Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sechs (und noch mehr) Personen suchen einen Autor heim, 18. Januar 2005
Was passiert, wenn sich die Romanfiguren gegen ihren Herrn und Autor auflehnen? - Na was schon, nach ausführlichem Gedankenaustausch über ihre bisherigen Erlebnisse in anderen Romanen schreiten sie zur Tat und schreiben selber, und zwar über ihren Autor. Doch dies ist nur der rote Faden der aberwitzigen Romanhandlung, deren einzelne Handlungsstränge zu zählen schier unmöglich ist: Der Autor des Ganzen, ein eher zögerlicher Zeitgenosse mit misanthropischer Grundstimmung und ausgeprägtem Hang zur Selbstreflexion, beginnt seinen Roman zunächst damit, dass er drei mögliche Romananfänge vorstellt und schließlich unvermittelt mit dem "vierten Anfang" beginnt. Protagonist seines Romans ist ein Ekelbatzen namens Trellis, ewiger Student und chronisch versoffen, der die meiste Zeit im Bett liegt und in leidlich katerfreien Momenten an seinem Roman bastelt. Seine Romanfiguren langweilen sich natürlich in jenen langen Phasen, in denen sie sich selbst überlassen sind, und geraten zunächst ins Plaudern, sodann verliebt sich der auserkorene Wüstling in sein vorgesehenes Opfer, und schließlich beschließt die gesamte Figurentruppe, es Trellis einmal so richtig zu besorgen: Sie schreiben ihrerseits einen Roman, und zwar über Trellis. Dass dem nun allerlei Unliebsames widerfährt, kann man sich denken... Flann O'Brien schrieb hier nicht nur den ultimativen Roman im Roman, sondern auch noch eine Parodie auf literaturwissenschaftliche Gepflogenheiten, wenn er z.B. den Erzählfluss unterbricht, damit der Autor seine gelungenen Stilmittel kommentieren kann, oder wenn er den aktuellen Handlungsstrang kommentiert. Hinzu kommen die zusätzlichen Handlungsebenen, die dadurch entstehen, dass die Romanfiguren ihrerseits immer wieder andere Geschehnisse in die Handlung einflechten. "Leicht zu lesen" ist dieser Roman freilich nicht, aber wer sich ein klein wenig Mühe gibt, sich im furiosen Chaos zurechtzufinden, wird reich belohnt mit einem Lesevergnügen der besonderen Art. Nie war experimentelle Literatur komischer; kaum zu glauben, dass dieser Roman bereits 1939 geschrieben wurde.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
non-lineare Literatur vom Feinsten, 20. August 1999
Von Ein Kunde
Flann O'Brien versteht es bestens mit dieser Sammlung den Leser einerseits zu fesseln und andererseits total zu verwirren. Alleine schon die Inhaltsangabe von "In-schwimmen-Zwei-Vögel" ist skurril genug: Ein Student schreibt einen Roman über einen Widerling, der einen Roman schreibt. Da ein Anfang und ein Ende doch etwas langweilig ist schreibt der Student gleich mehrere, die ihm aber dann immer wieder durcheinander geraten. Der Widerling schreibt seinerseits mehrere Geschichten: eine handelt von einem völlig verdorbenen und ungüstiösen Typen, in einer anderen sind zwei Cowboys die Helden, ein legendärer König ist der Protagonist der dritten, der Sagenhelt Cu'Cullain jener der vierten. Ein Pooka - ein irischer Kobold - bekommt auch noch eine eigene Geschichte und natürlich kommen den Widerling diese vielen Gestalten und Geschichten ebenfalls andauernd durcheinander. Die Helden der Geschichte nehmen das dem Widerling übel und wollen einen Schriftsteller besuchen, der die Geschichte vom Widerling umschreibt und damit direkt in die Handlungen des Studenten eingreift. Alles klar?! Meine Empfehlung: UNBEDINGT selber lesen und sich dabei köstlichsts amüsieren! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
genial, 13. Mai 2000
Von Ein Kunde
flann O`brian ist der freigeist schlechthin. dieses buch hat die schönsten, besten und skurrilsten steitenpassagen, die ich jemals las. meiner meinung nach fesselt einem dieses buch vom anfang bis zum ende, und gerade diese szenen, in denen mal nicht die hölle, sprich pooka, los ist, sind von magischer schönheit, bespikt mit feinem humor in natura.
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