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Homo Hitler. Psychogramm des deutschen Diktators.
 
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Homo Hitler. Psychogramm des deutschen Diktators. (Broschiert)

von Manfred Koch-Hillebrecht (Autor), Manfred Koch- Hillebrecht (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 511 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442756030
  • ISBN-13: 978-3442756032
  • Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 13,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 215.679 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Über Hitler ist viel geschrieben und noch viel mehr in ihn hineininterpretiert worden. Der Professor für Psychologie, Buchautor und ehemalige Referent im Bundespresseamt Manfred Koch-Hillebrecht entlarvt gängige Vorurteile über Hitler als falsch und liefert neue Erkenntnisse. Er sieht den Diktator aus der Sicht eines Psychologen, den keine Klischees interessieren, sondern der gnadenlos Hitlers Eigenarten durchleuchtet.

Koch-Hillebrecht begeht nicht den Fehler, wie ein Biograph die Gestalt des Diktators zu erhöhen oder ihn zu sehr zu "vermenschlichen", indem er seine Vorlieben für bestimmte kulinarische Genüsse oder dergleichen thematisiert. Er läßt vielmehr Zeitzeugen sprechen. Und er wartet mit drei neuen Forschungserkenntnissen auf.

Hinter Hitlers scheinbarer Allwissenheit verbarg sich eine psychologische Eigentümlichkeit. Er war in der Lage, Wahrnehmungsbilder fotografisch in seinem Gedächtnis abzuspeichern. Diese Besonderheit wurde als "eidetisches Phänomen" bereits in den zwanziger Jahren von den Psychologen E.R. Jaensch und Oswald Kroh untersucht.

Hitler war sich dieser Fähigkeit bewußt und nutzte sie gezielt, um auf seine Generäle Eindruck zu machen. Besser als sein ehemaliger Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring kannte Hitler Flugzeugtypen in- und auswendig, wenn er sie einmal gesehen hatte. So sehr diese Begabung in gewisser Weise beeindruckt, so abstoßend wirkt Hitlers Gefühllosigkeit. Da er um diese Schwäche wußte, übertünchte er sie mit schauspielerischen Glanzleistungen. Er selbst nannte sich in einem unbewachten Augenblick den größten Schauspieler Europas.

Wie sehr diese Wirklichkeitsverzerrung die Realität beeinflußte, verdeutlicht die grausame Ermordung von Millionen von Juden. Hitlers Antisemitismus basierte auf einer Traumwelt Wagners und dessen Haß auf die Juden, die Hitler adaptierte. Das Buch ist ein Psychogramm eines durch und durch schlechten Menschen. --Corinna S. Heyn

Kurzbeschreibung

In wesentlichen Aspekten seiner Persönlichkeit ist der Mann, der zwölf Jahre lang Deutschland und mit ihm ganz Europa an den Rand des Abgrunds führte, seinen Biographen trotz intensiver Beschäftigung ein Rätsel geblieben. Was war es, das Hitler Denken und Handeln bestimmte? Welchen Ursprungs sind Legenden, die sich um dieses geheimnisvolle Monstrum rankten, wie etwa von seinem "übermenschlichen Wissen"? Der Autor, der auf diese Fragen eine Antwort zu geben versucht, ist kein Laie, kein phantasievoller Außenseiter, sondern ein nüchterner Wissenschaftler.
Psychologie-Professor Manfred Koch-Hillebrecht legt nach jahrzehntelanger Forschung ein Psychogramm Hitlers vor, das dessen photographisches Gedächtnis ebenso berücksichtigt wie seine Parkinsonsche Krankheit und seine verdrängte Homosexualität. Eine neue umfassende Sicht auf das Ungeheuer an der Spitze eines Machtapparats aus Angst.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Einmal etwas anderes ..., 27. August 2001
Von Ein Kunde
M. Koch-Hillebrand ist habilitierter Psychologe und wählte eine dem entsprechende Herangehensweise an die Thematik. Sein Ziel ist es, das Phänomen Adolf Hitler, seine Eigenschaften, Ziele und Handlungen mit dem Werkzeug eines Psychologen zu interpretieren. Dabei stützt er sich auf eine breite Palette von Überlieferungen, angefangen von Filmmaterial, über Fotos, aber auch auf Berichte der unmittelbaren Mitmenschen des deutschen Diktators. Dabei finden Ereignisse und Persönlichkeitseigenschaften Adolf Hitler's besondere Beachtung, die von vielen anderen Historiker/innen meist nur als unwesentliche Nebeneffekte Erwähnung finden. So zum Beispiel seine in vielen Dokumenten belegte Kinder- und Hundeliebe. Einen großen Teil Koch-Hillebrechts Analyse nimmt das Kapitel „Hitler als Eidetiker" ein. Der Eidetiker als psychologische Kategorie ist nicht nur durch ein photografisches Gedächtnis, sondern durch zahlreiche andere, leider ungünstige Merkmale (Auserwähltheitsglaube, eingeschränkte Wahrnehmung der Wirklichkeit) ausgezeichnet, die sich bei Hitler nachweisen lassen. Der letzte Teil des Buches widmet sich dem (nichtvorhandenen) Sexualverhalten Hitler's und gipfelt in der Erkenntnis, dass darin die Ursache nicht nur für seinen "Urtrieb zum Kriege", sondern auch für seinen Judenhaß zu finden ist. Interessant sind aber auch die Darlegung der Rolle der Homosexualität in faschistischen Ideologien und die Schilderung die damals vorherrschende Einstellung der Deutschen zum jeweiligen anderen Geschlecht und zur Sexualität im Allgemeinen. Alles in allem bietet das Buch eine alternative, neue Sichtweise auf eine schon unzählige Male „durchgekaute" Materie und ist daher schon aus dieser Tatsache heraus lesenswert.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein lesenswertes Buch, 2. Juni 2001
Von Ein Kunde
Ich muss gestehen das mich der Titel des Buches erst einmal abgeschreckt hat. Sah es doch wieder nach einer dieser beliebigen Interpretationen aus,von denen es soviele gibt.Als ich zu lesen begonnen hatte,fesselte mich das Werk doch relativ schnell. Entgegen dem Titel geht der Autor auf eine ganze Reihe interessanter Aspekte der Person Hitlers ein ohne dabei bis auf wenige Stellen spekulativ zu werden.Bewusst neutral geschrieben findet man sehr viele Aussagen von Zeitgenossen Hitlers die zusammengenommen ein interessantes Bild des Menschen vermitteln. Ich empfehle als Ergänzung hierzu die Tischgespräche Hitlers zu lesen und evtl.die mehr in Form einer Auflistung historischer Abläufe geschriebenen 2 Bände Ian Kershaws über Hitler.Auf jeden Fall ein empfehlenswerter Band !
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Interessante Sichtweise, 27. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Es handelt sich hier um ein sehr interessantes und lesenswertes Buch, welches die Handlungen Adolf Hitlers aus der reinen Sichtweise der Psychologie zu verstehen und zu erlaeutern versucht. Die wesentliche These des Buches ist, dass die extreme und zum Teil perverse Handlungs- und Entscheidungsweise Hitlers auf seine verdraengte Homosexualitaet zurueckzufuehren ist. So wird z.B. der Holokaust als sublimierter Frauenmassenmord interpretiert. Ein Frauenmassenmord war praktisch und logisch nicht zu verwirklichen, ohne die gesamte Menschheit spaetestens nach einer Generation auszuloeschen, so dass der Antisemitismus als Ersatzhandlung zu verstehen ist. Hitlers Erfolg wird mit der zu seiner Zeit in seinem Umfeld weitverbreiteten Homoerotik und seiner archaischen Begabung der Eidektik (photographisches Gedaechtnis) erklaert. Die Thesen des Buches sind zum Teil einseitig und nicht immer schluessig, und sie erklaeren z.B. nicht, warum grosse Bevoelkerungsteile Deutschlandes dem Nationalsozialismus verfallen sind, noch erklaeren sie warum staatliche Institutionen an einem geplanten Vernichtungskrieg und an einem Massenmord ohne jegliche Kritik oder Widerstand mitgewirkt haben. Das Buch ist klar strukturiert und enthaelt eine Reihe von informativen Details aus dem privaten und politischen Leben Hitlers, was es zu einer interessanten Lektuere fuer den historischen Fachleser oder Fachleserin macht. Das Buch ist in jedem Fall auch fuer einen Nicht-Historiker sehr empfehlenswert, da es ueber die Psychologie einen neuen Zugang zu der politischen Katastrophe der Nazi-Zeit ermoeglicht.
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