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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine hinreißend erheiternde Schmunzel-Lektüre, 17. Mai 2003
Von Ein Kunde
Sie erwarten von diesem Buch, dass sich darin eine grauenerregende Geschichte vollzieht, in der unheimliche Dinge geschehen? Es soll möglichst blutrünstig sein und Sie nachts davon abhalten, noch schlafen zu können? Dann sollten Sie umdenken! Zweifellos wird das Buch Sie in den Bann ziehen, ganz sicher werden Sie es nicht mehr aus der Hand legen. Allerdings aus völlig anderen Gründen. In der Erwartung, einen Horror-Roman erworben zu haben, musste ich (da es mein erstes Koontz-Buch war) überrascht - und amüsiert - feststellen, dass Koontz ein wahrer Meister der Wortgewitztheit und Komik ist. Enoch Caine, ein überaus exzentrischer Psychopath, stellt - eher zufällig, aber begeistert - fest, dass er Gefallen am Morden findet. Nicht von dieser wachsenden Sucht lassen könnend, muss er allerdings auch verärgert feststellen, dass die seelischen Belastungen einer solchen Tat nicht ungesühnt bleiben. Von revolutionierenden Körperreaktionen heimgesucht, die sich nach jedem Mord in Form sturzbachartiger Brechanfälle und Darmentleerungen äußern, frisst er sich mittels dies unterbindender Medikamente durch die Geschichte, auf einen leider wenig spektakulären Showdown zu - welcher aber angesichts hunderter vorheriger Seiten voll Witz und Humor, Spannung und Erwartungssteigerung, zu verzeihen ist. Parallel erzählt die Geschichte von einem kleinen Jungen, namens Bartholomew - ein Name, der Caine aus ihm unerfindlichen Gründen im Kopf herumspukt. Weshalb und wie Caine beginnt, sich auf die Suche nach dem Jungen zu machen und dass er sich dabei eigentlich auf die falsche Fährte begibt und am Ende dennoch fündig wird, sollte hier nicht verraten werden. Fest steht jedoch, dass Koontz einen überaus sympathischen Psychopathen erschaffen hat, der es - neben einer mit der englischen Sprache ringenden Mexikanerin, die als Nebendarstellerin ebenfalls zur Erheiterung der Geschichte beiträgt - versteht, den Leser zum Schmunzeln zu bringen. Die Geschichte zweier schicksalsgebeutelter Familien, einem durch Cains sadistische Aktivitäten in Mitleidenschaft gezogenen Polizisten und dem Psychopathen selbst verstrickt sich zu einem sehr interessanten Roman, der nichtzuletzt dadurch besticht, dass Koontz ein Meister der Worte ist. Wahrlich kein grauenerregender Horror - aber eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. 5 Sterne für die außergewöhnlich gute Niederschrift der Geschichte - insgesamt aber nur 4 Sterne, weil der Schluss zu unspektakulär ausfiel.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Guter Roman - aber zu lang, 24. Juni 2005
Rein von der Story her gibts an dem Buch nichts zu meckern. Es geht um den durchgeknallten Junior Cane, der irrsinnigen Spaß am töten hat und in dem törichten Glauben lebt, dass alle ihn lieben würden. Junior glaubt, dass sein Leben nur von einer Person auf der Welt gefärdet sein könnte. Von Bartholomew, einem vierjährigen Wunderkind, dessen Intilligenz oft etwas übertrieben wirkt. Beispielsweise rechnet er in wenigen sekunden aus wie viele Tage, Stunden und Minuten er alt ist. Und das unter berücksichtigung der Schaltjahre. Warum Junior weiß, dass dieser Junge ihm gefährlich werden kann, kommt im Buch nie wirklich raus, das ist aber auch nicht weiter wichtig. Jedenfalls versucht er dann wie verrückt herauszufinden wer dieser Bartholomew ist und genau da liegt der größte Minuspunkt an diesem Buch. Den Mittelteil hätte man getrost um 200 Seiten kürzen können, ohne dass es jemanden geschmerzt hätte, denn teilweise zieht sich dieses Buch einfach nur öde in die Länge und es folgen schier unendliche Passagen, in denen nur beschrieben wird, wie Junior alle Telefonbücher nach einem bartholomew durchsucht oder wie Leute einkaufen fahren. Aber genug gemotzt, trotz dieser trägen Erzählgeschwindigkeit gibts in diesem Roman Spannung ohne Ende. Auch Action kommt nicht zu kurz und die Story birgt auch die ein oder andere unerwartete Wendung, die einen schon mal staunen lässt. Man bereut den kauf nicht und "der Geblendete" ist immer noch ein recht lesenswertes Buch. Das Ende ist leicht übertrieben und sicher nicht jedermanns Sache, mir jedoch gefiel es recht gut. Da kam halt mal wieder Koontz' Sinn fürs Übernatürliche raus.FAZIT: Gutes Buch, hätte aber 200 Seiten kürzer sein können
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kritik am Heyne Verlag, 23. Oktober 2002
Dean Koontz ist ein Magnet für die Käufer, er wird als der bessere Autor als sein Kollege Stephen King vermarktet. Dem kann ich eigentlich meist zustimmen, auch in diesem Wälzer über 888 Seiten ist Langeweile ein Fremdwort. Eine fesselnde Geschichte, von Koontz in bekannter Spitzenqualität vorgetragen. Dem Roman an sich hätte ich 5 Sterne gegeben, weil es an diesem nichts auszusetzen gibt. Super gelungen finde ich die Beschreibung der Hauptpersonen, man kann sich prima in deren Psyche einfühlen. Ich hatte zunächst Mitgefühl mit dem Mörder, das nach kurzer Zeit aber schon in Abscheu umschlug, weil 'Junior' doch extrem einen an der Waffel hat und dies hervorragen auf den Leser übertragen wird. Auch das Schicksal von Agnes und Bartholomew ist sehr Gefühlsintensiv vorgetragen. Koontz versteht es, die Schicksalsschläge dem Leser nahe zu bringen. Allerdings störte mich das Ende etwas, ich hätte mir etwas mehr Action am Ende gewünscht und nicht einfach so ein kurzes Finale. Wie es in solchen Büchern üblich ist, möchte man den Übeltäter noch etwas leiden lassen. Warum dieses Produkt aber nur 4 Sterne von mir bekommt liegt daran, dass es der Heyne Verlag das Buch meiner Meinung nach schlampig dem Leser hinwirft. Liegt es an der Übersetzerin? War es schlampigkeit vor dem Druck? Ich weiss es nicht an wem es liegt, auf jeden Fall wurde das Buch nicht gegengelesen, bevor es in Druck ging. So drastische Schreibfehler, wie sie in diesem Buch zu lesen sind, halte ich für eine Frechheit des Verlages. Da sind total verstellte Sätze zu finden, wie z.B. Gab ihm die Blatt zu lesen, statt gab ihm die Blätter zu lesen. Solche Hammerfehler ärgern mich. Was noch auffiel waren Vertipper. Ständig sah man verwechselte Buchstaben, da hiess die Agnes plötzlich Anges, es nervt und unterbricht den Lesefluss. Störend finde ich auch den knalliggelbgrünen Einband. Völlig daneben. Vielleicht hätte der Verlag auch einen anderen Titel wählen sollen. Gross wird im Klappentext erzählt, dass Barty mit 3 Jahren die Augen heraus operiert werden, diese Operation aber erst auf Seite 500, also nach mehr als der Hälfte des Buches durchgeführt wird. Kurz und gut: Der Roman ist prima, der Verlag aber schlampig
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