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Das Buch von Blanche und Marie
 
 

Das Buch von Blanche und Marie (Gebundene Ausgabe)

von Per Olov Enquist (Autor), Wolfgang Butt (Übersetzer)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Hanser; Auflage: 8 (31. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446205691
  • ISBN-13: 978-3446205697
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 269.587 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Buch von Blanche und Marie ist ein wundervolles Buch über die Liebe, oder doch zumindest eins, das über die Suche nach der Liebe erzählen will. Im Mittelpunkt steht unter anderem die nervenkranke Blanche Wittman, die zunächst bei ihrem geliebten Psychiater Charcot an der Pariser Salpétrière ihr Heil sucht. Doch dann stirbt Charcot, auf mysteriöse Weise -- und Blanche wird Assistentin von der französischen Chemikerin und Nobelpreisträgerin Marie Curie. Aber auch Blanche wird krank und zieht ganz zu ihrer neuen Freundin. Sie fängt an, in gelben, schwarzen und roten Notizbüchern (offen und hin und wieder auch zensiert) ein „Fragebuch“ zu verfassen, das nicht zuletzt von den Liebschaften Curies etwa zu Paul Langevin erzählt, aber auch von ihrer eigenen, gefährlichen Leidenschaft.

Der schwedische Autor Per Olov Enquist (Der Besuch des Leibarztes, Lewis Reise) hat sich halb-historischen Stoffen verschrieben, und die bewältigt er besser als jeder andere. Hier tut er es einmal mehr mit Hilfe des literarischen Tricks, eine ungefilterte Ich-Perspektive mit der kühl-sachlichen Distanz eines Erzählers zu verknüpfen. Als Das Buch von Blanche und Marie in Schweden erschien, war die heimische Presse begeistert. „Selten habe ich von einem männlichen Autoren ein so liebevolles und ebenbürtiges Frauenporträt gelesen“, lobte etwa die Rezensentin vom Svenska Dagbladet Enquists neuen Roman. Und tatsächlich ist dem Autor wieder ein grandioses Buch über die Suche nach Liebe gelungen: eine Liebe, die scheinbar alles überwinden hilft und ebenso wenig greifbar ist wie die Strahlung, die Curie schließlich entdeckt.

„Die Liebe kann man nicht erklären. Aber wer wären wir, wenn wir es nicht versuchten?“, heißt es einmal im Roman. Enquist hat es versucht. Und es ist ihm -- überaus lesbar -- auch ein Stück weit gelungen. --Stefan Kellerer



Pressestimmen

"Enquist verwebt die historischen Fakten mit der Fiktion. Dieses Mal unternimmt er eine Reise ins Innere der Liebe. ... Enquist tastet sich erzählend an jene schwankende Grenze zwischen Seligkeit und Zerstörung, die es auch in der Liebe gibt." Claudia Voigt, Der Spiegel, 14.03.2005 "Die Geschichte von Blanche und Marie; sie bewegt sich, wie alle Erzählungen Enquists, im Spannungsfeld von Aufklärung und Irrationalität." Caroline Neubaur, Literaturen, Mai 2005 "Das zarteste Buch über Liebe und Verliebtheit: eine wahre Geschichte, wie sie nur das Leben erfinden kann." Woman, April 2005

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62 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Warum die Suffragettenbewegung so wichtig war!, 25. Februar 2005
Der schwedische Autor Enquist erzählt die tragischen Lebensläufe der zweimaligen Nobelpreisträgerin Marie Curie und ihrer Assistentin Blanche Wittmann, die ein Jahrzehnt früher Patientin im " Salpetiere" war. Beide Frauen lebten nach den Maßstäben ihrer Zeit untypisch. Beide waren sie Berühmtheiten. Beide wurden sie zu Strahlenopfern, hervorgerufen durch ihre Arbeit mit dem Mineral " Pechblende ". Beide hatten eine Liebesbeziehung zu einem verheirateten Mann. Beide konnten die Beziehung in der Öffentlichkeit nicht ausleben, weil die gesellschaftliche Moral dagegen stand. Daran litten beide seelisch. Letztlich zermürbte dieser Umstand beide auf Dauer.
Die Affäre der verwitweten Marie Curie - sie war einst eine von nur zwei Frauen unter 9000 Studenten an der Sorbonne!!! - mit dem Wissenschaftler Paul Langevin kam der Presse zu Ohren. Unaufhaltsam folgte der übliche Skandal. Fortan war die Chemikerin gesellschaftlich stigmatisiert und die Verleihung ihres zweiten Nobelpreises in Frage gestellt.
Blanche Wittmann, engste Vertraute der bedeutenden Wissenschaftlerin, schreibt über ihr gemeinsames Leben mit Marie und stellt Betrachtungen über das Wesen der Liebe an. Sie reflektiert insbesondere die Zusammenhänge zwischen Liebe und Schuld ,sowie Liebe und Tod.
Zu diesem Zeitpunkt hat man Blanche bereits in einen Kasten gepackt, weil man ihre Beine und einen ihrer Arme amputiert hat, sie nunmehr nur noch eine Miniatur ihrer selbst ist, wie sie sagt. Die Hände Maries sind auch schon verkrüppelt . Das Radium hat auch seine Entdeckerin nicht verschont. " Wann verschwand das Selbstbewußtsein des zwanzigsten Jahrhunderts, der Fortschrittsoptimismus, die Arroganz?", fragt der Autor an irgendeiner Stelle dieses Buches mit Blick auf diese beiden Frauen, die zum Schluss ihres Lebens die ersten Opfer gerade jener Geister waren, die man voller Sehnsucht herbeigerufen hatte.
Blanche Wittmann " die Königin der Hysterikerinnen " war zu Ende des vorvergangenen Jahrhunderts Patientin im berüchtigten Krankenhaus " Salpetiere" Der Neurologe Jean Martin Charcot behandelt die junge Frau dort wegen ihrer vermeintlichen Hysterie. Er unternimmt Experimente mit Hypnose. Sigmund Freud ist eine Zeitlang einer seiner Mitarbeiter. Erbärmlich, präziser, menschenunwürdig geht man mit den 6000 Frauen im " Salpetiere " um, dem " Schloss der verrückten Frauen ". Man führt sie dem gebildeten, männlichen Bürgertum vor und ergötzt sich lüstern an deren " Veitstänzen ". Wie Ratten sind die armen Frauen eingesperrt und wie Affen dressiert man sie. Der verklemmte Professor Charcot hat zu Ende seines Lebens eine Affäre mit seiner Patientin Blanche. Später gibt sich die nachdenkliche Schönheit die Schuld am Ableben des von ihr geliebten Mannes.
Die beiden tüchtigen Frauen Blanche und Marie wurden Opfer einer prüden, unduldsamen, doppelmoraligen Gesellschaft. Nie hätte man Albert Einstein, aufgrund seiner zahllosen Liebesaffären mit gesellschaftlichen oder gar beruflichen Sanktionen belegt. Für Männer galten andere Maßstäbe! Marie Curie kannte Einstein persönlich, kannte Becquerel und viele andere Wissenschaftler auch. Trotz ihrer Nobelpreise hat man sie in ihrer Zeit nie auf die gleiche gesellschaftliche Stufe mit ihren männlichen Kollegen gestellt. Sie war eben eine Frau! Die mutige Emmeline Pankhurst - eine britische Frauenrechtlerin- war befreundet mit Madame Curie. Doch die Bewegung steckte noch in den Kinderschuhen. Noch war man nicht soweit, Mann und Frau die gleichen Rechte zuzubilligen. Vielleicht ist man es ja heute immer noch nicht....!
Ein zutiefst berührendes Buch!
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46 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Buch über die Extremzustände der Liebe, 21. Februar 2005
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Per Olov Enquist größter Erfolg war seiner Zeit „Der Besuch des Leibarztes", eine wunderbare Geschichte, die von der Liebe in Zeiten der Aufklärung handelt. Sein großes Thema in allen Büchern ist die Erklärung der Liebe, dabei beschäftigen ihn vornehmlich halbhistorische Stoffe. Und so hat er mit „ Das Buch von Blanche und Marie" ein ganz faszinierendes Buch aus Tatsachen und Phantasien zusammen gefügt.

Er erzählt von zwei Frauen die es in Wirklichkeit gegeben hat. Im Mittelpunkt des Buches steht die nervenkranke Blanche Wittman. Sie sucht Heilung bei Professor
Charcot, der zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts an der Pariser Salpétrière Hysterikerinnen vor studentischem Publikum vorführte. Sie ist sein Medium, seine Lieblingspatientin, verliebt sich schließlich in ihn. Heute, da die Psychoanalyse weiter ist hätten Blanche sicher schon einige „Sitzungen" helfen können, in denen man erfahren hätte, dass sie nie den all zu frühen Tod ihrer Mutter verarbeiten konnte und das sie tiefen psychischen Schaden an der Abtreibung genommen hat, die ihr eigener Vater bei ihr vorgenommen hatte. Damals schob man die Ursache aller bösartigen Seelenstörungen bei den Frauen auf die „hystera", die Gebärmutter, auf den Unterleib.

16 Jahre verbrachte Blanche in diesem Krankenhaus, wurde von dem Professor täglich den Studenten vorgestellt, und Enquist erzählt ihre Geschichte und erfindet vermutlich ihre Liebesgeschichte mit dem Professor, der eines Tages auf mysteriöse Weise verstirbt.

Nach seinem Tod wird Blanche Assistentin bei der französischen Chemikerin Marie Curie, die zwei Nobelpreise bekam, einen für Physik und einen für Chemie. Blanche wird bald ihre engste Freundin. Beide Frauen sind sehr klug und sehr leidenschaftlich.

Sie arbeiteten an der Entdeckung des Radiums, gefährden dadurch ihre Gesundheit. Blanche musste man beide Beine und einen Arm amputieren. Und Marie starb an den Schäden durch diese Arbeit und zwar durch eine Schädigung des Knochenmarks. Beide Frauen haben sehr lange gelitten.

Marie, die ihren viel zu früh tödlich verunglückten Mann liebte, beginnt eine leidenschaftliche Liebesaffäre mit ihrem verheirateten Kollegen Paul Langevin, der sie schließlich verlässt und dessen Frau Maries Briefe in einer Zeitung veröffentlicht, sie bloß stellte und die Übergabe des zweiten Nobelpreises dadurch in Gefahr brachte.
Blanche lebt bei Marie und beginnt schließlich Tagebücher über die Affären Marie Curies und ihrer Liebe zu Charcot zu schreiben. Und Enquist erfindet diese Notizen von Blanche über die Liebe. Da heißt es einmal in dem Roman:" Die Liebe kann man nicht erklären. Aber wer wären wir, wenn wir es nicht versuchten?". Es ist ein zutiefst bewegendes Buch, über die Frage, ob man ohne Liebe leben kann? Sicher kann man das nicht, aber wie kann man mit einer Liebe leben wenn sie so stark, grausam und gefährlich ist? Man kann sie nicht überleben! die Unvereinbarkeit von Vernunft und Leidenschaft, die ist für beide Frauen tödlich.

„ Das Buch von Blanche und Marie" ein ganz faszinierendes, und zugleich spannendes Buch, über die Suche nach der Liebe und über die Grenzerfahrungen der Leidenschaft, von Per Olov Enquist überwältigend erzählt, halb historisch halb erdichtet.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nicht mein Fall, 7. Juni 2006
Das Buch steckt voller Fragmente und Anspielungen, die z.T. schwer zu entschlüsseln sind, wenn überhaupt. Die Liebesgeschichten der beiden Frauen sind düster, aus der damaligen Zeit heraus betrachtet aber interessant, da beide verheiratete Männer liebten und daran verzweifelten. Der Aufbau des Buches ist jedoch verwirrend, etliche Textstellen haben sich mir nicht erschlossen, doch man konnte der Geschichte auch ohne sie folgen. Der Sprachstil ist brilliant, auch werden die medizinischen ERkenntnisse und die Verhältnisse in Heilanstalten der damaligen Zeit anschaulich gemacht. Doch wie gesagt: Vieles bleibt undurchsichtig und machte es beim Lesen schwer durchzuhalten. In der 2. Hälfte des Buches wird es klarer, so dass ich es schließlich doch ganz durchgelesen habe. Ich hatte mir aber mehr davon versprochen.
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Veröffentlicht am 16. August 2006 von lieblingsfarberot

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