Kurzbeschreibung
Mitte der zwanziger Jahre kommt die siebenjährige Chretienne nach Cayenne in Französisch-Guayana. Der Vater ist gerade zum Gouverneur der berüchtigten Strafkolonie ernannt worden, die Mutter führt das weltabgewandte Leben einer Heiligen. Chretienne bleibt sich selbst überlassen oder der Dienerschaft im elterlichen Palast, bestehend aus Mördern und anderen Schwerverbrechern, die jetzt als Hauslehrer, Köche und Butler agieren. Das Kind muß sich in dieser Welt des Schreckens und der Gewalt behaupten, die Strafkolonie wird ihm zur Lebensschule. "Ich kann mich nicht erinnern, je zuvor so gelacht zu haben, und so geweint, zur gleichen Zeit, man gleitet vom Lachen in den Schmerz, angesichts der einsamen Trauer und der Verwirrung einer derartigen Kindergeschichte." (Le Magazine Litteraire.)
Autorenportrait
Paule Constant ist eine der bedeutendsten Gegenwartsautorinnnen Frankreichs und wird oft in einem Atemzug mit Marguerite Duras genannt. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den "Grand Prix du roman de l'Academie Francaise" und 1998 für "Vertrauen gegen Vertrauen" den "Prix Goncourt". Der Roman stand wochenlang auf den französischen Bestsellerlisten und ist seitdem in zwanzig Sprachen übersetzt worden.