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Talk Talk
 
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Talk Talk (Gebundene Ausgabe)

von Tom Coraghessan Boyle (Autor), Dirk van Gunsteren (Übersetzer)
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Hanser; Auflage: 10 (26. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446207589
  • ISBN-13: 978-3446207585
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 95.840 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

“Identitätsdiebstahl” lautet das Schlüsselwort in T.C. Boyles Roman. Es bezeichnet die jüngste Verbrechensvariante, die im Land der tausend Möglichkeiten bereits existenzzerstörende erste Blüten treibt. Im Zeitalter der PINs, Codes und Passwörter verschaffen sich übelwollende Naturen Zugang zu den Konten ihrer Opfer, um sie dann Wirtstieren gleich auszusaugen und sich deren Identität überzustülpen. Ein einträgliches Geschäft. So staunt die gehörlose Dana Halter nicht schlecht, als sie sich nach einem geringfügigen Verkehrsdelikt in den unmenschlichen Fängen einer gnadenlosen US-Justizmaschinerie wiederfindet. Ihr Albtraum hat einen Namen: Dr. Dana Halter! Gesucht in mehreren Staaten wegen vielfachen Scheckbetrugs. Ihr Wirtstier!

Schade, dass T.C. Boyle so verdammt unterhaltsam und definitiv zu jung ist. Der Nobelpreis hätte diesem Mann längst auf einem Samtkissen überreicht werden müssen! Was TCB in seinem elften Roman aus einem vergleichsweise schlichten Gut-Jagt-Böse-Roadmovie an Funken zu schlagen vermag, zeichnet nur ganz große Erzähler aus. Aller Talk Talk (engl. für Gebärdensprache zwischen Gehörlosen), bringt Dana bei den Behörden nicht weiter. Zwar spricht man sie -- nach einem drastischen Aufenthalt im Untersuchungsgefängnis -- schuldfrei; ihren Job als Gehörlosenlehrerin aber ist sie los und die Identität ihres Peinigers bleibt weiterhin unbekannt. Bis Danas etwas schlafmütziger Freund Bridger per Bankauskunft eine Telefonnummer herausbekommt. Die Spur führt nach Marin County. Dort, in bevorzugter Pazifiklage, lässt es sich ein gewisser William „Peck“ Wilson zwischen Palmen, Armani und russischer Geliebter ausgesprochen gut gehen.

Die hübsche Dana hat Blut geleckt. Die Jagd beginnt! In einer haarsträubenden Ralley verfolgen Dana und Bridger den flüchtigen „Peck“ alias Dr. Dana Halter quer durch den Kontinent. Klar, dass jemand wie TCB sich die Gelegenheit nicht entgehen lässt, heftige Stimmungsbilder des heutigen Amerika beizusteuern. Einer mitleidlosen Konsumgesellschaft, in der nur der Erfolg zählt, wie Pecks unersättliche Zickenfreundin Natalia zeigt, ein Russenimport der teuren Art, die die Betätigungsfelder „Shoppen und Ficken“ zu ihrer ureigensten Religion erhoben hat. Mit dem Handicap der hochintelligenten Dana, die in einer ignoranten Umwelt nur auf krasses Unverständnis, ja auf ironischerweise „taube Ohren“ stößt, schuf TCB zusätzlichen Suspense, vor dem sich selbst ein Hitchcock verneigt hätte. Schließlich kreierte er mit der Figur des „Peck“ einen so smarten wie beängstigenden Charakter, wie sich beim überraschenden Showdown zeigt. Wenn man dann noch nicht vom Schlag getroffen ist! --Ravi Unger

kulturnews.de

Starautor T. C. Boyle versucht sich im Thrillergenre und wählt ein hochaktuelles Thema: Identitätsdiebstahl. Opfer ist die junge, schöne, gehörlose Dana Halter. Aus heiterem Himmel wird die unbescholtene Lehrerin wegen Autodiebstahls und Drogenmissbrauchs verhaftet. Erst nach mehreren Tagen im Gefängnis kann sie ihre Unschuld beweisen, und nach und nach stellt sich heraus, dass ein Fremder ihre Identität geraubt hat, Schecks auf ihren Namen ausstellt und mit ihrer Kreditkarte bezahlt. Doch Dana hat längst den Glauben an die Gerechtigkeit verloren. Zusammen mit ihrem Freund Bridger macht sie sich auf die Jagd nach ihrem Peiniger. Fantastisch, mit welcher Sensibilität Boyle die Gefühlswelt seiner gehörlosen Heldin veranschaulicht. Auch Spannungselemente gehen ihm von der Hand, als wäre er ein alter Thrillerhase. Fraglich nur, warum T. C. Boyle sich überstrapazierten Krimikonventionen unterordnet. Warum braucht er als Opfer die personifizierte Unschuld und macht einen abgrundtief bösen Schurken ohne Sympathiepunkte zum Täter? Von einem Autoren seines Rangs hätte man mehr Grautöne erwarten dürfen. (cs)

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60 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen 150 Seiten weniger wären mehr gewesen, 12. März 2007
Von ludwigwitzani (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Interessiert es Sie, wie es einer kalifornischen Hippiekommune ergeht, die es nach Alaska verschlägt? Wollen Sie wissen, wie sich ein mexikanisches Emigrantenpaar fühlt, das am Rio Grande die amerikanischen Grenzanlagen überwinden muss? Reizt es Sie nicht, endlich zu erfahren, wie es mit dem sagenhaften Dr. Kinsey und der sexuellen Revolution eigentlich angefangen hat? Wenn sie dergleichen Fragen interessieren, dann sind sie bei den Büchern von T. C. Boyle ("Drop City", "America", "Dr. Sex") genau an der richtigen Adresse. T.C. Boyle gießt solche Problematiken in gut durchkonstruierte Romanhandlungen, die man eigentlich eher als romanhafte Reportagen bezeichnen müsste, und am Ende des Buches ist der Leser belehrt und unterhalten zugleich.
Das vorliegende neue Buch "Talk, talk" liegt genau in diesem Trend, denn diesmal geht es um das Problem des im Zeitalter der Kreditkarten, der PINs, TANS und Codes zunehmend bedrohlicher werdenden Identitätsdiebstahls. Auch Dana Halter, die eigenwillige aber bildschöne taube Lehrerin für Gehörlose hätte sicher nicht gewusst, was sich hinter dem Begriff des Identitätsdiebstahl verbirgt - bis sie selbst eines Tages wegen Betrug, Kreditkartenüberziehung und zahlreicher anderer Delikte von einem auf den anderen Tag verhaftet und eingesperrt wird. Es dauert eine ganze Weile, ehe ihr Freund Bridger Martin der Justiz die Verwechslung erklären und seine Freundin aus dem Gefängnis holen kann, doch wer würde nun den entstandenen Schaden ersetzen? Peck Wilson, der Übeltäter, der sich mit der Kreditwürdigkeit, den Karten und der Identität von Dana Halter ein schönes Leben gemacht hatte, war längst über alle Berge, um einem anderen Ahnungslosen die Identität zu rauben und von dessen Konto eine Zeitlang zu leben. Aber diesmal war er an die Falsche geraten. Dana Halter, die im Zusammenhang mit der Verhaftung ihren Job verloren hatte, macht sich zusammen mit ihrem Freund Bridger auf, den Übeltäter quer durch die Vereinigten Staaten zu verfolgen, um ihn schließlich in seinem Geburtstort in Peterskill zu stellen. So weit der Plot: Wie aber ist er gelungen ?
Um die Wahrheit zu sagen: mäßig. Das durchaus interessante Problem des Identitätsdiebstahl kommt zwar einige Mal in seinen technischen Details zur Sprache ( S. 89, 295 u.a.), aber wie die Methode richtig funktioniert, kann auf der Grundlage des Buches kein Mensch verstehen. Warum der Autor als Hauptperson eine Gehörlose erwählt, bleibt ebenfalls uneinsichtig. Einen besonderen Einblick in der Situation tauber oder stummer Menschen bietet das Buch trotz diverser Anläufe nicht wirklich, und für das Thema Identitätsdiebstahl selbst ist die Behinderung des Opfers ohne Belang. Auch die Charakterzeichnungen der Romanfiguren ist durchaus unterschiedlich gelungen. Während Bridger wie ein Weichei durch die Handlung trottet und sich die mondänen Frauen in dem vorliegenden Buch gleichen wie ein Ei dem anderen, entfaltet Boyle seine literarischen Stärken nur bei der Beschreibung des Übeltäters Peck Wilson. Dabei ist Boyles Sprache wie immer fetzig und hyperaktiv, wenngleich diesmal die Zahl der Stilblüten selbst eingefleischte Boyle-Fans beunruhigen muss. Als sich Dana über den schlafenden Bridger beugt, "regte sich in ihr ein gewisses hormonelles Wollen"(S. 239), dem Übeltäter Peck Wilson "flüsterte der Wein seine Geheimnisse zu"(S. 275), wobei offen bleibt, welche das sein könnten. Und während Bridger und Dana dem den Bösewicht "über die fetten ausladenden Hüften des Landes" (S. 267) verfolgten, zieht sich für Peck Wilson die "Straße an der Bergflanke entlang wie eine Bauchnaht, die das Bindegewebe zusammenhielt" (295). Am unerfreulichsten an dem vorliegenden Buch jedoch ist seine pseudoepische Weitschweifigkeit, die auch schon den Genuss der früheren Boyle Werke durchaus verleidete. Diesmal aber entpuppt sich der Autor als eine echte Labertasche und erzählt, als würde er nach Zeilen bezahlt, so dass der rote Faden der Handlung manchmal wie unter einem Gestrüpp von Einzelheiten ohne jede poetologische Funktion einfach verschwindet. Lieber T.C., ist man fast versucht zu sagen, bitte, mach es das nächste mal wieder etwas besser!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nur Durchschnitt, 16. Juni 2008
Diese Rezension stammt von: Talk Talk: Roman (Taschenbuch)
T. C. Boyle ist sicherlich einer der besten amerikanischen Schriftsteller und einer der populärsten noch dazu. Werke wie "Wold's End" oder "Drop City" sind für mich Meisterwerke. Umso enttäuschender ist das neue Werk. Schon der Vorgänger "Dr. Sex" mochte nicht so recht zu überzeugen, aber "Talk Talk" ist noch ein Stückchen schlechter.

Das liegt an vielerlei Gründen. Zum einen passt das Genre Thriller nicht so recht mit Boyle zusammen, dessen Geschichten immer vom subtilen Humor und den Grotesken Situationen lebte. Darauf muss er hier gezwungenermassen fast vollständig verzichten. Zum anderen wirkt die Geschichte nicht wirklich überzeugend und zu guter letzt sind die Personen sehr eindimensional und bleiben blass - was für Boyle nun wirklich ungewöhnlich ist!

Absolut Mies ist jedoch die deutsche Übersetzung: Früher hat Werner Richter die Bücher kongenial übersetzt, seit Dr. Sex macht dies nun Dirk van Gunsteren. Er kann Richter nicht das Wasser reichen. In Talk Talk wimmelt es von abstrusen Sätzen die den Eindruck machen, der Übersetzer wusste selbst nicht so genau was gemeint ist. Eine Kostprobe:

"...doch bei Digital Dynasty hieß sie nur Phischer, weil sie ständig nach Komplimenten phischte."

Also so einen Satz hätte es bei Werner Richter nicht gegeben. Das hat mit Deutschs nichts mehr zu tun.

Übrig bleibt ein leidlich spannender Thriller wie man ihn auch von jedem anderen Autor erwarten kann. Anspruchsvoll ist das ganze nicht und den typischen Boylschen Humor sucht man ebenfalls vergeblich.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Na ja..., 21. Mai 2008
Von Roland Freisitzer "freisitzer" (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Talk Talk: Roman (Taschenbuch)
Die Idee per se, also eine Geschichte über Identitätsdiebstahl, gewürzt mit einer Rache-Verfolgungsjagd (Dana und ihr Freund jagen den Identitätsdieb Peck Wilson), das könnte (noch dazu in Händen von T. C. Boyle) ein wirklich aufregendes und spannendes Buch werden. Ist es aber nicht geworden. Leider. Es ist sogar noch träger und langweiliger als "Dr. Sex" (wo es wenigstens immer wieder gute bis sehr gute Momente gab) geworden.
Müde (und kitschige) Metaphern, eine über-bemühte Konstruktion der Storyline und permanente Zeilenschinderei (man spürt förmlich, "Talk-Talk" wäre auf vielleicht 180-220 Seiten viel besser) machen die Lektüre eigentlich zur Qual. Wieso sich T. C. Boyle für eine gehörlose Dana entschieden hat, bleibt mir ein Rätsel, da Danas Gehörlosigkeit für das Buch nicht wirklich von Belang ist, bzw. da er bis auf klischeehafte Annäherungen keine wirklichen Einsichten in das Metier bietet und Dana eigentlich als Figur zwar sympathisch aber seltsam gesichtslos bleibt. Zusätzlich verleiht er dem "Dieb" Peck Wilson dandyhafte Züge und lässt ihn permanent um die Sympathie des Lesers werben, was mit Verlaub auch gelingt. So komisch sich das auch liest, aber die Figur des Peck Wilson (inklusive seiner russischen Nobel-Geliebten) ist die, die man noch am ehesten mit "gelungen" bewerten möchte. Ich hatte auch an einigen Stellen das Gefühl, daß der Plot (bzw. die Frage nach "wie funktioniert der Identitätsdiebstahl hier?", oder "Wie soll das gehen?") nicht genau recherchiert (oder durchdacht) ist. In diesen Situationen wird das Buch dann sehr geschwätzig (ergo- Nebelschwaden statt versuchter Aufklärung).
Fazit: T. C. Boyle (der mit "World's End", "Wassermusik" und vor allem vielen Erzählungen wirklich tolle Bücher abgeliefert hat) hat mit "Talk-Talk" einfach nur uninspirierte Routine abgeliefert, nicht mehr, nicht weniger. Da tut es mir dann um die vergeudete Zeit schon leid.
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Also, das kann nicht Boyle sein. Zäh, ständig wiederholend, absehbar und ein Ende, das nun wirklich keines ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2008 von Ulli Koch

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