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Sherlock Holmes in Rio
 
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Sherlock Holmes in Rio (Taschenbuch)

von Jo Soares (Autor)
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Diana (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453198263
  • ISBN-13: 978-3453198265
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,1 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.004.993 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Gestrandeter Detektiv

Jô Soares: «Sherlock Holmes in Rio»

Sechzig Fälle löste Sherlock Holmes, bevor ihn sein Erfinder, der schottische Arzt Arthur Conan Doyle, 1927 in den Ruhestand versetzte. Wie beliebt der detektivische Junggeselle war, hatte Conan Doyle erfahren, als er 1893 versuchte, sich seinen Helden vom Hals zu schaffen, indem er ihn in den Reichenbachfällen bei Meiringen im Kanton Bern zu Tode stürzen liess. Die Wiederbelebung hatte finanzielle und andere Gründe. Erboste Leser waren auf offener Strasse über den Schriftsteller hergefallen und nannten ihn einen Mörder. Weniger temperamentvolle Fans legten sich ein Trauerband um. Die Remuneration für die Wiederauferstehung machte Conan Doyle zu einem der bestbezahlten Schriftsteller seiner Zeit.

Natürlich überlebte Holmes seinen Erzeuger. Er trat im Theater auf; bestandene Autoren wie Mark Twain, O. Henry, Bret Harte inspirierten sich an ihm. Conan Doyles Sohn benutzte Entwürfe seines Vaters und schrieb in Kollaboration mit dem Krimiautor John Dickinson Carr neue Holmes-Fälle. Im Kino war der Meisterdetektiv schon 1903 zu sehen, unzählige Filme folgten bis hin zu Billy Wilders kurioser Phantasie «The Private Life of Sherlock Holmes».

Und nun hat in Brasilien der Humorist, Fernsehstar und Kolumnist Jô Soares (geboren 1938) einen weiteren, natürlich apokryphen Fall von Sherlock Holmes ausgegraben. Holmes und sein Adlatus Doktor Watson, der kein Portugiesisch versteht, werden in den 1880er Jahren einer verschwundenen Stradivari wegen nach Rio de Janeiro gerufen. Doch unter den Palmen, fern vom konzentrationsfördernden Kaminfeuer an der Baker Street 221B, vermag Holmes seine stupenden Geistesgaben nicht vollständig zu entfalten. Er lässt sich weisse Anzüge schneidern und von einer grünäugigen Mulattin bezirzen, die ihn erst noch vom Kokain ab- und aufs Cannabisrauchen bringt. Kurz und gut: Die Stradivari taucht ohne Holmes' Dazutun von selbst wieder auf. Und zu den Lustmorden, die dem Kommissar Mello Pimenta den Schlaf nicht rauben, fällt ihm wenig ein. Als der Übeltäter, Geigendieb und Lustmörder in Personalunion, dessen Identität der Leser, nicht aber Holmes erfährt, dasselbe Schiff nach England besteigt wie das detektivische Duo, ahnt man, was kommt. In London geht der Unhold seinen greulichen Trieben unter einem neuen Namen nach: Jack the Ripper.

Soares hat eine amüsante, augenzwinkernde Hommage an eine grosse literarische Figur geschrieben. Gekonnt verflicht der Autor seine eigenen Fiktionen mit Conan Doyles Helden und unterlegt das Ganze mit authentischer Stadtgeschichte und dem Lokalkolorit von Rio de Janeiros tropischer Belle époque. Entstanden ist ein prickelndes Divertimento, das keine weiteren Ansprüche erhebt.

Georg Sütterlin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

"Sherlock Holmes in Rio" ist das einzige Abenteuer, das Conan Doyle aus Gründen des Takts nicht erzählt hat. Zunächst ist nur die kostbare Stradivari verschwunden, die der Kaiser von Brasilien seiner Geliebten geschenkt hat. Die legendäre Sarah Bernhardt, in Rio gerade auf Gastspielreise, empfiehlt dem Herrscher ihren Freund Holmes für die Aufklärung des Falls. Kein großes Problem für einen Detektiv seines Kalibers. Als dann aber in den Straßen Rios makaber zugerichtete Frauenleichen gefunden werden, ist Holmes' Scharfsinn ernsthaft gefordert.

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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Das erste mal, daß ich nicht zuende gelesen habe, 19. Dezember 2002
Von Cpt. Smollet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Sherlock Holmes in Rio habe ich mir in einer Bahnhofsbuchhandlung zugelegt um eine lange Bahnfahrt etwas angenehmer zu gestalten.
Nachdem ich die ersten paar Seiten gelesen hatte, legte ich das Buch weg und zog es vor, aus dem Fenster zu schauen. Auch der zweite Leseversuch scheiterte.
Dieses Buch ist entsetzlich zäh und erzählt erstaunlich wenig in vielen Worten. Noch dazu werden dem Leser unzählige Namen und Phrasen geradezu um die Ohren gehauen, die völlig belanglos sind.
Nach dem vierten Kapitel legte ich dieses Holmes-Abenteuer ad acta und begann ein anderes Buch.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geistreich, witzig, exotisch - kein normaler Krimi, 4. August 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Sherlock Holmes in Rio (Taschenbuch)
Warnung - dies ist kein konventioneller Krimi, dies ist ein Gesellschaftsroman - aber einer von der feinsten Sorte. Belle Epoque in Rio de Janeiro: Kaiser Dom Pedro hält Hof mit Künstlern, Intellektuellen, Lebemännern. In dieses gelangweilte Idyll platzen zwei Ereignisse: Erstens ein Serienkiller, der auf bestialische Weise Frauen umbringt (weniger wichtig). Zweitens wird einer Konkubine des Kaisers ihr neues Spielzeug - eine Stradivari - gestohlen (Grund, den Meisterdetektiv Sherlock Holmes nach Rio zu holen). Doch dieser kommt kaum dazu, die beiden Verbrechen (die natürlich miteinander zusammenhängen) aufzuklären, weil er zu sehr damit beschäftigt ist, Marihuana zu rauchen und einer kaffebraunen Schönen nachzulaufen. Ganz nebenbei erfahren wir noch, wie Dr. Watson den Caipirinha erfunden hat und ein Rezept für die Zubereitung von Schlangenfleisch. Das Buch ist eine wunderbar witzige, stellenweise makabre Gesellschaftssatire, an der man ungeheuren Spaß haben kann und die am Ende mit einer herrlichen Pointe aufwartet (wird hier nicht verraten). Voraussetzung ist allerdings, daß man genug Humor mitbringen muß, um auch manchen Witz zu dulden, der auf dem Rücken des britischen Meisterdetektivs ausgetragen wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen flach und konstruiert, 26. Januar 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Sherlock Holmes in Rio (Taschenbuch)
Ein Buch rezensieren, das man nicht zuende gelesen hat, darf man das? Ich habe das Buch recht schnell beiseite gelegt, zu flach waren die "Charaktere", falls man sie so nennen darf. Auch beim zweiten und dritten Versuch wurde die Geschichte nicht eingängiger: eine Aneinanderreihung von künstlichen, zu schwerfällig erdachten Geschichtchen, die so gar nicht zusammengehören wollen. Kein Fluß, kein Ganzes: es scheint, Soares wollte seine losen Gedanken auf Biegen und Brechen zusammennageln.
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2.0 von 5 Sternen witzig, aber schwer zu ertragen
Eine kleine Warnung vorab: Wer den Holmes von Sir A.C. Doyle liebt, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Nova Arden veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein hervorragendes Buch - aber ein miserabler Sherlock ...
... Holmes Roman.

So darf ich die Kritik einer deutschen Website zitieren. Diese Beschreibung trifft den Nagel auf den Kopf. Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 25. Februar 2006 von Otto Ott

4.0 von 5 Sternen vielleicht fehlt was
Das Buch habe ich auf Portugiesisch gelesen, es war einfach klasse! Vielleicht fehlt für die deutsche Lesern etwas Hintergrundkenntnisse über die brasilianische Kultur und... Lesen Sie weiter...
Am 8. Februar 2005 veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Das erste mal, daß ich nicht zuende gelesen habe
Sherlock Holmes in Rio habe ich mir in einer Bahnhofsbuchhandlung zugelegt um eine lange Bahnfahrt etwas angenehmer zu gestalten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2002 von Cpt. Smollet

1.0 von 5 Sternen Ach Gott, was ist das?
Was soll man dazu sagen. Es ist durchaus unterhaltsam. Das gestehe ich dem Autor zu, jedoch fehlt es völlig an Gefühl für die Charaktere. Lesen Sie weiter...
Am 6. Juli 2000 veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Verunglimpfung des großen Detektivs
Wer als "Sherlockian" auf den Titel des Romans hereinfällt ist selbst Schuld. Flache Charactere,langatmige Personen-und Straßennamen, entgegen reglichen Regeln des... Lesen Sie weiter...
Am 26. Juli 1999 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Spannung pur
Eins der besten Bücher des brasilianischen Modernismus. Jo Soares weckt unsere Neugierde schon an dem Kapitel des Buches auf. Lesen Sie weiter...
Am 30. Mai 1999 veröffentlicht

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