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Roter Mars. 1. Roman des Mars- Trilogie
 
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Roter Mars. 1. Roman des Mars- Trilogie (Gebundene Ausgabe)

von Kim St. Robinson (Autor)
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 796 Seiten
  • Verlag: Heyne (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345309428X
  • ISBN-13: 978-3453094284
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 407.189 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

carpe.com

Kim Stanley Robinsons Roman Roter Mars ist das erste Buch einer Trilogie über die Siedlung des roten Planeten. Ihm folgen Grüner Mars und Blauer Mars. Roter Mars hat 1993 die Nebula-Award für den besten Roman gewonnen, die von den Science Fiction Writers of America vergebene Auszeichnung, die als eine der höchsten für SF gilt. Diese Auszeichnung ist auch durchaus berechtigt: Roter Mars ist eine kolossale Leistung in der Erfindung einer nahen Zukunft, ein detailreich ausgedachtes Gedankenspiel darüber, wie man eine fast tote Welt mit technologischen Mitteln zum Leben erwecken könnte.

Darin besteht dann auch das primäre Interesse des Romans: Wie wird sich die Besiedlung des Planeten entwickeln? Welche politischen Kräfte werden die Oberhand gewinnen? Werden die Versuche, das Eis des Nordpols zu schmelzen und Seen und Flüsse herzustellen, erfolgreich sein, oder wird die gewaltige Umwandlung in einer Katastrophe enden? Roter Mars fängt mit einem politischen Mord an und endet mit Revolution und Vergeltung. Dazwischen werden die verschiedenen Faktionen in der Kolonisation und ihre Motivationen vorgeführt, von den idealistischen "Roten", die Mars in seinem urprünglichen Zustand behalten wollen, zu den politischen Kräften der Erde, die Mars nur als Sicherheitsventil für eine überbevölkerte Welt sehen.

Der Roman ist dermaßen groß angelegt, es überrascht nicht allzusehr, daß die Hauptfiguren manchmal etwas schemenhaft wirken. Das ist die größte Schwäche von Roter Mars, aber es ist eine Schwäche, die ich zumindest als Leserin gern in Kauf genommen habe, weil ich den Ideenreichtum so genossen habe. Der wahre Protagonist des Romans ist nicht Maya Toitovna oder Johne Boone oder Arkady Bogdanov, er ist Mars selber. Es ist ein durchaus empfehlenswertes Buch, das den Leser wahrhaftig und glaubhaft in eine andere Welt versetzt. --Ruth Nestvold


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schon jetzt ein Klassiker: Fulminantes Gesellschaftsszenario über eine künftige Mars-Besiedelung, 3. Januar 2009
Bemannte Missionen zum Mars sind in greifbare Nähe gerückt. Haben sich Astronomen, Physiker oder Geologen seit jeher für den roten Planeten interessiert, weckt er mittlerweile auch die Phantasie von Soziologen, Psychologen oder Politikwissenschaftlern. Kann die Marsbesiedelung den Grundstein für eine bessere Welt legen? Welche Akteure werden bei der Kolonisation des Mars die maßgeblichen Entscheidungen treffen und welche Motive stehen dahinter? Welche Autonomie wird man der Mars-Bevölkerung zubilligen und welche Loyalität werden Mars-Geborene ihrerseits gegenüber der Erde empfinden?

All diesen Fragen widmet sich Kim Stanley Robinson in seinem Roman "Roter Mars", Teil eins einer Trilogie über die Besiedelung des roten Planeten. Darin schildert der Autor die ersten 35 Jahre der Kolonisierung, beginnend mit dem Raumflug der "Ersten Hundert" im Jahr 2026. Schon zu Anfang der Reise mit handverlesenen Wissenschaftler/innen aus Russland und den USA bilden sich unterschiedliche Positionen zur Rolle der Neuankömmlinge auf dem Mars heraus.

Während die so genannten "Roten" den Mars in seiner Ursprünglichkeit erhalten und lediglich erforschen wollen, geht es den Verfechtern des "Terraformens" darum, den Mars möglichst rasch in einen erdähnlichen Lebensraum umzuwandeln. Hierzu dient beispielsweise das gezielte Beeinflussen der Atmosphäre durch den Einsatz überlebensfähiger Flechten. Die politischen Idealisten unter den ersten Hundert sehen den Mars wiederum als Bühne für ein gesellschaftspolitisches Großexperiment: "Unter all den vielen Dingen, die wir auf dem Mars umgestalten, sollen auch wir selbst und unsere soziale Realität sein". Ihnen geht es darum, den lebensfeindlichen Planeten zunächst in eine bewohnbare Welt und schließlich in eine Heimat zu verwandeln, die eine autarke und selbstbestimmte Mars-Nation beherbergt.

Die politischen Realitäten sehen indes anders aus: Die Entwicklung des Mars folgt vor allen den Interessen transnationaler Konzerne. Diese konkurrieren um den Mars als Anlageobjekt bzw. verlängerte Werkbank. Dank Ihrer Finanzstärke lassen sie Nationalstaaten und UNO als formell Verantwortliche wie Marionetten an unsichtbaren Fäden tanzen.

Die ferne Marsbevölkerung ist dagegen weniger leicht zu steuern. Zudem fehlt den Konzernlenkern der Wille zu Verhandlung und Kooperation. Friedliche Versuche, der aufkeimenden Autonomiebewegung den Boden zu entziehen, werden erst gar nicht unternommen. Im Gegenteil: Massenhaft eingereiste Arbeiter von der Erde finden sich plötzlich in Baracken und überfüllten Behelfsunterkünften der Kuppelstädte des Mars wider. Es gibt Verbrechen, aber keine funktionierende Polizei. Es gibt ein Körperschaftsrecht, aber kein funktionierendes Gesetz. Die Konsequenz sind Arbeiterstreiks, Krawalle und Sabotage. Zunehmend folgen die Betroffenen dem Beispiel eines Teils der "Ersten Hundert", die in versteckten Siedlungen ein selbstorganisiertes Leben beginnen. Auch lokale Parteien wie "Mars first", die den Interessenausgleich mit der überbevölkerten Erde suchen, können nicht verhindern, dass die Lage eskaliert. Die Unabhängigkeitserklärungen ganzer Marsstädte führen zu einer Spirale der Gewalt und die ersten Siedler finden sich in bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen verwickelt...

Robinson gelingt mit "Roter Mars" ein fundiertes und zugleich nachdenklich stimmendes Szenario einer künftigen Marsbesiedelung. Ein Szenario, das nicht in den gewohnten technischen oder naturwissenschaftlichen Ausführungen stecken bleibt. Deutlich ablesbar vertritt der Autor die These, dass der Mensch nicht nur den Mars zu verändern vermag, sondern auch der Mars und die einhergehenden Lebensumstände den Menschen verändern werden. So entwickeln sich unter den ersten Siedlern beispielsweise Ansätze zu einer landschaftsbezogenen Religion oder Vorüberlegungen zu einer so genannten "Öko-Ökonomie" in der lokalen Mars-Wirtschaft.

Herausgearbeitet wird außerdem eine unausweichliche Zerrissenheit der Neuankömmlinge zwischen den Werten und Zielen der Herkunftswelt Erde und denen der neuen Lebenswelt Mars: "Wenn ihr eure Handlungen nicht auf die Realität des Mars gründet, werdet ihr schizophren, mit eurem Körper auf einem Planeten und eurem Geist auf einem anderen. Keine so gespaltene Gesellschaft kann lange funktionieren". Zugleich wird deutlich, dass es alles andere als leicht ist, die immerhin 700 Millionen Kilometer entfernte Erde, die vom Mars nur als kleiner blauer Abendstern sichtbar ist, politisch, kulturell und ökonomisch hinter sich zu lassen. Die Besiedelung des Mars ist für die Geldgeber der Erde eine Milliardeninvestition, die mittel- bis langfristig satte Gewinne ausschütten soll. Eine Marsbevölkerung, die vom Mars verzaubert plötzlich eigene Pläne entwickelt, statt funktionierendes Rädchen im Getriebe zu sein, gerät zur ernsthaften Bedrohung.

Auch wenn Robinson sich stellenweise in detailverliebten Landschaftsbeschreibungen verliert und die Hauptfiguren dabei zuweilen recht blass daneben stehen lässt, so ist ihm ein Roman gelungen, der zu Recht mehrfach prämiert wurde. Das Werk fesselt die Leser auch 15 Jahre nach Erscheinen der amerikanischen Erstausgabe. "Roter Mars" ist anspruchsvoll-intelligente Science Fiction und gehört als Pflichtlektüre in die Bordbibliothek jeder bemannten Marsmission. "Roter Mars" umfasst 800 Seiten und findet seine Fortsetzung in "Grüner Mars" und "Blauer Mars" sowie dem Begleitband "Die Marsianer".
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Science Fiction mal ganz anders, 24. Februar 2002
Von Bartonek (Unterhaching, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Roter Mars ist vor allem ein Buch über Menschen - mit all Ihren Schwächen und Stärken. Es handelt von starken und schwachen Charkateren und steigert sich zum Ende hin in ein Drama, gleich einem zerstörerischen Feuerwerk ohne erkennbaren Sinn. Und wenn sich die Eindrücke setzen, erkennt man das Spiegelbild des menschlichen Wesens.... mit all seinen Schwächen und Stärken; aber leider zumeist zerstörerisch.
Der Autor hebt sein Buch insofern von gängiger SF-Literatur ab, indem er die Charaktere und ihre Handlungsweisen sehr genau beschreibt und nicht versucht schwarz-weiß in gut und böse zu polarisieren. Vielmehr kommen alle Schattierungen und Farben der Menschen so zur Geltung, wie es auch die Wirklichkeit auf der Erde wiedergibt. Mit den beiden gegensätzliche Hauptfiguren John Boone und Frank Chalmers wird die frühe Besiedlung des Mars maßgeblich geprägt, wobei die beiden Figuren am Ende eher tragische Züge annehmen - aber dem Status Held sicher gerecht werden.
Robinson gelingt es aber nicht nur die Geschichte über die Menschen, sondern auch die beeindruckenden, technischen Möglichkeiten und Entwicklungen fesselnd zu beschreiben. Die Darstellungen sind beeindruckend und gehen weit über die bekannten, gängigen SF-Elemente hinaus. Wenn unsere Zukunft eines Tages solche Möglichkeiten hat, würde ich einiges darum geben, dabei zu sein.
Zuletzt wundert es mich immer wieder, wie Robinson es fertigbringt die gegraphische Beschaffenheit des Mars derart beeindruckend zu Papier zu bingen. Naturschauspiele - Oberflächenbeschaffenheit und die Veränderungen des Terraformens beschreibt er so fesselnd, als käme er von dort.
Alles in allem ein beeindruckendes Werk! Kurz gesagt: Ein wundervolles Buch!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen unbedingt lesenswert!!!, 23. März 2000
Von Ein Kunde
Die ersten 300 Seite fand ich sehr holprig, schwer zu lesen, nicht nur durch den etwas anderen Schreibstil, sondern auch aus dem einfachen Grund, daß sich die Story anders entwickelte, als ich erwartete. Bei der Ankündigung "Technische Sci-Fi" dachte ich an eine ausgeklügelte Beschreibung der ersten Landung etc., aber die Technik steht oft im Hintergrund, was auf die Dauer jedoch nicht schadet. Der Star ist der Mars; Die Technik nur Mittel zum Zweck und durchaus glaubwürdig. Sehr spannend fand ich die Parallelen zur heutige Weltpolitik. Stichworte wie Überbevölkerung, Globalisierung und Nord gg. Süd werden glaubhaft beschrieben und machen einen nachdenklich hinsichtlich der Zukunft. Den 2. Roman der Mars-Trilogie werde ich mir nicht entgehen lassen!!
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Veröffentlicht am 26. Oktober 2002 von Aldofreund

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Am 25. April 2002 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Die große Müdigkeit
Das Buch ist so zäh wie Kaugummi. Habe nach der Hälfte entnervt und total gelangweilt aufgehört.
Am 5. Februar 2002 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Schade !
Es sollte wohl sowas wie Mars-Epos werden. Leider ist es das aber nicht. Nach vielversprechendem Anfang wird die Handlung derart künstlich in die Länge gezogen, daß man wirklich... Lesen Sie weiter...
Am 12. Juni 2000 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Hauptsächlich etwas für Mars-Fans
Ungefähr bis zur Hälfte des Buches habe ich gebraucht, um mit der schwerfälligen und teilweise künstlich in die Länge gezogenen Thematik warm zu werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2000 von webmaster@dieckmanns-welt.de

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Schade dass es das Buch nicht mehr auf Deutsch gibt 0 August 2007
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