Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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145 von 174 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Interessant, 20. April 2005
Dieses Diskussionsgespraech, dass Ratzinger noch vor seiner Wahl zum Papst mit Habermas fuehrte, zeigt die Tendenzen und Richtungen der Politik und des Glaubens von Joseph Ratzinger. Viele Glaeubige wuenschten sich nach Johannes Paul dem 2. einen reformierenden Papst. Warum Ratzinger konservativ ist, was er genau damit meint, was ihm der katholische Glauben bedeutet und wohin er mit der Kirche moechte, das alles legt er hier recht gut offen. Ratzingers zentrale These, die aus seinem eigenen Leben und den Problemen der 68er Revolution erwachsen ist, lautet: Werte duerfen nicht relativiert werden, wenn Menschen in einem Haus eine Heimat wissen wollen. Es ist ein interessantes Bekenntnis eines grossen Denkers, das in Zeiten, in denen Ratzinger nun die Weltkirche anfuehrt, fuer manchen Leser interessant sein wird und die Entscheidungen des neuen Papstes erklaeren koennen wird. Ein kohaerentes Werk ueber eine Persoenlichkeit - lesenswert.
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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erstaunlich, 20. Februar 2006
Anders als die anderen Rezensenten empfinde ich dieses Buch als Bereicherung für jeden Bücherschrank. Der Ansicht, es sei nur für jene Menschen geschrieben, die die darin vertretenen Meinungen ohnehin teilen, vermag ich in keiner Weise zu folgen.Benedikt XVI nähert sich in diesem Buch auf theologisch-wissenschaftliche, äußerst intellektuelle Weise der bereits im Titel aufgeworfenen Problematik. Sein Nachteil liegt darin, dass es weniger emotional berührend und "die Seele ergreifend" ist als die neueren Werke, sondern rein rational den Verstand anspricht und zu Schlussfolgerungen gelangt, die sich als ebenso einfach, wie einleuchtend und logisch zwingend ergeben. Daher ist es für den Leser mit vorgefasster Meinung unbequem, da dieser nur die Wahl hat, sich der zwingenden Logik zu beugen oder das Werk als Ganzes - freilich ohne nähere Reflexion - abzulehnen. Die glasklare Stringenz von Benedikt läßt sich kaum widerlegen. Ein Buch, das sich also weniger als spirituelles Werk auszeichnet als als logischer Traktat. Zuzugeben ist, dass das Werk dadurch nicht unbedingt leicht zu lesen ist, nachdenken erfordert und irgendwie eine Leere beim Leser zurück läßt. Er erkennt dadurch aber, dass Spiritualität wo anders statt findet als in den logisch denkenden Gehirnzentren, dass der Mensch seinen rationalen Verstand überschätzt und das Mensch-Sein in anderen Regionen stattfindet, die andere Bücher von Benedikt XVI wesentlich direkter ansprechen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Verhältnis zwischen Vorgegebenem und Individuum, 4. Januar 2007
Dieses Werk des Heiligen Vaters, damals noch Kardinal Ratzinger, behandelt wesentliche Fragen: das Verhältnis von Kirche und Staat, von Ich- und Du-Leistung, vom Staatswesen Demokratie, die Frage nach dem Wesen Europas und vieles mehr. Es wird im Laufe des Werkes deutlich, dass keine Zukunft bestehen kann, die den ganzen Menschen in seiner Würde umfasst, die nicht von der göttlichen Offenbarung, durch Jesus Christus, begründet ist. Freiheit ist dann gegeben, wenn der Staat sich um Gerechtigkeit und Frieden bemüht, aber eben nicht mehr und wenn die Kirche das Weitere übernimmt, die Antworten auf die letzten Fragen, die nur sie beantworten kann. Die Kirche hingegen muss sich eben auf dieses Gebiet beschränken und es tat ihr gut, sich aus der weltlichen Macht zurückzuziehen. Die Frage also nach der Wahrheit kommt allein der Kirche zu, die Dienerin Gottes ist; denn die Wahrheit kann nur durch den Schöpfergott kommen, nicht aber durch den Menschen erfunden werden, was uns die Ideologien des 20. Jahrhunderts bewiesen haben und wie es auch eine aufkommende Ideologie unseres "Materialisten-Zeitalters" tut. Mit diesen Themen beschäftigt sich das scharfsinnige Buch Seiner Heiligkeit Benedikt XVI.
Jedoch ist es kein Buch, das für Anfänger einen Einblick in die Heilige Katholische Kirche gibt, sondern eines, das zu ihr hinführend oder aus ihr hinaus betrachtend gelesen werden kann. Für Menschen, die sich Gedanken um die großen Fragen der Politik machen ist dieses Buch ideal, um sich in Zeiten der Wirrnis Orientierung zu verschaffen.
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