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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Offenes Buch über ein altes Tabuthema, 23. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Adoptierte auf der Suche... ... nach ihren Eltern und ihrer Identität. (Taschenbuch)
Bücher von Christine Swientek muss man eigentlich nicht kommentieren. Sie ist d i e Adoptionsfachfrau und -professorin in Deutschland, seit Jahrzehnten. Lange bevor irgend welchen Behörden dieses wichtige Thema überhaupt aufgefallen ist, hat sie sich damit auseinander gesetzt und mit klarem Verstand und als Wissenschaftlerin in überaus verständlicher Sprache Hilfen und Lösungen angeboten. Adoptierte sind in allen Lebensphasen immer wieder auf der Suche nach ihrer Identität, das weiß ich als mehrfacher Adoptivvater sehr gut. Das Abreißen von Wurzeln, genau so wie die Babyklappen, zerstören Menschen zu großen Teilen. Die Suche nach den Ursprungseltern bedeutet keine Untreue gegenüber den Adoptiveltern. Sie bedeutet auch keine Alternative. Es ist einfach eine Form des Zusammensuchens des eigenen "Lebenspuzzles". Sagen Sie selbst 1. Würden Sie zu Hause ein Puzzle, an dem wichtige Teile fehlen, aufheben? 2. Natürlich kenne ich Ihre Antwort. Darum weiter gefragt: Wenn das Puzzle ein Mensch ist, können sie seine verzweifelte Suche nach den restlichen Teilen verstehen?Also, nicht als Bettlektüre, wohl aber für jeden, den dieses Thema wirklich angeht, ist es ein Riesengewinn. Schönen Gruß von Wolfgang48 (Schönes Puzzleformat habt Ihr mir damit verschafft, liebe AMAZONen!)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Im Gewirr eines Identitäten-Patchworks ..., 12. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Adoptierte auf der Suche... ... nach ihren Eltern und ihrer Identität. (Taschenbuch)
Als ich 1945 geboren wurde, stopfte mich meine Mutter, Wehrmachtshelferin auf dem Weg von Prag nach Rügen, unterwegs in ein Wuppertaler Kinderheim und überließ mich meinem Schicksal. Ich wuchs im Westen auf, bei Adoptiv-Eltern, die ihre Sache überhaupt nicht gut machten. Als ich nach 40 Jahren (erst durch das Ableben meiner Adoptiv-Eltern gelangte ich an die Namen meiner leiblichen Eltern) aufgrund zäher Suche meine Mutter auf der Insel Rügen, für mich hinter dem "Eisernen Vorhang", schwierig genug, endlich ausfindig gemacht hatte, lernte ich eine verlorene Kindheit in ihrem Foto-Album betrachten: Sommer-Strand auf Rügen, Winter auf Hiddensee, Flugenten, Kraniche - und jede Menge Kohlehaufen auf maroden Bürgersteigen. Das war 1985. Tief in meiner Seele hatte sich norddeutsch klingender Dialekt (und das Geklapper von Milchkannen in einem Heim) als kleiner Trost- und Hoffnungsschimmer bewahrt, der mich einige Selbstmordphasen im rheinisch-sprachigen, durch jahrelange körperliche Züchtigungen gezeichneten Asyl überstehen ließ. Wohnortwechsel, Wechsel der Beziehungspersonen hatten in mir ein Identitäten-Patchwork hinterlassen, das ich nun, angesichts der leibhaftig vor mir stehenden Mutter sortieren wollte. Was war ich durch Vererbung und eigene Entscheidungsprozesse selbst, was war abkratzbare, falsche Haut? Christine Swientek nimmt die Phase der Identitätssuche, das stets mit solchen Lebensschicksalen ununterdrückbar verbunden ist, angenehm ernst. Ihr Buch ist hilfreich (weil erklärend statt verurteilend) -- für Betroffene in allen Lagern ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Ratgeber, der tatsächlich Rat gibt, 10. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Adoptierte auf der Suche... ... nach ihren Eltern und ihrer Identität. (Taschenbuch)
Christine Swientek schafft es auf kluge Weise ein realistisches Bild von der Suche nach seinen leiblichen Vorfahren zu skizzieren. Sie bietet keinen vorgefertigten Plan an, sondern beschreibt die vielen facettenreichen Aspekte des Adoptions-Themas.
Verständnis für Adoptierte, Adoptiveltern und leibliche Eltern zu wecken scheint der Autorin sehr am Herzen zu liegen. Sie versucht zwischen den einzelnen Parteien, zumindest per Schrift, vermittelnd einzugreifen. Dieses Buch bietet dem Leser pragmatische Tips zur Elternsuche. Viele, aus dem Leben gegriffene Fallbeispiele runden den Ratgeber ab und helfen sich im Geschriebenem wiederzufinden.
Unterm Strich: Ein gut recherchiertes Buch, das das Zeug dazu hat beim betroffenem Leser das ein oder andere Aha-Erlebnis auszulösen.
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