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Himmelssturz: Roman
 
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Himmelssturz: Roman (Taschenbuch)

von Gregor Hens (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442731267
  • ISBN-13: 978-3442731268
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 682.387 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein elitärer Schnösel, der als Literaturprofessor irgendwo im Mittleren Westen lehrt und mit seiner schönen, erfolgreichen Frau Pläne für das gemeinsame Traumhaus schmiedet -- und das soll uns interessieren?! Ja, absolut, denn der Roman Himmelssturz ist eines der aufregendsten literarischen Debüts der letzten Jahre.

Schnell zeigen sich Haarrisse in der Fassade des idealen Paares und zu dem Zeitpunkt, als uns Farald die Geschichte -- oder (s)einen Teil davon -- erzählt, ist die allerdings schicksalhafte Katastrophe bereits passiert. Wie er und Skye sich auseinander gelebt haben, wird dabei nur angedeutet; vielleicht hat ja ihr gemeinsamer Freund, der Architekt Antonin, Recht, für den "Aussichtsmenschen" und "Deckungsmenschen" einfach nicht zusammenpassen. Oder liegt es an Helene, der jungen Deutschen, die Farald auf mysteriöse Weise an seine Kindheit in der Alten Welt erinnert und ihn so seiner durch und durch amerikanischen Frau entfremdet?

Jedenfalls wachsen die Vorbehalte des Professors gegenüber seinem Lebensentwurf und seiner Umgebung fast mit jeder Seite. Sobald er den Campus, "dieses andere, kühlere Land", verlässt, findet er sich in einer Konsumhölle wieder, in der Schuldenmachen eine Tugend und die Mitgliedschaft im Automobilklub staatsbürgerliche Pflicht ist. In der klimatisierten Kunstwelt der Shopping-Malls tobt sich "der Wohlstand der Clinton-Ära" aus, während draußen "nichts als diese unerträgliche, monströse Hitze" ist. Weder Farald noch der aus Puerto Rico stammende Antonin werden in diesem unwirklich-unwirtlichen Amerika jenseits der Metropolen am Ende richtig heimisch. Selbst die vermeintliche Oase des Geistes, die Kauffman-Universität, entpuppt sich als Schauplatz von Prüfungsfarcen und erstickender Bürokratie.

Das alles ist nun nicht besonders neu, aber trotzdem schlägt uns der Sprachmagier Gregor Hens in seinen Bann. Und wie bei jedem guten Zauberkunststück kann man nicht genau sagen, wie der Trick funktioniert. Sind es die kurzen, kürzesten Sätze, in denen jedes Wort passt; eine bald behutsame, bald zupackende Prosa; ein Tonfall, der scheinbar mühelos zwischen sarkastischer Sozialkritik und elegischen Tagträumereien variiert? Es könnte auch an der raffinierten Erzählkonstruktion liegen, in der sich die Zeit- und Erinnerungsebenen überlagern, ohne dass es je aufdringlich kunstvoll wirkt.

So gut das Verknappen, Andeuten, Weglassen über weite Strecken funktioniert -- die Figur Skyes bleibt für meinen Geschmack zu schemenhaft. Deshalb ist die beste Liebesgeschichte eigentlich die, die Helene einmal von ihrem Bruder erzählt. Die ist zugleich schreiend komisch und todtraurig und spielt -- nanu! -- in Los Angeles. --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Gregor Hens hat mit Himmelssturz' das beste Debüt des Jahres geschrieben." Elmar Krekeler, Literarische Welt

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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein Meister!, 22. Februar 2002
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Himmelssturz (Gebundene Ausgabe)
Gregor Hens Debütroman 'Himmelssturz' erzählt die Geschichte einer
Konstellation von 4 Menschen,
die der in Goethes
'Wahlverwandtschaften' nicht unähnlich ist. Skye und Farald sind ein
erfolgreiches Paar,
das zwar nie geheiratet hat, aber durch die
besonderen Gesetze des amerikanischen Bundesstaates, wo sie
leben,
gesetzlich als verheiratet gelten (weil sie länger als 7
Jahre zusammenleben). Skye ist reiche Erbin,
Kunstsammlerin und
Bankangestellte, eine elegante Erscheinung mit recht kühlem, aber
gleichbleibendem Charakter.
Farald ist Literaturprofessor an der
sog. 'Kauffman University'.
Ein Traumpaar also. Dazu gesellt sich
Antonin, ein Architekt, der aus Puertorico stammt, und
die
legendären Gebäude der 'Kauffman University' gemäß den
eigensinnigen Vorstellungen der Stifter geschaffen hat.
Sein
aktuelles Projekt aber ist das neue Wohnhaus für Skye und Farald,
welches den Bedürfnissen und
Gewohnheiten des Paares absolut
entspricht und daher als Sinnbild ihrer Beziehung gelten
kann.
Eines Tages erscheint eine junge Studentin namens Helene in
Faralds Büro und bringt die gesamte Ordnung durcheinander.
Farald
entdeckt durch sie, daß seine Ehe mit Skye eine Farce ist und sie das
Haus niemals gemeinsam beziehen würden.

Erzählt wird aus der
Sicht Faralds, der mit einem gewissen literarischen Ehrgeiz versucht,
seine Geschichte
absolut souverän darzustellen, doch erkennt er
selbst die Grenzen dieses Unterfangens, sich selbst
zum Gegenstand
eines Berichtes zu machen. Immer wieder brechen subjektive Momente in

seine Erzählung ein, Schweißausbrüche, alltägliche Kleinigkeiten,
sexuelle Erlebnisse.
Seine Figuren fasst Hens nicht zu stark
an. Sie scheinen tatsächlich ein Eigenleben zu führen. Trotzdem habe
sie deutliche Konturen.
In der Schilderung vieler alltäglicher
Szenen liegt eine Stärke dieses Romans: oft schmunzelt man, wenn
Farald Dinge widerfahren, die man sonst niemandem
erzählen würde,
weil man sie nicht für kommunikabel hält. Der ganze Roman ist sehr
fesselnd geschrieben, er kann
einen packen und läßt dann nicht
mehr los. Das Tempo stimmt, es kaum Längen. Das Gefüge ist ein äußerst
kunstvoll gestaltetes
Gebilde aus verschiedenen Erzählebenen,
-perspektiven, räumlichen und zeitlichen Ebenen, doch verliert man nie
den Faden.
Ich kann die Lektüre dieses Meisterwerks nur dringend
empfehlen. Es handelt sich um ein Stück große Erzählkunst, wie
sie
heutzutage fast vergessen ist.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ungreifbar, 5. März 2005
Von Peter Uehling "puehling" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Autor dieses Buches hat offenbar eine Abneigung davor, Dinge eindeutig zu beschreiben. Ein Paar, dazu zwei Menschen von außerhalb, und irgendetwas passiert zwischen den vieren - was genau, ist der Phantasie des Lesers weitgehend überlassen. Das könnte reizvoll sein, wenn den Figuren erzählerisches Leben eingehaucht worden wäre. Aber die Hauptfiguren handeln nicht und gewinnen auch keine Kontur. Dass Skye, die Frau des Ich-Erzählers "anmutig" ist, erfahren wir nur aus genau diesem Attribut, nicht dadurch, dass sie anmutig handelt oder spricht. (A propos Sprechen: Das Kaschieren wörtlicher Rede hat hier ein Ausmaß angenommen, das geradezu peinlich maniriert ist, etwa so: "Bis Skye seine Hand wegschob und sagte. Lass uns doch einfach mal schauen." Normal sähe das so aus: "Bis Skye seine Hand wegschob und sagte: "Lass uns doch einfach mal schauen."" Das wirkt dann nämlich so, wie es ist: banal. Hens' Layout dagegen tut so, als stünde da noch ganz viel ungesagtes dahinter.) Und so geht es im ganzen Buch: Nichts wird dargestellt, vieles behauptet. Und der Mangel an sinnlicher Erzählung wird keineswegs durch eine sinnliche Sprache aufgewogen, eine Sprache etwa, die Dinge entdeckt oder einen spezifischen Ton hat. Kurz: Mir ist die Begeisterung, mit der dieses blasse Buch aufgenommen wurde, ganz und gar nicht nachvollziehbar. Und der Titel: Mein Gott, ist der nicht etwas großspurig für eine Beziehungsgeschichte? Das ist schließlich mein Haupteinwand: Dass eine Beziehungsgeschichte erzählt werden soll, ohne die Menschen, die zueinander in Beziehung stehen, zu konturieren. Hatten wir zwar noch nicht, ist also was neues, aber was soll es bringen?
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6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hinreissend, 10. Mai 2002
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Himmelssturz (Gebundene Ausgabe)
ein hinreissendes, "leichtes" buch, dessen charaktere einem fast schwebend erscheinen - die verschiedenen erzählebenen sind so miteinander verflochten, dass man es sich vorstellen kann dieses buch mehrmals zu lesen! als mann/frau in der mitte des lebens findet man sich staunend in der einen oder anderen figur wieder (mit etwas melancholie.)
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