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Der Klavierstimmer: Roman
 
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Der Klavierstimmer: Roman (Taschenbuch)

von Pascal Mercier (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Oktober 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442726549
  • ISBN-13: 978-3442726547
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 2.604 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im richtigen Leben heißt der Schweizer Autor Pascal Mercier eigentlich Peter Bieri und lehrt an der Berliner Universität Philosophie.

So wie es nach seinem zweiten, jetzt erschienenen Roman, Der Klavierstimmer aussieht, hat er sein Thema, oder das Thema ihn, gefunden.

Im Mittelpunkt seiner Romane steht die Sprache. Während er in seinem Erstling Perlmanns Schweigen einen Übersetzer mit den Tücken seines Berufsstandes ringen läßt, der nichts mehr zu sagen weiß, obwohl er die Sprache mehr liebt als alles andere, geht Mercier in seinem neuen Werk der Frage nach, inwieweit sich die Person und ihre Identität mittels des gesprochenen oder geschriebenen Wortes abgrenzen kann. Doch keine Angst, Mercier verpackt den philosophischen Hintergrund in eine psychologisch reizvolle, äußerst fesselnde Familientragödie.

Die Zwillinge Patrice und Patricia werden überraschend aus Paris bzw. Chile nach Hause gerufen, da ihr Vater verhaftet worden ist. Ihm wird vorgeworfen, bei einer Opernaufführung auf offener Bühne den Tenor erschossen zu haben. Hat der besonnene, ruhige Mann, der ganz in seinem Beruf als Klavierstimmer aufging, und dem die Musik die Welt bedeutet, tatsächlich diese Tat begangen?

Die Zwillinge wollen die ganze Wahrheit herausfinden und so beschließen sie, daß jeder seine Eindrücke in einem eigenen Tagebuch aufschreiben soll, das sie am Ende austauschen wollen.

Für den Leser entwickelt sich in diesen Aufzeichnungen jeweils aus weiblicher und männlicher Sicht eine unglaubliche Spannung. Die verschiedenen Blickwinkel, die enge Beziehung der Zwillinge untereinander sowie zu ihren Eltern, geben Einblicke in ein grausames Familiendrama, das sich stückweise in seiner ganzen Dramatik enthüllt.

Ein wenig erinnert die Komposition des Klavierstimmers an Javier Marias Bestseller Mein Herz so weiß. Beide Bücher beginnen mit einem ungewöhnlichen Todesfall, die Neugierde des Lesers ist geweckt und ehe er sich versieht, ist er in ein dichtes Geflecht an Beziehungen hineingezogen worden. Allerdings liest sich Mercier weitaus einfacher und flüssiger als sein spanischer Kollege.

Doch er ist ein ebenso gebildeter und kluger Autor. Kein Element steht in seinem Roman unüberlegt, alles ist intelligent durchdacht und miteinander verknüpft. Während der Klavierstimmer unverdrossen Abend für Abend an seiner neuen, wiederum erfolglosen Oper Michael Kohlhaas komponiert, wird er selbst zu dieser Kleist'schen Figur im eigenen Leben.

Am Ende, wenn die Tagebücher ausgetauscht werden, bleibt wieder die Sprache übrig und die Frage: "[I]st die stille Beschäftigung mit Worten die wirkungsvollste Art, das Leben zu verändern -- wirkungsvoller als die lauteste Explosion?" --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Kurzbeschreibung

Ein berühmter italienischer Tenor wird während der Aufführung von Puccinis "Tosca" auf offener Bühne erschossen.

Die Kinder des Täters, die Zwillinge Patrice und Patricia, reisen nach Berlin, um zu verstehen, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Schicht für Schicht legen sie die Beweggründe frei, die ihren Vater, einen legendären Klavierstimmer und glücklosen Opernkomponisten, zur Waffe greifen ließen.
Jahre zuvor waren sie vor ihrer inzestuösen Liebe in verschiedene Hemisphären geflohen. Ihr Wiedersehen und die zunächst unbegreifliche Tat des Vaters führen dazu, daß sie ihre Sprachlosigkeit beenden und aufschreiben, wie sie ihre einstige Intimität erlebt haben. Ein befreiender Prozeß des Erinnerns beginnt.


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46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ...wer einen brillanten und poetischen Erzählstil mag...., 4. September 2005
Von Alexandra Egli (Frankfurt/M.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
...wird diesen Roman lieben. Pascal Mercier, ein wirklicher Könner seiner Zunft, beweist uns erneut seine Kunst, mit Worten zu spielen. Auf subtile Weise, sehr poetisch und eindrucksvoll, enthüllt der Roman "Der Klavierstimmer" ein Familiendrama, dass mir persönlich ein paar mal ein lautes: "Nein, das jetzt nicht auch noch!" entlockte. Pascale und Patricia,Geschwister, werden aus verschiedenen Teilen der Welt nach Hause gerufen: Ihr Vater, einer der besten Klavierstimmer, habe während einer Opernaufführung einen berühmten italienischen Tenor erschossen. Was mag den glücklosen Opernschreiber zu dieser Tat bewogen haben? Das Geschwisterpaar, durch eine tiefe und nur zum Teil platonische Liebe eng verbunden, beschließt, die eigenen Gefühle, Gedanken und das Erlebte ihrer Kindheit in einer Art Tagebuch niederzuschreiben um es dem jeweils anderen zum Lesen zu geben. In diesen Tagebüchern, immer abwechselnd dargeboten, entblättert sich für den Leser erst nach und nach die gesamte Tragik und der Verfall einer Familie.
Ich mag den langsamen, sprachlich dichten und psychologisch eindringlichen Schreibstil von Pascal Mercier, obwohl "Der Klavierstimmer" auch einige unnötige Längen bereithält, wo das Ganze ein bisschen langweilig zu werden droht. Deshalb ein Punkt Abzug.
Eine Empfehlung für die Liebhaber poetischer und ruhiger Romane.
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Psychogramm eines Schattenkünstlers, 20. August 1999
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Der Klavierstimmer (Gebundene Ausgabe)
Der beeindruckende Roman "Der Klavierspieler" von Pascal Mercier hat mich zu der Erkenntnis gebracht, daß Erfolgsstreben in den meisten Fällen ein Fiebern nach Anerkennung, Beachtung und Liebe ist, so wie es sich im Leben des Protagonisten Frédéric Delacroix, alias Fritz Bärtschi, darstellt, dem es vorerst nicht genügt, als hervorragender Klavierstimmer seine Bestimmung zu finden, sondern, der den Traum hegt, als Opernkomponist zu Ruhm und Ehren zu gelangen.

Nachdem Fritz Bärtschi zuerst einige Jahre seiner Kindheit im Heim verbringt und dann von dem Klavierstimmer Pierre Delacroix und seiner Frau Sophie adoptiert wird, lernt er in seinem neuen Zuhause die Liebe zur Musik kennen. Diese wiederum soll ihm nun dabei helfen, den Applaus seiner Mitmenschen zu erlangen.

Mit Chantal, die er heiratet und die selbst durch den Einfluß eines "Übervaters" psychisch nicht ganz "koscher" ist, erzieht er die Zwillinge Patricia und Patrice. Diese, die nun selbst unter dem Einfluß der nicht ganz einfach zu nehmenden Eltern stehen, erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihrer Sicht.

Nach wiederholten Ablehnungen seiner Werke und daraus sogar resultierenden Mordgedanken, gelangt Frédéric Delacroix am Ende zu der plötzlichen Erkenntnis, daß es eigentlich seine Bestimmung ist, einzig und allein ein guter Klavierstimmer zu sein. Seine Gedanken: "...und das genügt!" lassen plötzlich alle Anspannung von ihm - und dem Leser - abfallen.

Fazit des Romans "Der Klavierstimmer" ist letztendlich die Aussage, daß es nicht der Applaus der Mitmenschen ist, der ein Leben lebenswert macht, sondern die Fähigkeit, die eigene Begabung zu erkennen und sie als gleichwertig zu akzeptieren, um dann durch deren Einsatz im Leben Seelenfrieden zu erlangen.

Der Autor bezaubert in seinem Werk "Der Klavierstimmer" außerdem durch die erkennbare Liebe zur Sprache, die Brillanz poetischer Darstellung und die große Sensibilität des Erzählens, die mich beim Lesen begeistert haben.

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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine verbotene Liebe ..., 11. August 2006
... Einsamkeit innerhalb einer Familie, Schicksale und verlorene Träume, zwischenmenschliche Nähe und Distanz, davon erzählt Pascal Mercier in seinem Roman "Der Klavierstimmer" und im Hintergrund ein Mord, der sich selbst erklärt. Man darf sich keinen Krimi erwarten. Man muss sich auf dieses Buch einlassen, es zieht einen hinein in eine andere Welt, gewährt Einblick in Einzelschicksale und das, einer ganzen Familie. Jeder Satz ist ein Hochgenuss sprachlichen Ausdrucks. Dieses Buch kann man sich auf der Zunge und der Seele zergehen lassen. Nehmen Sie sich nichts vor, wenn Sie dieses Buch aufschlagen - lesen Sie, genießen Sie und fühlen Sie!
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5.0 von 5 Sternen Sehr schön
... und gut geschrieben. Packend und eine interessante Geschichte mit vielen Einblicken in die Schicksale, Geschichten und Gefühle einzelner Familienmitglieder.
Vor 6 Monaten von Christiane veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Für alle Zwillings - Eltern
Absolut ergreifend von der ersten bis zur letzten Seite! Nachdem ich "Nachtzug nach Lissabon" und "Lea" gelesen habe, war auch dieses dritte Buch so tiefgreifend und... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von ongji veröffentlicht

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Über den Inhalt des Romans sollte ich wohl nicht mehr sagen, als es schon die Vorgänger(innen) getan haben. Lesen Sie weiter...
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Vor 14 Monaten von Austenfan veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Poetischer Roman
Es ist einmal mehr die gewaltige Sprachgewandtheit des Autors, die den Roman zu etwas ganz besonderem macht. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Beccaris veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Es stimmt einfach alles!
Spannend bis zum Schluss, brillante Sprache, eine Fülle von hochsensiblen Familiengeheimnissen, die dem Leser wie ein zartes Knäuel
Seite um Seite mit neuen Überraschungen... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von U. Heubach veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Langsam, poetisch erzählt und dennoch fesselnd...
ist diese Geschichte, die uns Pascal Mercier hier erzählt. Da ich "Nachtzug nach Lissabon" noch nicht gelesen habe, kann ich hierzu keine Vergleiche anstellen... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von libri1902 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ein Buch, das immer besser wird
Achtung Spoiler!

Dieses Buch handelt vom komplizierten Leben einer Familie mit meheren schweren, best gehüteten Familiengeheimnissen (Inzest unter Geschwistern,... Lesen Sie weiter...
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