Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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62 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein HOSIANNA auf Moore, dem "Vater" von Biff, 26. Juli 2003
Also da muß man erst einmal drauf kommen!Christopher Moore hat "sorgfältig recherchiert" und erzählt uns die Geschichte der Jugendjahre Josua`s bzw. Josh`s, wie er liebevoll von Biff gerufen wird, und wie er wirklich war und was nicht in der Bibel steht. Nichts besonderes, werden Sie sagen, wer ist oder war schon Josua oder Josh? Tja, weit gefehlt; Josua von Nazareth ist kein anderer als der uns heute als Jesus Christus bekannte Messias. Die Story ist echt originell und super! Moore ist ein Meisterwerk gelungen, bei dem ihm der äußerst schwierige Hochseilakt zwischen historich-religiös fundierten Erkenntnissen einerseits und der freien künstlerischen (humorvollen) Phantasie des Autors andererseits sehr gut gelungen ist, ohne daß Blasphemie oder gar dummer Ulk daraus geworden ist. Daß es kein langweiliger "Schinken" (immerhin über 560 Seiten!) geworden ist, ist der schnörkellosen und teilweise durchaus frivolen Erzählweise des Autors zu verdanken. So beginnt schon alles damit, daß Josua anfangs versucht, vertrocknete Eidechsen zum Leben zu erwecken oder er, um das Wunder "Tote zum Leben zu erwecken" einmal zu perfektionieren, doch noch einige Versuche benötigt. Köstlich sind auch die Passagen, in denen sich Josua mit dem Zölibat und der Keuschheit auseinanderzusetzen hat. Denn auch die verordnete Enthaltung vermag den Wissendurst des heranwachsenden Josua nicht ganz zu "befriedigen", weshalb sein Kumpel Biff im Hinblick auf sexuelle Erfahrungen und Praktiken dann herhalten muß, um an seiner Stelle die entsprechenden Erfahrungen zu sammeln und sie Josua anschließend ausführlich zu schildern. Biff - kein Kostverächter und der Fleisches Lust nicht abgeneigt - gibt sein bestes! Auch Ausflüge in den Bereich "Fantasy" sind eingebaut, bei denen es um einen Dämon oder aber um den ollen Zottelbär Yeti geht. Hinzu kommt noch der köstlich humorvolle Schreibstil von Christopher Moore. Es gibt Passagen, da kann man nicht anders, als laut lachen. Ein wirklich unterhaltsames, heiteres und spannendes Werk, phantasievoll eingebettet in dasjenige, was vom Leben Jesus' bislang bekannt und überliefert ist. Man sollte sich vom Umfang keinesfalls abschrecken lassen. Fazit: Eine Top-Bett- oder Strandlektüre!
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76 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
BIFF UND JESUS - ZWEI NAZARENER ZUM VERLIEBEN!, 31. Juli 2004
Dass zwischen Jesu Geburt und seiner späten Taufe mit 30 Jahren eine Lücke klafft, stört Gott, den Vater und so schickt er den strohblonden, strohdummen Engel Raziel, um Levi genannt "Biff" wieder aufzuerwecken, damit er die wahre Geschichte Jesu aufschreiben kann.So findet Biff nach 2000jährigem Todesschlaf in einem Hotelzimmer wieder mit dem strohdummen, Seifenoper verehrenden Engel, und erzählt uns, wie er Jesus, den eigentlich jeder Josh nannte, kennen gelernt hatte. Auf den folgenden 400 Seiten werden wir in die Vergangenheit entführt und lernen zwei der interessantesten Charaktere überhaupt kennen. Joshua - also Jesus persönlich - und Biff, seinen besten Freund. Unzertrennlich wachsen die beiden zusammen auf, verlieben sich in Maggie (Maria Magdalena) und gehen schließlich im Alter von ca. 13 in die weite Welt hinaus, damit Josh rausfinden kann, was eigentlich die Aufgabe eines Messias' ist. Auf ihren Reisen werden die beiden nicht nur gemeinsam erwachsen, sondern sehen auch noch die Chinesische Mauer, treffen den Yeti, lernen Yoga (bzw. Kama Sutra)und einen "Charakter" aus einem von Moores früheren Büchern kennen. Wie die Geschichte ausgeht, brauche ich hier nicht zu erzählen, was ich aber sagen kann ist, dass mich (als Atheistin) der Tod von Jesus noch nie zuvor so sehr berührt hat. Von Biffs Standpunkt aus gesehen, war Josh vor allem ein Freund und eigentlich nur nebenbei der Messias, so kamen mir bei seiner Kreuzigung doch die Tränen. Natürlich überwogen bei dieser Lektüre jedoch die Freudentränen und der Humor. Dieses Buch sollte besser nicht an öffentlichen Plätzen gelesen werden, außer Sie haben nichts gegen komische Blicke, wenn Sie plötzlich laut auflachen. Denn soviel ist garantiert: Wenn dieses Buch Sie nicht zum Lachen bringt, dann wird es keines!!!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
gute Unterhaltung für erwachsene Freidenker, 21. Oktober 2006
Ich habe "Die Bibel nach Biff" für eine Reise geborgt bekommen und das Buch in jeder freien Minute zur Hand genommen, nach sechs Tagen blieb leider noch ein halber Urlaub ohne dieses Buch übrig.
Ja, das Buch ist unterhaltend, witzig, manchmal brutal, manchmal langatmig, streckenweise sehr zotig und zum Teil verwirrend. Und Nein, einen tiefen Einblick in christliche Religion oder gar Aufklärung über die Person Jesus (H) Christ liefert es eigentlich nicht wirklich, insofern ist es auch in keinster Weise blasphemisch.
Echte Bezüge zur Bibel gibt es ein paar am Anfang, und sehr viele am Ende. Die am Ende sind dann jedoch auch so gehäuft, als würde Moore ihr Fehlen im Mittelteil nachholen wollen.
Fundamentalistische Christen sollten vor dem Kauf möglichst zuerst das Nachwort des Authors lesen, z.B. im Buchladen, oder es besser nicht kaufen, zumindest nicht wenn sie fundamentalistische Christen bleiben wollen.
Das Buch ist vor Allem gute Unterhaltung, gewürzt mit etwas Nachdenklichkeit über das Leben Jesu Christi.
Der Held dieses Buches ist aber nicht Josua von Nazareth, sondern in jedem Falle sein Kumpel Biff. Selten habe ich einen schöneren, witzigeren und durchgeknallteren Charakter gelesen als Biff (schon der Name!). Möge Josh uns das Wesen von Glaube und Hingabe vielleicht etwas näher bringen, Biff erklärt uns den ganzen Rest.
Wir erfahren, wo das Klischee über die Dummheit der Blonden eigentlich herkommt, was das mit den Gräuel mit Ziegen auf sich hat, wie bescheuert die Beschreibungen im Kamasutra sind und wie man seinem Kumpel dem Messias wieder aus der Weinamphore hilft, in den ihn seine perfekten Yogakünste gebracht haben und wofür eigentlich das "H" hinter Jesus steht.
Dieser Biff ist eigentlich ein "Meta-Jesus", denn er steht nicht für den reinen Glauben, sondern für das reine Leben. Und wenn Biff versucht Josh das Wesen der Sünde zu erläutern, indem er sich in den Hurenhäusern ebendieser Sünde vielfach opfert während sein keuscher Freund Josh hinter dem Vorhang lauscht, dann kommt man nicht mehr umhin dem echten Jesus einen solchen Freund zu gönnen, der ihn rein gehalten haben mag durch die "Selbstbeschmutzung" an seiner Statt.
In erster Linie ist dieses Buch ein Buch über Freundschaft, Liebe und Füreinandereinstehen, als zweites ein Jugendbuch für Erwachsene und erst in dritter Instanz der Versuch eines augenzwinkernden Umgangs mit Glaube und Religion. Nicht zuletzt zeigt es schließlich, dass Geschichte im Laufe langer Zeiträume letztendlich immer mehr der Interpretation und Spekulation unterliegt, aber bestimmt nicht mehr der Wahrheit.
Wer über die Sache mit der Eidechse am Anfang des Buches mindestens schmunzeln kann und somit nicht von den Dogmen einer Religion zerfressen ist, sollte das Buch lesen.
Christopher Moore gibt mit seinem Buch dem Glauben das zurück, was dessen eigentlicher Sinn ist und diesem heute am Dringlichsten fehlt: die Lust am Leben.
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