, 21.03.2007

Ein bemerkenswerter Roman

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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Protokoll einer Entfremdung, 4. Juni 2007
Von Heike Geilen (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Ein beeindruckendes Buch hat Mohsin Hamid mit "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" vorgelegt, mit einem spektakulären "End-Szenario", das - für manchen Leser vielleicht nicht gewollten - großen Freiraum für eigene Spekulationen und Gedankengänge lässt und vielleicht sogar schockieren kann.

Dabei beginnt das Buch charmant harmlos: "Entschuldigen Sie, Sir, kann ich Ihnen behilflich sein? Oh, jetzt habe ich Sie erschreckt. Sie brauchen keine Angst vor meinem Bart zu haben: Ich liebe Amerika."
So wird ein unbekannter Amerikaner (der auch während des gesamten Buches recht nebulös bleibt), von Changez, einem respektvoll höflichen, einheimischen Universitätsdozenten, auf einem Platz in der Altstadt von Lahore (Pakistan) angesprochen. Dieser lädt ihn in ein Straßencafé ein und beginnt ihm von seinem Leben zu erzählen: Studium in Princeton, Abschluss mit summa cum laude und gut bezahlter Job in einer Elite-Unternehmensberatung in New York, beginnende Liaison mit einer Amerikanerin (Erica) aus New Yorks High Society.
Ein perfekt assimilierter Ausländer - wie es scheint -, der das große Los gezogen hat. Und er genießt es auch - anfänglich. Er "badete in dem warmen Gefühl, etwas erreicht zu haben".
Doch beginnende Zweifel, ob der Mentalität der Upper Class, sei es die Leichtigkeit beim Geldausgeben oder aber die Selbstgerechtigkeit im Umgang mit Leuten, scheinen an ihm zu nagen. Gewöhnt an traditionelle Ehrerbietung Älteren gegenüber, schockieren ihn diese Menschen, "denen es so ganz an Kultiviertheit fehlte" und die man in seinem Land als Emporkömmlinge bezeichnen würde, die jedoch trotzdem "in der Lage waren, sich auf der Welt zu benehmen, als wären sie ihre herrschende Klasse."
Endgültig aus dem Gleichgewicht gerät er, als am 11. September 2001 die Zwillingstürme in sich zusammenbrechen und er immer mehr - durch das in seiner Umgebung aufflackernde Misstrauen gegen "Araber" - isoliert wird. Auch die Liebe zu Erica hat keine Zukunft, da diese in Schizophrenie verfällt.
Changez - zunehmend von Loyalitätskonflikten getrieben - schmeißt seinen Job und kehrt nach Pakistan zurück. Das Gespräch nimmt unterschwellig immer bedrohlichere Maße an, obwohl Changez stets höflich kultiviert bleibt. Muss man vermuten, dass er mit islamischen Terrorgruppen sympathisiert? Ist er jetzt ein Fundamentalist geworden?

Eingebettet ist die Lebensgeschichte in eine Rahmenhandlung. Jedes Kapitel beginnt und endet mit Gegenwartsbezügen, in denen Changez dem relativ wortkargen und immer mehr verunsicherten Amerikaner, die Augen für flüchtige, sehenswerte Momente öffnet, teilweise mit leicht arrogantem Unterton. Dazwischen resümiert er aus seiner Vergangenheit, die er chronologisch vor dem Fremden ausbreitet und in dessen Verlauf er die Hintergründe seines Sinneswandels erläutert.

Der Roman ist ein langer, fließender Monolog in einem einfachen, schlichten, schnörkellosen Plauderton, jedoch von unglaublicher Intensität und grandioser Beobachtungsgabe gezeichnet, der man sich schwer entziehen kann. Man taucht in dieses Buch ein und kann sich kaum von der unglaublichen Sogwirkung dieser Lebensbeichte lösen.
Dabei zeigt der Protagonist volles Verständnis für die Denkweise des Westens, öffnet aber gleichzeitig dem Leser neue Aspekte seines - völlig säkulären - "Abfalls vom Glauben an Amerika".

Grandios eingewebt in die Geschichte ist die fragile Beziehung Changez' zu Erica. Deren zunehmende Nostalgie an ihre verstorbene einzige Liebe Chris wird mit der aufkommenden Rückwärtsgewandtheit Amerikas assoziiert. Am Ende verfällt dann auch Changez immer mehr dem "tödlichen Bann vergeblicher Liebe".

Fazit:
Das Buch ist ein Versuch, um herauszufinden, warum Menschen zu Fundamentalisten werden können.

Ich kann mich der NZZ nur anschließen, für die "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" ein äußerst gelungener "Versuch eines Autors aus der islamischen Welt, dem Westen auf Augenhöhe mit kritischem Blick, aber ohne die dräuende Macht eines zornigen Gottes im Rücken zu begegnen" ist.

Mohsin Hamid gelingt es meisterhaft, mit Hilfe seines Protagonisten - des jungen Changez, der als ungewöhnlich begabt, ehrgeizig, human, einfühlsam, einsichtig, wissbegierig und liebenswürdig dargestellt wird - die Veränderung einer Geisteshaltung zu vermitteln.
Dabei weist die Hauptfigur keine einzige "negative" Eigenschaft auf. Changez ist wie ein Heiliger, unbelastet und unfehlbar.
Aber gerade deshalb ist das Ende für mich sehr widersprüchlich. Es ist am Leser, die Geschichte "fertig zu spinnen" und das Finale einzusetzen, an welches man selbst meint zu glauben. Doch gerade dies fällt mir aufgrund der aufgebauten Sympathie zum "Helden" persönlich sehr schwer und ist für mich befremdlich und beunruhigend zugleich.

Aber gerade diese Unklarheit neben dem gleichzeitigen Realismus ist eine der Stärken dieses Romans.

Auf jeden Fall ist es ein Buch, was lange nachhallt. Sehr passend für unsere Zeit.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Interessant aber kein Meisterwerk, 27. September 2008
Der lange Monolog des Changez, eines jungen Pakistaners, ist die elegante Form, die Mohsin Hamid gewählt hat, um den Leser immer wieder auf die eine dann die andere Seite eines interkulturellen Abgrunds zu führen. Soweit so gut. Mir hat es gut getan, die ganze Problematik durch die Augen eines intelligenten, gebildeten, differenziert denkenden Pakistaners zu sehen. Die Erzählung ist auch sonst unterhaltend, stellenweise ergreifend, die Wandlung des Changez vom Princeton-Yuppie zu was auch immer er am Schluss ist, scheint mir nachvollziehbar.
Was dem Buch jedoch fehlt ist thematische Breite und menschliche Tiefe. Wäre die Thematik medial nicht so "in", ginge es beispielsweise um einen Inuit oder einen jungen Südamerikaner, wäre dieses Manko noch stärker spürbar. Die ganze Erzählung dreht sich mehr oder weniger um die Frage welche Seiten gibt es in diesem Konflikt und auf welcher Seite steht Changez. Dies bleibt die einzig wichtige Frage die die einzige Figur in diesem Buch bewegt. Seine Fixation auf seine amerikanische Freundin stellt ihn bloss als recht naiven Mann, ein Charakterzug der m.E. die Wichtigkeit seiner politischen Ansichten ungemein relativiert.
Gerade von Schriftstellern aus dem indischen Subkontinent gibt es zum Thema Identität(sfindung) und Religion Werke, die in einer ganz anderen Liga spielen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Atemlos und atemberaubend, 13. August 2008
Von LucyWeston (Deekelsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Das hier ist wirklich ein außergewöhnliches kleines Buch. Der atemlose Tonfall des (pakistanischen) Erzählers nimmt einen mit auf eine wilde Reise durch das Innen- und das Außenleben seines Landes. Der Amerikaner schweigt und kommt höchstens indirekt zu Wort. Das Ende der Geschichte ist schockierend offen.
Mit diesem Büchlein ist man vielleicht schnell fertig - aber es läßt einen gewiß nicht wieder schnell los.
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Dieses Buch war ein Geschenk, der Autor mir bis dato unbekannt. Und es war ein Volltreffer.

Die ersten Seiten noch las ich halb skeptisch, aber auch schon halb... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Dimitri Banick veröffentlicht

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schon der erzählstil ist anders....doch sobald man sich an ihn gewöhnt hat, lässt einen das buch nicht mehr los. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2008 von K. burike

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Das komplette Werk ist in einem Monolog geschrieben und das macht das Buch so lesenswert. Moshin Hamid zaubert hier eine große Prosa! Lesen Sie weiter...
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Mohsin Hamid Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

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