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5.0 von 5 Sternen
Groucho at his very best!, 10. Januar 2000
Von Ein Kunde
Es ist ein bedauernswerter Zustand, daß der größte Komiker des 20. Jahrhunderts mittlerweile wohl vollständig verwest sein dürfte, aber wenigstens kann man sich hierüber ansatzweise mit seiner Autobiographie hinwegtrösten.Nachdem das amerikanische Original ("Groucho and Me") bereits 1961 von Ursula von Wiese ins Deutsche übertragen und mit dem Titel "Schule des Lächelns" versehen worden war (was auch schon alles über die Qualität der Übersetzung sagt), hat sich Sven Böttcher 1995 dankenswerterweise erneut des Buches angenommen und nicht nur überraschend viel Geschick bei der Übersetzung der grouchotypischen Wortspielereien bewiesen, sondern auch diverse (in der Fassung von 1961 fehlende) unflätige Beleidigungen, Bemerkungen über Sex sowie ein komplettes Kapitel (das einen Rundumschlag an Verunglimpfungen darstellt) ins Deutsche gerettet. Groucho Marx (1895-1977) schildert in seinem Buch nicht nur seinen persönlichen Werdegang, er groucht auch "im Vorüberschreiben" unzähligen Zeitgenossen der amerikanischen Theater- und Filmszene die Meinung. Viele Persönlichkeiten wurden zwar seinerzeit aus Diskretionsgründen mit dem Universalpseudonym "Delaney" versehen, aber der Übersetzer beschert uns das besondere Vergnügen der Entschlüsselung vieler "Delaneys" im Anmerkungsteil des Buches. "Groucho und ich" beantwortet nicht nur viele mehr oder weniger offene Fragen über die Zeit des Vaudeville-Theaters und die Marx-Brothers (ja, sie waren wirklich Brüder; ja, Harpo konnte sprechen), sondern das Buch bietet dem Leser die 381 humorvollsten Seiten, die von Groucho Marx noch übrig geblieben sind. Für visuell orientierte Menschen lohnt sich die Anschaffung übrigens schon wegen der 22 SW-Fotografien.-JW TITLE: Groucho und ich. AUTHOR: Groucho Marx SOURCE: grouchosbox@hotmail.com DISPLAY-EMAIL: yes USER-LOCATION: TIME: 947539395 RATING: 5 PRIORITY: 2500 SUMMARY: Groucho at his very best! REVIEW: Es ist ein bedauernswerter Zustand, daß der größte Komiker des 20. Jahrhunderts mittlerweile wohl vollständig verwest sein dürfte, aber wenigstens kann man sich hierüber ansatzweise mit seiner Autobiographie hinwegtrösten. Nachdem das amerikanische Original ("Groucho and Me") bereits 1961 von Ursula von Wiese ins Deutsche übertragen und mit dem Titel "Schule des Lächelns" versehen worden war (was auch schon alles über die Qualität der Übersetzung sagt), hat sich Sven Böttcher 1995 dankenswerterweise erneut des Buches angenommen und nicht nur überraschend viel Geschick bei der Übersetzung der grouchotypischen Wortspielereien bewiesen, sondern auch diverse (in der Fassung von 1961 fehlende) unflätige Beleidigungen, Bemerkungen über Sex sowie ein komplettes Kapitel (das einen Rundumschlag an Verunglimpfungen darstellt) ins Deutsche gerettet. Groucho Marx (1895-1977) schildert in seinem Buch nicht nur seinen persönlichen Werdegang, er groucht auch "im Vorüberschreiben" unzähligen Zeitgenossen der amerikanischen Theater- und Filmszene die Meinung. Viele Persönlichkeiten wurden zwar seinerzeit aus Diskretionsgründen mit dem Universalpseudonym "Delaney" versehen, aber der Übersetzer beschert uns das besondere Vergnügen der Entschlüsselung vieler "Delaneys" im Anmerkungsteil des Buches. "Groucho und ich" beantwortet nicht nur viele mehr oder weniger offene Fragen über die Zeit des Vaudeville-Theaters und die Marx-Brothers (ja, sie waren wirklich Brüder; ja, Harpo konnte sprechen), sondern das Buch bietet dem Leser die 381 humorvollsten Seiten, die von Groucho Marx noch übrig geblieben sind. Für visuell orientierte Menschen lohnt sich die Anschaffung übrigens schon wegen der 22 SW-Fotografien.-JW
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