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Der kalte Hauch der Nacht: Ein Inspector-Rebus-Roman
 
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Der kalte Hauch der Nacht: Ein Inspector-Rebus-Roman (Taschenbuch)

von Ian Rankin (Autor), Christian Quatmann (Übersetzer)
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (1. Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442453879
  • ISBN-13: 978-3442453870
  • Originaltitel: Set In Darkness
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 13.792 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Keine Superhelden, keine Action, kein geradliniges Erzählen -- dennoch oder gerade deswegen ist dem Schotten Ian Rankin ein großartiger Kriminalroman gelungen, der durchaus einen "mankellartigen" Erfolg auf dem deutschen Buchmarkt verdient hätte. Rankin komplettiert den Kreis neuer glänzender britischer Krimi-Erzähler wie Reginald Hill, Val McDermid und Mo Hayder und stellt deren Extraklasse erneut unter Beweis.

Rankins Helden sind -- ob jung oder alt -- bereits vom Leben angefasste Menschen. Ob im Trott des Alltags gefangen, desillusioniert, ohne Selbstbewusstsein oder mit den unterschiedlichsten Defekten geschlagen, kämpfen seine Figuren um ihr Leben, kultivieren ihren Ehrgeiz, ihr Gerechtigkeitsempfinden oder ihre Rachsucht. Dies alles unter einem ewig düster verhangenen bleigrauen Himmel in einem verregneten Edinburgh.

Inspektor John Rebus sieht sich mit einem merkwürdigen Fall konfrontiert. Auf der Baustelle des künftigen schottischen Parlaments wird eine mumifizierte Leiche gefunden, die bereits Jahrzehnte versteckt an ihrem Platz liegen muss und nicht identifiziert werden kann. Echte Brisanz gewinnt der Fall, als wenig später der designierte Labour-Abgeordnete Roddy Grieve am gleichen Ort ermordet aufgefunden wird. Grieve entstammt einer der prominentesten und exzentrischsten schottischen Familien. Rebus Chef setzt dem altgedienten und ob seiner ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden berüchtigten Inspektor den ehrgeizigen und karrieresüchtigen Derek Linford vor die Nase. Doch der erfahrene, vom Leben enttäuschte und alkoholkranke Rebus ist nicht gewillt, den jungen Aufsteiger gewähren zu lassen. Bald wird deutlich, dass groß angelegtes Spekulantentum und Korruption den Hintergrund der Morde bilden.

Set in Darkness lautet der Originaltitel des Romans. Und in der der Tat nutzt Ian Rankin das Genre zu einer großartigen Schilderung enttäuschter Illusionen in einer hoffnungslos düsteren Stadt. Das Genre gerät dem Autor nicht wie vielen seiner Kollegen zum Selbstzweck, sondern als hervorragendes Mittel eindrucksvoller Milieu- und Charakterstudien. Von einem solchen Roman lässt sich lange zehren! --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Pressestimmen

"Die Polizeiromane des Schotten sind keine Standardkrimis, sondern breit angelegte, sorgfältig komponierte, genau erzählte Chroniken aus dem Norden der Insel. Bei Rankin entsteht seriöse Literatur, die weit über das hinausgeht, was andere, lediglich psychologisierende Belletristen auf die Bestseller-Listen befördert."

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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Beste, was die Insel an Krimis zu bieten hat, 13. März 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Der kalte Hauch der Nacht (Gebundene Ausgabe)
Nun endlich hat auch Deutschland Ian Rankin und seinen Antihelden, DI John Rebus, entdeckt. Rebus - Alkoholiker, Kettenraucher, geschieden, Nein-Sager - ist vor allem immer eins: Mensch und erinnert an die Helden von Charles Bukowski.

"Der kalte Hauch der Nacht", der bisher letzte Band der Rebus-Serie, spielt vor dem Hintergrund der schottischen (Teil)Unabhängigkeit und der Errichtung des ersten schottischen Parlamentes in mehr als 300 Jahren. Die Edinburgher Polizei ermittelt in drei Fällen. Die Hauptfiguren: Eine mehr als 20 Jahren alte Leiche, die eingemauert im Kamin des zukünftigen Parlamentkomplexes gefunden wird, ein Obdachloser, der von einer Brücke springt, aber 1.2 Mio DM auf seinem Konto hat und ein ermordeter schottischer Politiker.

In seiner unnachahmlichen dunken, intelligenten und stets neu überraschenden Art gelingt es Rankin, alle Handlungsstränge zu einem mehr als befriedigenden Gesamtwerk zusammenzuknüpfen.

Wer intelligente Krimis mag, wird John Rebus lieben! Das größte Problem: Rebus geht auf seine Pensionierung zu - hoffentlich löst er vorab noch viele Fälle! Und wer nach Schottland fährt, nach dem er Rankin gelesen hat, sieht Schottland mit ganz anderen Augen. Ein Geheimtipp, dem viele Leser zu gönnen sind.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Solider Krimi, 5. Februar 2005
Von talia97 (Thüringen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Schottlands Hauptstadt Edinburgh soll mit dem Umbau des Queensberry House ein neues Parlamentsgebäude erhalten. Queensberry House, ein geschichtsträchtiges viktorianisches Gemäuer, diente zuletzt als Krankenhaus, bevor es sich selbst und dem sicheren Verfall überlassen wurde. Während der Bauarbeiten an dem düsteren alten Kasten wird eine mumifizierte Leiche entdeckt. Es stellt sich sehr schnell heraus, daß es sich um einen vor 20 Jahren ermordeten Mann handelt, dessen Identität es zu klären gilt. Zu dem mysteriösen Fall gesellt sich im weiteren Verlauf der Mord an dem vielversprechenden Abgeordneten Roddy Grieve, dessen Leiche ebenfalls im Queensberry House gefunden wird, und der Selbstmord eines Penners, in dessen Nachlaß 400.000 Pfund entdeckt werden. Das ruft Detective Inspector John Rebus auf den Plan, der mit einem Team von Ermittlern, leider unter der Fuchtel des jungen Emporkömmlings und Günstlings der Polizeiobrigkeit Edingburghs, Derek, mit der Ermittlung zunächst eines Falls betreut wird. John Rebus aber ist ein alter Fuchs, ein Polizist mit einer unverwechselbaren Spürnase, und wittert sehr schnell einen Zusammenhang zwischen den drei Fällen, dem er gegen alle möglichen Anfeindungen aus eigenen Reihen nachzugehen beabsichtigt.
Zunächst aber bewegt sich die Handlung in alle möglichen Richtungen, von denen manche sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen, manche aber auch verwirren, indem sie auf halber Strecke stecken bleiben, nicht weiterverfolgt werden und den Leser mit vielen offenen Fragen, vor allem nach dem tieferen Sinn, zurücklassen. Mir gefiel vor allem die psychologisch angehauchte Erzählweise aus Sicht der Familie Grieve, eines reichen und einflussreichen Clans aus skurrilen Mitgliedern, der mit allen Mitteln die Fassade vor einer wahrlich bedauernswerten Realität aufrechtzuerhalten sucht.
Außer in diesen Passagen suchte ich in dem Roman allerdings das Element des angekündigten Briten-Krimis vergebens. Ian Rankin erzählt in eher nüchternem und knappem Stil, der jedoch Spannung bis zum überaus logisch gelungenen Ende garantiert. Die Handlung wirkt - egal aus welcher Perspektive - niemals konstruiert. Die Figuren sind charakterlich sehr gut ausgearbeitet, wobei Rankin so ziemlich jede Art der menschlichen Spezies exakt getroffen hat, sowohl im positiven wie auch negativen Sinne. Informativ und authentisch fand ich die Einschätzung der politischen Situation in Schottland sowohl 1979 als auch 1999 und vor allem die realistische Beschreibung der polizeilichen Methoden und Machtstrukturen.

Meine Bewertung mit „nur" drei Sternen deshalb, weil ich mit dem Thema des Romans und der Richtung, die Rankin letztendlich seiner Handlung gab, leider zu keiner Zeit warm wurde.

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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ich bin eigentlich ein großer Fan, 24. Februar 2003
Von Marc Stoeber - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
von Ian Rankin. Diese Buch "Der kalte Hauch der Nacht" ist aber sicherlich nicht sein bestes. Dies hat gleich mehrere Gründe: Zum einen verliert sich Ranking zum ersten mal in langatmigen Passagen. Die kurze und knappe Erzählweise, die dennoch sehr viel Atmosphäre transportiert hat, scheint verschwunden. Zum anderen wirkt die Figur des John Rebus in diesem Roman etwas leblos. Hinzu kommt noch eine wenig abwechslungsreiche Story, in der vieles vorhersagbar ist, einige Ungereimtheiten vorkommen und die Auflösung einen unbefriedigt lässt. Lediglich die letzten 20 Seiten lassen darauf hoffen, dass Rankin nicht alles, was Ihn auszeichnet verlernt hat. Insgesamt kann man das Buch aber noch empfehlen, da Rankin auch mit diesem - für ihn schwachen Buch - die meisten seiner Standesgenossen übertrifft. Für diejenigen hingegen, die Ihn aufgrund anderer Bücher liebgewonnen haben wartet - eine wenn auch kleine - Enttäuschung.
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Veröffentlicht am 14. November 2002 von Uli Geißler

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