Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Guter Krimi, aber...., 6. November 2007
Der vorletzte Rebus-Roman spielt im Rahmen des G 8 Treffens in Gleneagles und der damit verbundenen Protestveranstaltungen. Ein rätselhafter Todesfall am Rande eines Dinners im Schloss von Edingburgh und rätselhafte Leichenfunde geben Rebus und seinem Team harte Nüsse zu knacken. So richtig begeistern konnte mich das Buch nicht. Rebus bleibt diesmal etwas blass (besonders im Vergleich zum folgenden Roman Exit Music) und wir lernen Siobhan Clarke besser kennen, die einen großen Teil der Handlung trägt. So richtige Begeisterung will bei mir für diesen Roman aber nicht aufkommen. Das liegt zum einen daran, dass der Konflikt mit sinisteren Geheimdiensten doch stark an Politthriller der 70er Jahre erinnert und einfach nichts überaschendes passiert. Die Konflikte wirken stereotyp. Leider ist im Laufe der Reihe die dunkle Seite von Rebus irgendwie verschwunden. Er ist in diesem Buch mehr ein schottischer Harry Bosch als der jähzornige und depressive Alkoholiker, der er in früheren Büchern war. Das finde ich etwas schade, denn damit ist eigentlich eine der außergewöhnlichsten Figuren des Kriminalromans domestiziert worden. Alles in allem ist das Buch gut geschrieben und recht spannend, aber einiges, was Rankin von anderen Autoren abhebt, fehlt mir hier. Aber keine Sorge: in Exit Music läuft der Meister wieder zu gewohnter Form auf.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ian Rankin - Im Namen der Toten, 31. Mai 2009
Ian Rankin lässt seinen neuen Krimi mit dem Anti-Helden John Rebus im Umfeld des G8 - Gipfels in Schottland 2005 spielen.
Während im Luxushotel auf Schottland Gleneagles das Gipfeltreffen der G8 - Staaten stattfindet, hat die Polizei haben im Vorfeld alle Hände voll zu.
Nur Inspector Rebus muss zunächst im Stillen ausharren und darf sich nicht einmischen bis in der Nähe des Hotels - an einem geheimen Ort bei Auchterarder - Spuren gefunden werden, welche auf einen Serienkiller hindeuten.
Zu seinem Opferkreis, der bereits aus drei getöteten besteht, zählen offenbar kürzlich entlassene Sexualstraftäter.
Da Rebus der einzige zur Verfügung stehende Ermittler ist, wird er mit der Lösung des Falles beauftragt und dringt immer mehr in die inneren dunklen Kreise des G8 - Treffens vor.
Und da er hier alles andere als erwünscht ist, gerät er auch gleich mit dem englischen Leiter der Sicherheitsmaßnahmen aneinander.
Zeitgleich muss sich Rankin, der ein Jahr vor seiner Pensionierung und somit auf dem Abstellgleis steht, mit seiner Fehde mit Morris Gerald »Big Ger« Cafferty, einem gefürchteten Gangsterboss, rumschlagen, wobei ihm als Ansatz dabei der Mord an dem Vergewaltiger und Schläger Cyril Colliar, der in Caffertys Diensten stand, dient. Zunächst gibt es keinerlei Spuren, bis ein Stück der Jacke des Opfers gefunden wird. Weitere Stücke der Kleidung beweisen, dass Colliar ein Opfer des hier gesuchten Serienkillers ist, der es auf Sexualstraftäter abgesehen hat.
Obwohl sich die weiteren Ermittlungen wegen des Gipfels komplexer und brisanter gestalten, als erwartet, muss sich Inspector Rebus die Zeit nehmen, in einem weiteren Fall zu ermitteln: Ein Abgeordneter aus London stürzt über die Zinnen des Edinburgher Schlosses. Diese Angelegenheit ruft den äußerst unsympathischen und arroganten hochrangigen Geheimdienstler Steelforth auf den Plan, der Rebus zusätzlich Ärger und Kummer bereitet!
Völlig überfordert an zu vielen Fronten gleichzeitig unter Druck geraten, muss Rebus miterleben, wie ihm Cafferty, diverse moralisch korrumpierte Machtmenschen sowie ihre Schergen ihm das Leben zur Hölle machen.
Das war mein erster Krimi von Ian Rankin und ich bin positiv überrascht. Trotz des Einstiegs bei Rankins 16. Krimi um Inspector John Rebus hatte ich keinerlei Probleme mich in der Geschichte zu Recht zu finden. Die verschiedenen Sichtweisen auf Schottland fand ich sehr gelungen!
Rankin nutzt hier auch gleich die Gelegenheit, im Rahmen eines Kriminalromans aktuelle Blicke auf Edinburgh zu werfen. Er verknüpft seinen Rebus - Fall mit realen Ereignissen. Hier ist es das G8 - Treffen vom Juli 2005.
Ian Rankin hat 2005 in Edinburgh die Ereignisse um das G8 - Treffen beobachtet und diesen "Stoff" als Hintergrund für einen Rebus - Roman für gut befunden.
Sarkastisch teilt er nach beiden Seiten aus; es trifft sowohl die Politiker als auch die Protestler gleichermaßen.
Die verschiedenen Charaktere sind liebevoll und detailliert beschrieben und werden so erst richtig lebendig. Das verleiht der Geschichte noch zusätzlichen Esprit!
Auch zeichnet sich innerhalb der Handlung ab, dass seine "Assistentin" Siobhan Clarke zu seiner Nachfolgerin werden könnte, da er ja bald pensioniert wird und in "Im Namen der Toten" seinen Vorgesetzten noch zusätzlich auf äußerst komische und unterhaltsame Weise auf die Nerven geht.
Insgesamt ist Ian Rankins 16. Krimi ein spannender und zu empfehlender Kriminalroman mit jeder Menge überraschender Wendungen, der den Leser die schottische Mentalität nahe bringt und ihn in die Welt des John Rebus entführt.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wieder ein spannender Thriller, 8. November 2007
Ian Rankin lässt seinen neuen Krimi mit dem Anti-Helden John Rebus im Umfeld des G8-Gipfels in Schottland 2005 spielen. Geschickt verknüpft er dabei seine Story mit dem zeitgeschichtlich-aktuellen Hintergrund und lässt nicht nur Demonstranten aufmarschieren, sondern baut auch gleich noch die Bombenanschläge auf die Londoner U-Bahn mit ein. Realität und Fiktion kreuzen sich hier so elegant, dass die eigentliche Krimi-Handlung gänzlich im Fiktiven bleiben kann.
Einziges Manko sind die Dialoge, die Rebus schon seit diversen Vorgänger-Bänden mit dem Unterweltboss Cafferty führt und die hier ein wenig zu langatmig geraten sind. Neu hingegen ist der Versuch Caffertys, Siobhan zu manipulieren eine bewährte Variante im immer währenden Kampf von Gut gegen Böse.
Insgesamt ist Ian Rankins 16. Krimi wieder ein spannender Kriminalroman mit jeder Menge überraschender Wendungen, der uns auf ein Neues in die schottische Mentalität und die Welt des John Rebus entführt.
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