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Quicksilver
 
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Quicksilver (Taschenbuch)

von Neal Stephenson (Autor), Nikolaus Stingl (Übersetzer), Juliane Gräbener-Müller (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1152 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (18. April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442461839
  • ISBN-13: 978-3442461837
  • Originaltitel: The Baroque Cycle 1: Quicksilver
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,6 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 5.307 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach den beiden Science-Fiction-Romanen Snow Crash und Diamond Age und dem Kultbuch Cryptonomicon überrascht Neal Stephenson seine Leser ein weiteres Mal: Quicksilver spielt im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert und unternimmt nichts weniger als eine Geschichte der aufstrebenden Naturwissenschaften aus der Froschperspektive.

Am vornehmen Trinity College hat es Daniel Waterhouse, ein Urahn der gleichnamigen Figur in Cryptonomicon, als Sohn eines armen Puritaners unter lauter Adelssprösslingen schwer. Trotzdem gelingt es ihm, mit dem jungen und genialen Isaac Newton Freundschaft zu schließen. Gemeinsam führen sie riskante -- und oft hahnebüchene -- Experimente durch und machen sich einen Namen als “Naturphilosophen”.

Unterdessen versucht der Londoner Herumtreiber Jack Shaftoe -- auch dieser Name ist uns aus Cryptonomicon bekannt -- in den Wirren der Türkenkriege am Leben zu bleiben. Während der Belagerung von Wien im Jahr 1683 gerät er an die Haremssklavin Eliza, die sich nicht nur als äußerst schön, sondern auch als über die Maßen intelligent erweist. Ihre herausragenden kaufmännischen Fähigkeiten ermöglichen ihr alsbald den Aufstieg in höhere Adelskreis, eine “Karriere”, die für eine Frau von einfacher Abstammung allerdings auch einige Gefahren in sich birgt ...

Es ist unmöglich, den zahlreichen Figuren und Handlungssträngen dieses Mammutwerkes in wenigen Zeilen gerecht zu werden. Neal Stephenson hat ein kluges, witziges und in jeder Beziehung atemberaubendes Buch geschrieben. Quicksilver ist Historienschmöker, Wissenschafts-Thriller und Schelmenroman -- und lässt sich doch in keiner Schublade unterbringen. Literatur auf diesem Niveau zeigt, wie gegenstandslos Diskussionen über Genrezuordnungen oder E- und U-Literatur eigentlich sind.

Auf Englisch sind die beiden Folgebände The Confusion und The System of the World bereits erschienen. Warum der deutsche Verlag beschlossen hat, den Buchtitel im Original zu belassen, ist nicht ganz nachvollziehbar. Trotzdem ist Quicksilver eine hundertprozentige Empfehlung, denn das TIME MAGAZINE hat Recht: “Sie werden sich wünschen, dass das Buch nie zu Ende geht!” --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

„‚Quicksilver’ ist Wissenschaftsthriller, Historienschmöker und Schelmenroman auf höchstem Niveau.“ (SZ Wissen )

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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel :-), 16. September 2006
Bei diesem Buch gilt: "Der Weg ist das Ziel". Dies ist das erste Buch von Neal Stephenson, das ich gelesen habe (und es wird nicht das letzte sein!). Verschiedentlich wurde es mit den Werken von Umberto Eco verglichen, und dies ist durchaus zutreffend: beide Autoren haben einen aehnlich dichten Schreibstil, der sich inbesondere durch zahlreiche erzaehlerische Ausschweifungen auszeichnet. Und genau darin liegt der Wert des Buches: nicht in der Handlung, sondern in der abwechslungsreichen Schilderung der gesellschaftlichen Umstaende, philosophischer und religioeser Dispute, der teilweise voellig absurden Experimente der Naturphilosophen, der politischen Hintergruende (hier sollte man etwas Gelassenheit mitbringen, da diese ohne weiteres Hintergrundwissen tatsaechlich ziemlich verwirrend sind) usw. Wem dies alles zu langatmig ist, sollte sich lieber an Dan Brown halten. Wer allerdings Buecher liebt, die sich nicht direkt vom Start ins Ziel begeben, sondern gemaechlich maeandern und dabei intelligent unterhalten, sollte dieses Buch lesen.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wo bleibt die Übersetzung der Fortsetzung?, 12. März 2006
Es ist unglaublich, genaugenommen ein literarischer Skandal, daß die Übersetzung der zwei Folgebände dieses Meisterwerks noch nicht erschienen ist!
Diesen Ausruf zuoberst, und damit dürfte klar sein, wie ich Stephensons jüngstes auf Deutsch erschienenes Buch bewerte. Es mußte vielleicht erst ein Amerikaner kommen, um ein derartig pralles Portrait des barocken Europas zu entwerfen. Ich hatte es mir von Eccos "Insel des vorigen Tages" erhofft und war enttäuscht worden, kannte das siebzehnte Jahrhundert also bislang eher aus Mantel- und Degenromanen wie Dumas "Die drei Mustetiere". Doch was damals so alles "abging" hierzulande, das weiß erst Stephenson zu schildern.

Anfangs ergeht es einem mit diesem Buch wie schon mit dem "Cryptonomicon" und "Diamond Age" - man ist etwas verwirrt von den verschiedensten Handlungsstängen, Zeitsprüngen, abrupten Themen- und Stilwechseln. Nach dem Motto: "Immer gerade dann, wenn's spannend wird!"
Normaler auktorialer Erzählstil wird abgelöst von eher personaler Sichtweise, von Sitzungsprotokollen der Royal Society (der Vereinigung der ersten britischen Naturwissenschaftler), Briefpassagen oder Theater-Texten. Mindestens drei Haupthelden, Jack Shaftoe, Daniel Waterhouse und Eliza werden eingeführt, dazu Dutzende anderer "Nebencharaktere" am Leben erhalten, von Newton bis Leibniz, vom Sonnenkönig bis zu Wilhelm von Oranjen, nicht zu vergessen den unsterblichen Henoch Root. Das Hofleben in Versailles kommt ebenso vor wie eine Walpurginsnacht im Harz, der Türkenansturm auf Wien, die Pest mit anschließendem Großbrand in London, die Vorläufer des Massachusetts Institut of Technologies oder das Leben im seltsamen Staate Qhwglm (oder so ähnlich).
Das Thema des Buches? Die Aufklärung. Kryptografie (ganz kann er's nicht lassen...). Politik zu Beginn des bürgerlichen Zeitalters. Das fette, pralle Leben. Und Sterben.
Und der ganze Rest.
Es ist dies der erste Band einer Barock-Trilogie; keine der 1145 Seite möchte ich missen. Vor allem aber will ich die Fortsetzungen, deren Originalausgaben längst erschienen sind, endlich auf Deutsch lesen!
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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Aufklärung und Barock, 7. Februar 2005
Von H. P. Roentgen "Textkraftmoderator" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Quicksilver (Gebundene Ausgabe)
Ein Bote kommt 1713 nach Massachusetts, um den alten Dr. Daniel Waterhouse zurück nach England zu locken. Er kommt im Auftrag der Royal Society of London, der Vereinigung der Naturphilosophen (heute würde man Naturwissenschaftler sagen). Denn der Zwist zwischen dem genialen Isaac Newton und dem ebenso begabten Dr. Leibnitz soll endlich beigelegt werden. Dazu wäre Daniel Waterhouse der richtige Mann. Er hat mit Newton zusammen in Cambridge studiert, er hat dessen Vertrauen und kennt auch Leibnitz. Obendrein hat er die Entwicklung der Royal Society aus einem kleinen Zirkel weniger Männer miterlebt. Wenn er den Zwist nicht beenden kann, kann es keiner.

Und damit wendet das Buch sich dem Jahr 1655 zu und entführt den Leser nach Cambridge, wo Daniel und Isaac als arme bürgerliche Studenten unter lauter Adligen leben und studieren müssen. Daniel ist der Sohn eines puritanischen Predigers, ein guter Beobachter, aber niemand, der selbst die Initiative ergreift. Isaac ist da ganz anders. Er will alles wissen, von der Theologie springt er zur Mathematik und von da zur Alchemie.

Damit ist auch der Rahmen des Buches abgesteckt. Es geht um die aufkommende Mathematik und Naturwissenschaft am Ende des siebzehnten Jahrhunderts und wir Leser treffen sie alle, Sir Isaac Newton, dessen Principia zwei Jahrhunderte lang das Weltbild prägen sollte, den holländischen Uhrmacher und Astronomen Christian Huygens, Christopher Wren, Robert Hooke und all die anderen, die die Welt mit neuen Theorien auf den Kopf stellen und die genialsten wie albernsten Experimente anstellen.

Stephenson gelingt es, dem Leser daran teilhaben zu lassen, wir erfahren, wie schwierig sich die Experimente ohne brauchbare Messgeräte gestalten, wie wichtig es wird, als Huygens eine Pendeluhr erfindet, die wenigstens eine halbwegs genaue, zuverlässige Zeitmessung in Sekunden gestattet. Überhaupt erfahren wir, wie viel wir auch in ganz banalem Alltag dieser Zeit verdanken - die Erfindung der Wasserwaage wird im Buch ebenfalls gestreift. Alchemie und Naturwissenschaften hängen noch eng zusammen, obwohl sie heute so gerne als Gegensätze gesehen werden.

Eine zweite Ebene des Buches spielt auf den gerade eröffneten Börsen von Amsterdam und London, die den Beginn der Finanzwelt, wie wir sie heute kennen, bilden, mit ersten Spekulationen, Kursmanipulationen und manchem mehr. Auf diesem Parkett bewegt sich die zweite Heldin des Buches, die ehemalige Haremssklavin Eliza, überraschend geschickt, was ihr am Ende den Titel einer Gräfin einträgt. Und da sie mit Leibnitz befreundet ist und eifrig mit ihm korrespondiert, bleibt es nicht aus, dass das Buch auch manche Teile über neue Geheimschriften und die Möglichkeiten der Spionage enthalten.

Wir erleben auch die Politik dieser Zeit, die Kriege Louis XIV, die Belagerung Wiens, die Restauration, als Charles II. nach Cromwells Tod wieder die Macht in England ergreift, gefolgt von englischen Adligen, die in Frankreich aufgewachsen sind und einem Bruder, der katholisch (also papistisch) ist und bei den Engländern die schlimmsten Befürchtungen auslöst. Nur langsam gewinnt die Auffassung, dass jeder nach seinem Glauben leben darf, an Boden, noch neigt kaum eine der verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen zur Toleranz.

Leider leidet der Autor Neil Stephenson leidet wie so manch anderer unter chronischer Diarhoe verbalis (vulgo: Wortdurchfall), „Quicksilver" ist nur einer von drei Bänden und selbst der umfasst bereits über tausend Seiten. Zu viele, um das Buch einfach im Bett oder der Badewanne zu lesen, eher scheint es geeignet, jemanden damit zu erschlagen.

Immer wieder beschreibt der Autor uns Details seiner sorgfältig recherchierten Geschichte, verliert sich in zahllosen Einzelheiten, manchmal werden auch geduldige Naturen den einen oder anderen Absatz überspringen. Vor allem am Anfang tut sich der Leser hart, in die Geschichte hinein zu finden, die eigentlich keine Geschichte ist - jedenfalls keine mit Anfang, Plot, Hauptperson und Ende-, sondern eine Vielzahl von Schicksalen auf dem Hintergrund des barocken Europas, eine Vielzahl von Ebenen, die der Autor häufig und gerne wechselt. Dafür erhält der Leser aber auch eine erheblich realistischere Schilderung des Barocks und einen Roman, der sich nicht an die 08/15 Regeln üblicher historischer Romane hält.

Doch das ist auch die Krux des Buches: Es liest sich alles andere als leicht, ist kein Pageturner, sondern ein Text, den sich der Leser langsam erlesen muss. Allerdings lohnt sich dieser Aufwand auch für den, der sich für Geschichte und die Entstehung der Naturwissenschaften interessiert. Man hat das Gefühl, dass man in eine andere Zeit getaucht wird, die Probleme und Verhältnisse dieser Epoche miterlebt und versteht und die Historie nicht nur ein farbloser Wandteppich für die üblichen Liebes- und Abenteuergeschichte herhalten muss.

(c) Hans Peter Roentgen

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Ich muss sagen bis zu diesem Buch WAR ich ein Neal Stephenson Fan.
Bereits mit Diamond Age konnte man einen Abstieg des Authors beobachten. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Szillard veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Sinn?
Der ganze Roman wirkt konstruiert.
Ich sehe richtig das Whiteboard des Autoren vor mir.
Mit sämtlichen Charakteren, Orten und Handlungssträngen. Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen Quite impressive
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