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Der Ball
 
 

Der Ball (Taschenbuch)

von Irène Némirovsky (Autor), Claudia Kalscheuer (Übersetzer)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 112 Seiten
  • Verlag: btb TB (1. Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442735785
  • ISBN-13: 978-3442735785
  • Originaltitel: Le Bal
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 29.438 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine hinreißende Milieustudie über ehrgeizige Neureiche und ein einfühlsames Porträt einer unglücklichen Pubertierenden." (Hamburger Abendblatt)


Kurzbeschreibung

Irène Némirovsky - die sensationelle Wiederentdeckung einer großartigen Autorin

Paris 1926. Das Ehepaar Kampf plant einen großen Ball, der ihren Aufstieg in die feine Pariser Gesellschaft besiegeln soll. Seit die Familie unerwartet zu Reichtum gekommen ist, will Madame ihr Leben endlich in vollen Zügen genießen. Ihre halbwüchsige Tochter, die lebenshungrige 14-jährige Antoinette, ist ihr dabei nur im Weg. Sie darf an dem großen Fest nicht teilnehmen. Antoinette grollt ihren Eltern, bis sich plötzlich die Gelegenheit zur subtilen Rache auftut ...


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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Drama der Parvenüs!, 27. Januar 2007
Von zeilensprung - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Der Ball. Novelle (Gebundene Ausgabe)
Irene Nemirovsky wurde im Paris der späten Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre wie ein Star gefeiert! Ihre Bücher erreichten märchenhafte Auflagen und waren - Ironie der Geschichte - vor allem auch in rechten Kreisen beliebt. Das Irene Nemirovsky Jüdin war, wussten zu diesem Zeitpunkt nur die wenigsten! Nach dem Tod der Autorin in Auschwitz geriet ihr Werk schnell in Vergessenheit und wird nun - in neuer Übersetzung - neu entdeckt. Ihre Novelle "Der Ball" schrieb sie mit nur 27 Jahren. Eine Begegnung mit einem verkniffen wirkenden Mädchen auf der Pont Alexandre in Paris gab den Ausschlag.

Irene Nemirovsky erzählt von der vierzehnjährigen Antoinette, deren Eltern einen schnellen Aufstieg erlebt haben. Aus einfachen Kreisen stammend, nutzt der Vater ein Börsenhoch und wird über Nacht sehr reich. Seine Frau schmückt sich nun mit den Insignien der Macht, erreicht jedoch nur wenig Akzeptanz in der guten Gesellschaft. Das soll sich ändern: Ein großer Ball wird geplant. Antoinettes Hoffnungen, dabei sein zu dürfen, werden von ihrer Mutter jedoch grausam zerstört. So greift sie schließlich zu einer Rache, die voller Grausamkeit ist und die Parvenüs, ihre Eitelkeiten und ihre Selbstüberschätzung schließlich entlarvt...

In leichtem Plauderton spitzt sich die Lage in dieser schmalen Erzählung mehr und mehr zu. Mit sehr effektvollen, wenngleich sparsamen Mitteln erzählt Irene Nemirovsky glänzend eine packende Geschichte. Neben der Schlüsselszene auf der Brücke ist es vor allem der letzte Satz, der den Leser ins Mark trifft!
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen So brutal kann Rache sein, 10. Dezember 2005
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Der Ball. Novelle (Gebundene Ausgabe)
Die Jüdin Irène Némirovsky wurde 1903 als Tochter eines der reichsten Bankiers Russlands geboren. Die Familie floh während der Oktoberrevolution nach Paris. Dort erschienen ihre ersten Romane und die Autorin wurde sehr schnell Liebling der Pariser Literaturszene. 1940 schrieb sie den bekannten Roman „Suite francaise“, 1942 wurde sie nach Auschwitz deportiert, wo sie im gleichen Jahr verstarb. Erst 60 Jahre später erscheint der erste Teil dieses Romans. Die prosaische Erzählung „Der Ball“ wurde 1930 aufgelegt, heute wiederentdeckt.

Zum Inhalt: Die Ehe von Madame Kampf mit einem einfachen jüdischen Bankgestellten galt in der Pariser Gesellschaft als nicht standesgemäß. Ihr Ehemann, ein durch und durch einfältiger, simpler Mensch, hat jedoch 1926 an der Börse spekuliert und dabei nach dem Motto, „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln“, ungeheuer viel Geld gewonnen. Die Familie ist sehr, sehr reich geworden. Die Ehefrau hochgradig spleenig und exaltiert ist darüber hinaus extrem dümmlich. Die vierzehnjährige Tochter Antoinette wird von einer altjüngferlichen englischen Hauslehrerin erzogen. Ihre Pubertät bringt es mit sich, dass es zwischen Mutter und Tochter häufig zu Reibereien kommt.

Eines Tages beschließt die Familie Kampf eine großen Ball zu veranstalten, um der Pariser Gesellschaft ihren Wohlstand vorzuführen. Aus Adel und Geldadel sollen 200 Gäste geladen werden. Die Einladungen werden geschrieben und die Tochter wird gebeten die Einladungen zur Post zu bringen. Aber, da es zu diesem Zeitpunkt wieder einmal zu Streitigkeiten zwischen Mutter und Tochter gekommen ist, gibt Antoinette nur eine Einladung bei ihrer Gouvernante ab, die restlichen 199 Einladungsbriefe wirft sie in die Seine. Der Ball steigt und als einziger Gast erscheint die belehrende Hauslehrerin. Der Tochter ist die Rache vollauf gelungen. Brutaler kann Rache eigentlich gar nicht ausfallen.

Neunzig Seiten, die es in sich haben und die auch gnadenlos die Neureichen und ihre Gebaren beschreiben. Ein lesenwertes Buch einer großen Autorin, das ausgesprochen atmosphärisch arbeitet, glänzend geschrieben. Ein wahres Lesevergnügen. Ich empfehle dieses Buch mit Nachdruck und Leidenschaft.

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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen entfesselte Rache, 7. März 2006
Von kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Der Ball. Novelle (Gebundene Ausgabe)
Vor 76 Jahren veröffentlicht, nun neu entdeckt. "Der Ball", ein wunderbares Buch. Ein durch Zufall zu Reichtum gekommenes Ehepaar mit Tochter entwöhnt sich ihrer Tugend und glaubt mit Geld sich denen anpassen zu müssen, die bereits in der "erstrebenswerten" Gesellschaft sind. Heimlichtuerrei und Verleumdung der Vergangeheit bestimmen den mit Bediensteten angenehmen Alltag. Die Untreue zu sich selbst entzweit die Bindung zwischen Mutter und Tochter, verführt die Mutter ihr eigenes vermeintliches Glück zu suchen, zu finden. "Ich, ich,.... sind ihre Worte, die ihre Tochter den Gedanken an Selbstmord nahelegen, der dann ironischerweise in süße Rache umschlägt.
Der Dekanz zu Ehren soll ein Ball für die bessere Gesellschaft, der dem Ehepaar nahezu unbekannten Menschen, gegeben werden, letztendlich nur, um sich selbst in diese Gesellschaft durch Kauf der Menschen einzuführen. Das Versenden der Einladungsbriefe wird zur "Flaschenpost" da die Tochter anstelle der Postboten die Seine als Transportmittel wählt, um .... Sie wissen schon.
Der Vater, ein Mann - er scheint hier gelassener als die Frauen. Die Autorin hat vielleicht zu dieser Zeit dem möglichen Klischee entsprechen wollen.

Diese kleine Novelle zeigt, das nicht erarbeiteter Reichtum Ideale und Tradition zerstört, Treue zu sich selbst nicht duldet, sondern eher das Schauspiel der eigenen Komödie in einer entsprechend gespielten Gesellschaft fordert. Die Liebe zu den Kindern geht verloren, Selbstsucht nimmt den Platz ein.

1930 geschrieben und dennoch nahezu verwandt dem Titel des heutigen (6.3.2006) Spiegel und damit aktuell in einer Zeit, wo Reichtum und Individualismus die Lust am Nachwuchs hemmt.
Interessant ist, dass ebenso im Jahre 1930 Bertrand Russell "Die Eroberung des Glücks" herausbrachte und gerade das Unehrliche, Ichbezogene als Glückskiller anbrachte. Ebenso verwies er schon auf den Zusammenhang von Selbstsucht und Kinderlosigkeit.

Ein grossartiges Buch.

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5.0 von 5 Sternen Eine ironische kleine Geschichte für einen entspannten Nachmittag
Paris Ende der 1920er Jahre: Eine kleinbürgerliche Familie mit jüdischer Abstammung ist durch Börsenspekulationen sehr schnell zu sehr viel Geld gekommen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von kfir veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Mit Mutter und Tochter ist das so eine Sache....
Der Ball ist ein sehr kurzer Roman. Er zeigt dem Leser eine Mutter-Tochter-Beziehung, die Liebe/Neid/Wut, aber auch einen Hauch von Berechnung beinhaltet. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Filerimos veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Überbewertet
Habe Nemirovskys "Suite francaise" mit Genuss und Respekt gelesen und erwartete ähnliches von diesem Buch.... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Lindaraja veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Kurzweilig und sehr unterhaltsam
Klasse, kurzweilig und absolut lesenswert. Die Mutter der 14-jährigen Antoinette, plant einen großen Ball, um ihren Aufstieg in die feine Gesellschaft von Paris zu feiern. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von B. Kugler veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Süße Rache
Die im Grunde simplen und neureichen Kampfs wollen einen großen Ball geben, um ihren gesellschaftlichen Aufstieg gebührend zu feiern, aber vor allem auch, um in der Gesellschaft... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Lili B. veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Liest sich gut
Irène Némirovsky, die Tochter eines jüdischen Bankiers, kennt die Umstände sicher sehr gut, in der Antoinette, die Hauptfigur der Novelle «Der Ball» aufwächst. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2006 von variety

4.0 von 5 Sternen ein Plot für Balzac
Die 14jährige Antoinette will auch dabei sein beim ersten Ball, den ihre neureichen Eltern geben. Doch die wollen sie nicht dabei haben; die Mutter, die nun endlich den... Lesen Sie weiter...
Am 19. März 2006 veröffentlicht

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