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Sputnik Sweetheart: Roman
 
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Sputnik Sweetheart: Roman (Taschenbuch)

von Haruki Murakami (Autor), Ursula Gräfe (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442731542
  • ISBN-13: 978-3442731541
  • Originaltitel: Supotoniko no Koibito
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 27.580 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 8 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Internationale Autoren > Murakami, Haruki

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Lange Zeit ein Geheimtipp, avancierte Haruki Murakami mit dem Roman Naokos Lächeln, der in Das Literarische Quartett den päpstlichen Segen erhielt, hier zu Lande zum meistgelesenen japanischen Autor. Der unterkühlte Tonfall, der schnörkellose Stil, die sinnsüchtigen Mittzwanziger und -dreißiger, die, aller materiellen Sorgen ledig, mit weltschmerzverzerrtem Gesicht in schicken Bars abhängen -- das vermittelt dem westlichen Publikum das Gefühl, dass man sogar Japan(er) ansatzweise verstehen kann.

Soziologisch-literarische Forschungsarbeit hat Murakami zuletzt mit der Interview-Sammlung Untergrundkrieg geleistet, die Opfer wie Urheber des Tokioter Giftgasanschlags von 1995 zu Wort kommen lässt. Auch der Icherzähler in Sputnik Sweetheart berichtet von einer Katastrophe, einer unvorhergesehenen Wendung in seinem bis dahin ruhigen Leben. Ungeachtet gelegentlicher Affären pflegt der junge Grundschullehrer eine stille Leidenschaft für Sumire, eine ehemalige Kommilitonin mit schriftstellerischen Ambitionen, wie er eine zwanghafte Leserin und dabei eher weltfremd: "Sie rauchte zu viel und verlor auch bei kürzesten Bahnfahrten unweigerlich ihre Fahrkarte." Als Sumire sich in die erheblich ältere Miu verliebt, gerät das literarische Projekt in Vergessenheit. Erst auf einer Europareise mit ihrem "süßen Sputnik" beginnt sie wieder zu schreiben, um Miu und ihrer mysteriösen Geschichte näher zu kommen.

Über weite Strecken dominiert die Perspektive des namenlosen Lehrerfreundes. Dessen Stimme und Stimmungen kennzeichnet die vertraute Murakami-Mischung aus sentimentaler Melancholie und coolem Hedonismus. "Sie gab mir das Gefühl, erster Klasse zu fliegen", sagt er über eine Geliebte. Seine erotischen Fantasien sehen so aus: "Während die beiden sich leidenschaftlich liebten, könnte ich in einer Zimmerecke sitzen und Balzacs gesammelte Werke lesen." Ist die Komik beabsichtigt? Jedenfalls nervt der kultivierte Snobismus gehörig: "Geht's dir gut?" -- "Ja, ich bin munter wie die Moldau im Frühling."

Viel besser sind die Passagen mit und von Sumire. Auch die hat kitschige Anwandlungen, pflegt aber gleichzeitig einen gesunden Zynismus: "Statt eine Menge zusammenhangloses Zeug zu schreiben, sollte ich mich lieber wieder ins warme Bett kuscheln, an Miu denken und masturbieren. So sieht's aus." Was sie sonst noch über das Schreiben denkt, verrät einiges vom Selbstverständnis des Autors, droht allerdings im Kontext der durchaus spannenden Geschichte(n) -- äußerst verstörend die von Miu -- unterzugehen.

Also: Fans bekommen das, was sie erwarten: magischen Realismus auf asiatische Art, dieses Mal ohne epische Ausuferungen. Neulinge im Murakami-Kosmos dürften von dem literarischen Two-Nights-Stand zwar nicht abgeschreckt werden, als ungleich wirkungsvollere Einstiegsdroge sei ihnen jedoch der zauberhafte Erzählungsband Wie ich eines Tages im April das 100%ige Mädchen sah ans Herz gelegt. --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Eine schöne, verspielt-verspiegelte Liebesgeschichte, eine Geschichte vom Erwachsenwerden, das Murakamis Helden auf sympathische Weise niemals ganz gelingt." (Die Zeit)
"In Murakamis Büchern kann man sich wie in wunderbaren Träumen verlieren." (Der Spiegel)
"Eine cool erzählte, fantasievoll konstruierte Liebestragödie, in der die Kräfte des Schicksals stärker sind als die der Gefühle." (Cosmopolitan)

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach sich und einem kleinen Sinn des Lebens, 6. September 2004
Von Thomas Leibfried (Ludwigshafen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
"Sputnik Sweetheart" ist der siebte Roman, den ich von Haruki Murakami gelesen habe. Und es ist nicht der beste. Aber auch bei diesem Buch habe ich das Lesen nicht bereut. Murakami behält seinen Stil konsequent fort, seine Protagonisten beziehungsweise Ich-Erzähler sind sich zum Verwechseln ähnlich. Immer handelt es sich um Männer ähnlichen Alters, Ende zwanzig, Anfang dreißig, die identische Vorlieben haben: Musik, Literatur, Kochen, Frauen mit ähnlichem Charakter. Immer Typen liebenswürdiger Gesinnung, die in ein Abenteuer besonderer Art verstrickt werden. Alle auf der Suche nach sich selbst und auf der Suche nach einem Sinn ihres Daseins.

Murakami vermischt in allen Büchern einen überwiegenden Anteil Alltag mit einem gewissen Zuschuss Fiktion, Mythos, Surrealität. Fragen bleiben offen, Handlungsstränge werden nicht immer klassisch geschlossen. In der Regel lege ich einen Roman von Murakami zur Seite und bleibe ein bißchen ratlos zurück. Wahrscheinlich ist das aber genau die Absicht des japanischen Autors, der dieses Buch im Alter von fünfzig Jahren schrieb, allerdings weiterhin im Stile eines Endzwanzigers. Die Tatsache, dass alle Bücher vorherrschend in Japan spielen, erschwert das Lesen für einen Mitteleuropäer in keinster Weise. Abgesehen von Namen und Städten merkt man es beinahe nicht. Angemerkt sei diesbezüglich, daß Murakami längere Zeit sowohl in den USA als auch in Europa lebte.

Hier eine kurze Leseprobe aus dem Ende des Romans: „So ist das Leben. Wie schwer und tödlich unser Verlust auch sein mag, wie wichtig auch immer das, dessen wir beraubt wurden: Wir leben einfach weiter. ... So oft ich darüber nachdenke, wie wir unermüdlich und meist ohne besonderes Geschick unsere alltäglichen Verrichtungen wiederholen, überkommt mich das Gefühl einer entsetzlichen Leere." Wie wahr. Und typisch für Murakami.

Der an der einen oder anderen Stelle geäußerte Tipp, dass man ein Buch des zukünftigen Literaturnobelpreisträgers in den Händen hält, erscheint mir überzogen. Nicht solange zumindest John Updike und Philip Roth nicht damit bedacht sind.

Wer bisher noch kein Buch von Haruki Murakami gelesen hat, dem empfehle ich als Einstieg „Gefährliche Geliebte". Knapp über 200 Seiten, rund, gelungen, sprachlich ansprechend und ein guter Anhaltspunkt für sein gesamtes Werk. Wem das gefällt, der kann als nächstes seinen „Mister Aufziehvogel" lesen. Auf „Sputnik Sweetheart" stößt man dann irgendwann wieder von alleine.

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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Raymond Chandler der Seelenkunde, 2. September 2002
Von Dr. Frank Meyer "selbstregulation.de" (Nürnberg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Sputnik Sweetheart (Gebundene Ausgabe)
Kein opulenter Jahrhundertroman wie «Mister Aufziehvogel», sondern ein kleines Meisterwerk der leisen Töne. Der coole Ich-Erzähler ist ein Freistil-Detektiv, der sich auf die diskreten Wege der Seele versteht. Junge liebt Mädchen, Mädchen liebt ältere Freundin - alles Verhängnis beginnt mit den Mißverständnissen der ersten Liebe und führt in das dunkle Herz der Einsamkeit. Das Mädchen verschwindet.

Japan, Italien, Südfrankreich, eine entlegene griechische Insel, die Akropolis, eine Grenzstadt in der Schweiz, das schäbige Büro eines Tokioter Kaufhausdetektivs - diese Orte stellen nur die Oberfläche für das Labyrinth, in dem sich die Protagonisten dieser melancholischen Geschichte verlieren. Wie üblich bei Murakami, hat alles einen doppelten Boden. Und was diese untergründige Welt mit der unseren verbindet, was dort passiert, fühlt man eher, als daß man es versteht - die Prosa von Murakami kommt der Stimmung der Filme von David Lynch so nahe, wie das niemandem sonst gelingt.

Ein dezenter Thriller, der auf Seidenpfoten daherkommt und einen Seelenraum aufreißt, in dem die kostbaren, feinfühlenden, differenzierten und kultivierten Helden aus Murakamis Universum sich nur scheinbar aufeinander zu bewegen, weil ihre Unfähigkeit, sich nahe zu kommen noch stärker ist als ihre Sehnsucht nach Nähe.

Auch in diesem Roman erweist sich Murakami als Meister der bizarren Umstände und der surrealistischen Ereignisse. Zugleich läßt er uns besonders intensiv daran teilnehmen, was ihn - und uns - in der tiefsten Seele bewegt.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen mysteriös, fesselnd, genial !!!, 19. August 2005
Von Ein Kunde
ich habe schon so manchen murakami gelesen (die wilde schafsjagd, gefährliche geliebte, naokos lächeln, etc.) und alle eigentlich verschlungen wie kaum andere werke. Bei den vorherigen Lektüren war ich allerdings nach der letzten Seite oft enttäuscht. nach einem wahnsinnig packenden lesevergnügen, fühlte ich mich mit zu vielen ungeklärten fragen allein gelassen. so aber nicht bei diesem -wie ich finde- meisterwerk. auch hier verbindet der autor jegliche genres, philosphiert über die welt, romantisiert, erotisiert, fasziniert! Er bleibt zwar im ggs. zu anderen seiner geschichten realitätsnah, gestaltet die handlung aber wie so oft höchst mysteriös und teilweise bis zum ende ohne klare erklärungen, aber hier eben so endend, dass ich beeindruckt und zufrieden das buch zuschlug und mich sofort auf die suche nach dem nächsten grandiosen murakami machte.

unbedingt lesenswert um einfach ab zu schalten und in die eigentümliche murakami-welt ein zu tauchen!

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Vor 4 Tagen von sabatayn76 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen der Anfang zieht einen in seinen Bann
allein am Anfang schon wusste ich,dass ich das Buch nicht loslassen möchte.einiges konnte ich aus dem eigenes öleben wiederfinden.
Vor 15 Tagen von D. Emich veröffentlicht

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Vor 1 Monat von Herr Kaufrausch veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ein echter Murakami
Ich habe bereits alle Romane von Haruki Murakami gelesen, daher nehme ich meine Bewertung im Vergleich vor. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Tobias T. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Super!
Ich mag Murakami und in diesem Buch ist eines meiner Lieblingszitate:
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Vor 7 Monaten von August Faible veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen ok...
dieses buch ist nach meinen bisher 4 gelesenen bücher von murakami sein schlechtestes... :(
es sind zwar wieder typische elemente enthalten, wie der brunnen oder auch die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Februar 2008 von anni

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