Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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78 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ungewöhnliche Liebe fernab vom Mainstream, 13. November 2008
Zur allererst muss ich mal etwas loswerden: Ich bin froh, das Buch gekauft und gelesen zu haben, trotz der schlechten Bewertungen, die mir hier und anderswo widerfahren sind. Ich hätte sonst womöglich eine wirklich tolle und spannende Geschichte verpasst. Denn genau das ist "Morgenrot" für mich. Eine untypische Liebesgeschichte, keine stereotypischen Protagonisten, eine ungewöhnliche Handlung, ein skurriler Schreibstil der Autorin und eine Handlung, die mich auch über 480 Seiten hinweg unterhalten konnte...
Das Cover ist wirklich toll gemacht, aber wie der Klapptext führt dies leider zu einigen Missverständnissen und Fehlkäufen beim Leser. Denn es handelt sich nicht um die Vampirgeschichte, die man eigentlich erwartet. Adam ist kein Vampir, sondern ein unsterblicher Mensch, der sich sein Inneres mit einem Dämon teilen muss und deswegen einige Privilegien geniest, hingegen aber auch, was sein Seelenheil betrifft, Abstriche machen muss. Er trinkt Blut, ist unsterblich und wunderschön. Eigentlich kennzeichnend für einen Vampir; trotzdem ist er keiner. Und da kann man jetzt auch der Autorin keinen Vorwurf machen, wenn der Verlag etwas anderes suggerieren will, mit einem Spruch a la "Kann man einen Vampir lieben?" Denn was Adam und einen Vampir unterscheiden, wird schnell klar, wenn man die ersten 100 Seiten liest. Es geht hier nicht um Bluttrinken, sondern dem ständigen Wünschen des Dämons nachzukommen. Im Fall von Adam und Lea geht es darum, dass sein Dämon auch gern in ihren Körper ansässig werden will. Und ein Großteil des Buches setzt sich mit diesem ständigen Konflikt auseinander. Erschwerend kommt hinzu, dass Lea sich Hals über Kopf in ihn verliebt.
Ganz ehrlich, ich kann verstehen, wenn einem das Buch nicht gefällt. Es gibt wirklich viele Rezensenten hier, die mit der Erwartung daran gehen, in "Morgenrot" eine zweite Twilight-Reihe zu finden. Und dabei werden viele natürlich enttäuscht. Denn es ist doch was ganz anderes. Eine Liebesgeschichte ist es zwar, aber stellenweise keine schöne. Während sie rumschmachtet, schaltet er auf gleichgültig und unnahbar, kann aber doch irgendwie nicht von ihr lassen und hängt ständig bei ihr rum, was sie natürlich verletzt, weil es stellenweise sehr einseitig herüberkommt. Manchmal bricht es dann aber doch aus ihm heraus und plötzlich wird es wieder richtig prickelnd, um sich im nächsten Absatz wieder eiskalt zu präsentieren. Und bis dann mal wirklich was passiert (und ich rede hier nicht von Intimitäten), vergehen mal locker 300 Seiten, die schon die einen oder anderen Längen aufzeigen. Im Mittelteil dümpelt das ganze dann auch vor sich hin und man fragt sich als Leser dann schon mal, wo das ganze noch hinführt. Irgendwann hat Heitmann aber wieder die Kurve bekommen und das Ende fand ich wieder sehr gelungen. Spannend und wenn einem das der Klapptext nicht schon verraten hätte, eine Fortsetzung versprechend.
Positiv anzumerken ist für mich noch der Schreibstil. Viele fanden den ja etwas bizarr und ausschmückend, aber gerade dieser ausfallende Stil mit den vielen umschreibenden Adjektiven und dem wenigen Sprechanteil sollte dem Leser alles veranschaulichen, Leas Gedanken- und Gefühlswelt. Mich hat es angesprochen. Mitunter war es nämlich nicht nur einleuchtender, sondern auch erheiternd.
Obwohl gerade der ausführliche Schreibstil Licht ins Dunkel gebracht hat, sind doch viele, ganz alltäglich Dinge im Dunkeln geblieben. Wie alt ist die Protagonistin? Wo lebt sie und wo war sie im Ausland? Hatte sie schon mal einen Freund? So etwas fragt man sich zwangsläufig doch, oder bin ich da die einzige? Für das nächste Buch wünsche ich mir auch etwas mehr Auskünfte bezüglich der Dämonensache, denn da blieb ja vieles obskur.
Zusammenfassend gebe ich dem Buch 4 Sterne. Das soll aber von mir keine Garantie sein, dass "Morgenrot" auch jedem gefallen wird. Wie gesagt, ich kann auch Leute verstehen, die es sterbenslangweilig fanden. Für mich ist dieses Werk für die breite Masse ungeeignet, da zu speziell. Und Vergleiche mit irgendwelchen anderen Besteller-Vampir-Reihen finde ich auch doof, aber da ist der Verlag selbst Schuld, wenn die damit anfangen. Alle, die sich nicht abgeschreckt fühlen, können es ja mal mit Tanja Heitmanns Debüt versuchen :)
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Erwartungen zu hoch gesteckt, 3. März 2009
Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich mir dieses Buch kaufen sollte. Das Cover und der Rückentext machen neugierig, allerdings wurde ich etwas gehemmt, als mir meine eingefleischte Lieblingskundenberaterin hier vor Ort von diesem Buch eher abriet. Da sie meinen Geschmack was Bücher betrifft genau kennt, meinte sie, dass dieses Buch meine Erwartungen nicht erfüllen würde. Also ließ ich "Morgenrot" zunächst links liegen.
Letzte Woche kaufte ich das Buch aus reinem Impuls doch - aufgrund mangelnden Lesestoffes zuhause. Ich begann eifrig zu lesen, musste mich an manchen Stellen allerdings dazu zwingen, da dieses Buch gewisse Längen aufweist. Erstmal konnte ich mich überhaupt nicht mit Lea identifizieren, anfreunden oder ihre Gefühle und Gedanken nach empfinden. Adam, der unnahbare Schöne, wirkte auf mich arrogant und grob. Das Wichtigste was ich sagen muss und was mich am allermeisten störte, war die vollkommen falsche Aussage auf dem Rückentext des Buches "Kann man einen Vampir lieben?" Adam ist KEIN Vampir. Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt Blut zu trinken und seine Fleischeslust zu stillen. Man sollte keine Aussagen dick und fett auf ein Buch drucken, obwohl sie gar nicht stimmen. Ich bin nicht wütend, weil ich keine Vampirstory vor mir hatte - sowas ist mir ziemlich egal, ich lese generell Fantasy aller Art - ich finde es einfach nur unfair dem Leser gegenüber irgendwelche Erwartungen oder Vorstellungen zu wecken, die sich im Nachhinein als falsch entpuppen. Das schonmal dazu.
Die Geschichte beginnt in Leas Studium, wo sie Adam zum ersten Mal im Haus ihres Professors trifft. Mich nervte ehrlich gesagt das ganze Gerede über den Schwerpunkt ihres Studiums, der Romantik usw., mit manchen Fachausdrücken konnte ich einfach nichts anfangen. Nach manchen Sätzen dachte ich mir nur "Häh?". Aber wie gesagt, das spielt nur zu Anfang des Buches eine Rolle. Adam wirkte auf mich wie ein arroganter, eingebildeter Grobian. Ich konnte ihm beim besten Willen nichts Schönes abgewinnen. Und Lea ... ich konnte mich einfach nicht mit ihr anfreunden. Oft fragte ich mich, ob sie so blöd ist oder so tut. Dieses ständige Hin und Her zwischen ihr und Adam war einfach nur nervig. Er geht zu ihr, weist sie ab, kommt wieder an, geht wieder weg und so weiter und so fort. Jede normale Frau hätte sich Adam nicht so unterworfen - da kann er so schön sein wie er will. Lea lässt einfach alles mit sich machen, was ihr den Eindruck einer willenlosen Puppe vermittelt.
Dann fehlten mir Kleinigkeiten. Zum Beispiel in welcher Stadt die ganze Geschichte spielt oder das genaue Alter der Hauptfiguren. Auch der genaue Sinn von Pi fehlte mir. Ich weiß bis heute nicht, was dieser Typ überhaupt für eine Aufgabe hatte.
Ich brauchte für das Buch 4 Tage - was für meine Verhältnisse und der Seitenzahl des Buches ziemlich lang ist. Ich kämpfte mich tapfer durch das Buch, aber oft nur aufgrund der Tatsache das ich für das Buch fast zwanzig Euro ausgegeben hatte. Wie meine Kundenberaterin schon vorrausgesagt hatte, erfüllte dieses Buch meine Erwartungen bei weitem nicht. Schade. Aber mit Büchern wie "Die Chroniken der Unterwelt" oder "Die Bücher der Wahrheiten" kann Tanja Heitmanns Werk bei Weitem nicht mithalten. Das es einen zweiten Teil gibt wundert mich. Ich weiß nicht ob es dort anders als im ersten Teil aussieht. Schließlich ist Adam für die Ewigkeit von dem Dämon besessen, was also wieder nach sich zieht, das es immer so weiter geht: Er geht weg, kommt wieder, weist sie ab, kommt wieder. Wenn ich den zweiten Teil lesen sollte, warte ich, bis es das Buch in unserer Bücherei zum Ausleihen gibt.
Mein abschließender Tipp: Leiht das Buch besser irgendwo aus, anstatt Geld dafür auszugeben.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitreißende Geschichte, 20. Februar 2009
Normalerweise lese ich lieber Rezensionen, als selbst welche zu schreiben. In diesem Fall hatte ich aber Lust, meinen eigenen Eindruck aufzuschreiben, weil ich Morgenrot für etwas Besonderes halte und den hier immer wiederholten Vorwurf, das sei bloß eine Kopie, nicht nachvollziehen kann. Es gibt viele gute Vampir-Geschichten und Morgenrot gehört eindeutig dazu, auch wenn das Wort Vampir nicht vorkommt. Es fehlt auch nicht, sondern macht es spannender und zeigt gleichzeitig, dass man dem guten, alten Vampir doch noch neue Fassetten abgewinnen kann.
Trotzdem steht die (Liebes-)Beziehung zwischen Lea und dem von einem Dämon heimgesuchten Adam im Mittelpunkt. Zwischen den beiden herrscht ein ständiges hin und her: Lea verliebt sich sofort in Adam, für sie ist er wie ein geheimes Wort, das nur ihr gehört (meine Lieblingsstelle). Adam hingegen ringt mit seinem Dämon, der Lea ebenfalls in Besitz nehmen will, und verhält sich deshalb äußerst distanziert. Als Lea jedoch das erste Mal sieht, was für ein aggressives Wesen in Adam steckt, flieht sie. Erst Jahre später treffen sich die beiden wieder. Zunächst treibt Adam ein gemeines Spiel mit ihr, getrieben von Rachedurst, weil ihretwegen sein bester Freund gestorben ist. Sie sieht keine andere Möglichkeit, als sich darauf einzulassen, weil sie ihn fürchtet, sich aber auch zu ihm hingezogen fühlt. Nur an einigen Stellen, die Adams Sicht beschreiben, wird klar, dass auch er Lea liebt. Es dauert aber, bis er sich draufeinlassen kann.
Für mich lag in dieser komplizierten Beziehung der größte Reiz, auch wenn Morgenrot noch viel mehr zu bieten hat, z.B. ein ziemlich mitreißendes Ende, mit dem man wirklich nicht rechnet. Was die Schreibweise angeht, über die sich hier ja viele abfällig ausgelassen haben, muss ich sagen, das sie einfach anspruchsvoll ist. Man braucht ein paar Seiten, um sich reinzulesen, aber so ist das halt bei Büchern, die nicht 0815 sind. Ich würde es jedem weiterempfehlen und zwar nicht nur Vampir-Fans.
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